Allgemeine Berichte | 27.04.2017

Ferienprogramm der betreuenden Grundschule Mendig machte Karwoche zum Erlebnis

Chöre, Köche, Krabbeltiere

Enorme Beteiligung an der Osterferienbetreuung

Das Hotel Insectus kurz vor seiner Fertigstellung. privat

Mendig. 36 Kinder waren in den Osterferien beim Programm der betreuenden Grundschule dabei. Im Mittelpunkt stand das Langzeitprojekt „Insektenhotel“. Viele Kinder interessieren sich für alle Arten von Insekten und deren Lebensräume. In der Kinderkonferenz wurden dann die ersten Planungen begonnen. Mithilfe ehrenamtlicher Helfer wurde unter Anleitung von Frau Geilen der Stein ins Rollen gebracht. Für das Innenleben der Insektenbehausung sorgten die Kinder, indem sie Bambus, trockene Äste, Steine, weiches Gehölz et cetera sammelten. Stöcke wurden geschnitten, geschraubt, befestigt und die Gruppe taufte ihr Bauwerk auf den Namen „Hotel Insectus“. Parallel hierzu beschäftigte sich eine Gruppe technikversierter Jungen mit dem Innenleben von Elektrogeräten, die sie unter Anleitung auseinanderbauten, um das Innenleben der Geräte zu erkunden und die Funktionen der einzelnen Baugruppen zu verstehen. Ausdauer und motorische Fähigkeiten waren hier genauso gefragt wie physikalisches Grundwissen. Das bereits traditionelle jährliche Fußball-Turnier war auch in diesem Jahr wieder stark nachgefragt. Bewegungsspielen kommt deswegen eine hohe Bedeutung zu, weil sie dabei helfen, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und den Umgang miteinander achtsamer und aufmerksamer werden lassen. Unterschiedliche Interessengruppen fanden sich oft spontan zusammen. So fanden sich in diesem Jahr wieder mehrere Tanzgruppen, die eigene Choreografien erarbeiteten, die sie zum Abschluss der Woche allen zur Vorführungen brachten. Kreative Angebote unter Anleitung von Frau Schulz waren ebenso beliebt wie das freie Spiel in Kleingruppen. Die Leiterin der BGS selbst, Frau Borgert-Kaiser gründete mit interessierten Kindern eine Chorgruppe. Die Freude am Singen bewog die Kinder eigenständig und alleine vor der ganzen Gruppe vorzusingen und es wurde schnell festgestellt, dass sich einige Supertalente in den eigenen Reihen finden.

Kinder-Yoga kam gut an

Ganz neu für die Kinder wurde anfangs mit zögerlicher Teilnahme, anschließend mit großer Beteiligung, eine Yogastunde durch die Leiterin angeboten. Hier konnten die Kinder erfahren, wie sie durch die eigenen Achtsamkeit Aufmerksamkeit, emotionales und kognitives Verstehen, sowie die körperliche Bewusstheit stärken können. Die Kinder erfuhren an sich selbst Möglichkeiten Stress, Ängste und Aggressionen zu mindern und ihre emotionale Stabilität zu festigen. Frisch Kochen war an zwei Tagen in der Schule eines von vielen hauswirtschaftlichen Angeboten, die von mehreren Kindern gerne angenommen werden. Frau Kummetz hatte hier bei der Vorbereitung der Mahlzeiten immer viele freiwillige Helfer, die schälten, schnitten, kneteten und würzten und anschließend auch den Abwasch durchführten. Am Gründonnerstag brachten die Kinder grüne Zutaten mit, aus denen Salat, Rohkost hergestellt wurde. Es gab von den Kindern gebackenen Hefezopf zum gemeinsamen Frühstück, sowie unterschiedliche Leckereien, die die Eltern beigesteuert hatten. Die Karwoche ging dann zu Ende, in der die Kinder ihre Energien in Bewegung, aber auch sich selbst eigenverantwortlich für die gemeinsame Sache einsetzen konnten. Die Grundschule wurde dadurch einmal mehr zu einem Ort der „anderen Lernerfahrung“. Der Zugang zu den Kindern, der Ausbau der bestehenden Beziehungen innerhalb der Gruppen, sowie die Möglichkeit, die Mitschüler aus dem Klassenalltag in einem erweiterten Kontext erleben zu können führte dazu, dass das Erlebte für Schüler und Betreuer immer wieder neue, individuelle Seiten der Kinder zum Vorschein brachte. Umso mehr freuen sich nun alle auf die nächste Ferienfreizeit im Sommer, bei der das Projekt rund um die Insekten fortgeführt wird.

Das Hotel Insectus kurz vor seiner Fertigstellung. Foto: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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