Chorgemeinschaft gestalte Patronatsfest mit
Walporzheim. Das Patronatsfest des Heiligen Sebastian startete traditionell um 09:00 Uhr mit der heiligen Messe in der noch weihnachtlich geschmückten St. Joseph-Kapelle, die erstmals nach der Flut in und mit neuem Licht glänzen konnte. Im Rahmen der chorischen Begleitung trug die Chorgemeinschaft Ahrweiler-Walporzheim die „Hymne an die Nacht“ – von Ludwig van Beethoven, „Unser tägliches Brot“ von Robert Pappert und den „Abendfrieden“ von Prof. Rudolf Desch vor. Beim abschließenden „Opfergang“ wurden der Tradition folgend die 6 Strophen des „Lieds vom heiligen Sebastianus“ gesungen.
Nach der Messe zog ein langer Zug zur Gefallenenehrung am Ehrenmal, wo die Junggesellen einen Kranz niederlegten und die Chorgemeinschaft „O Herr, gib Frieden“ einen altrussischen Kirchengesang von Dmitri Bortniansky sang.
Im Anschluss zog man durch die mit Fahnen geschmückte Straße zum „weltlichen“ Teil des Jubiläumsfests in die renovierte Weinmanufaktur. Dort begann Ortsvorsteherin Petra Lanzerath mit ihren Begrüßungsworten, sie richtete ihre Grußworte an die anwesenden Vereinsvertreter und Vertreter der örtlichen Banken. Die Moderation der Veranstaltung übernahm nun Eva Lanzerath, die frisch gewählte Vorsitzende des Vereins „Weindorf Walporzheim“.
Die fröhliche Runde bei gutem Tropfen und netten Gesprächen wechselte sich ab mit Grußworten und Reden und man freute sich über die musikalische Begleitung durch die „Blech“-Musiker rund um Richard Knipp und durch die Chorgemeinschaft, die in diesem Jahr zum fünften Mal unter dem Dirigat von Wilfried Schäfer im Rahmen von zwei Auftritten insbesondere Weinlieder sang.
In seiner Rede im Anschluss an den ersten Beitrag der Chorgemeinschaft nahm Bürgermeister Guido Orthen u.a. Bezug auf ein Lied, das Wilfried Schäfer komponiert und getextet hat, denn im „Ahrtal, Land der Reben“ heißt es „… dort nur möchte ich leben, … sollst meine Heimat sein“, was Orthen kürzlich bei einem Treffen mit vielen Journalisten thematisierte, als er ihnen klar zu machen versuchte, dass man die von der Flut betroffenen Bewohner des Ahrtals nicht einfach in eine andere Region umsiedeln könne. Die Chorgemeinschaft sang in ihrem ersten Beitrag noch „Wer hier mit uns will fröhlich sein“ von Walther Schneider und „Vom Wein“ von Robert Edler.
Nach dem Grußwort der amtierenden Weinkönigin Mara Hermes traten die Sänger ein weiteres Mal auf und sangen das ebenfalls vom Chorleiter komponierte und getextete „Weinlied, (Hej Freunde bringt mir her den Wein, von der Ahr muss er sein) sowie „Mala Moja“, nach einer Weise aus Kroatien und das „Trinklied“ (Nachbar, Bruder, mein Glas ist leer) in einem Satz von Chr. Giegler. Als Zugabe intonierten die Sänger „Wir gratulieren“ zu Ehren von Eva Lanzerath anlässlich ihres Geburtstags am Vortag.
