Kirchenchor Ochtendung muss in Winterpause
Chorleben liegt nach erfolgreicher Kirmes wieder brach
Ochtendung. Winterpausen waren bis dato nur bekannt für Fußballvereine oder andere Sportarten, die ausschließlich im Freien stattfinden. Covid-19 versetzt nunmehr auch Chöre in die Zwangslage, Winterpausen begehen zu müssen. Dass dies jetzt ausgerechnet zur Hauptsaison von Kirchenchören nämlich in der Vorbereitung der Weihnachtsgottesdienste geschieht, tut dem Chorleben besonders weh.
Im Foyer der Wernerseckhalle konnten wir dank der Ortsgemeinde mit einem eigenen Hygienekonzept mit beiden Chören wieder proben, nachdem unser erster Ausweichort, die sanierungsbedürftige Pfarrkirche, leider aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste. Der Probenbetrieb konnte nach den Sommerferien im Foyer reibungslos, wenn auch mit stark reduzierter Teilnehmerzahl von 25-30 Aktiven, weitergeführt werden. Auch der Jugendchor des Kirchenchores „Young Voices“ nahm den regelmäßigen Probenbetrieb mit ca. 15 Aktiven wieder auf.
Aufgrund der Zunahme der Infektionszahlen und dem damit einhergehenden Risiko entschied der Vorstand dann Ende November, dass die Chorproben bis Ende Januar ausgesetzt werden. Zwischenzeitlich hat die Ortsgemeinde aus gleichen Gründen die Nutzung des Foyers für den Probenbetrieb untersagt, so dass nunmehr unausweichlich Winterpause angesagt ist. Ende Januar wird der Vorstand entscheiden, wie es mit der Probenarbeit weitergehen kann.
Vor der Winterpause konnte der Chor den Kirmesmontag als dörfliche Tradition fortsetzen. Unter Umsetzung der Hygienebestimmungen der Coronabekämpfungsverordnung, konnte die diesjährige Kirmesmontags-Veranstaltung auch dank der finanziellen Unterstützung von Kreissparkasse, VR-Bank Rhein-Mosel, EVM und der Fa. Jasto stattfinden. Ebenfalls unterstützt wurden wir, wie bei unserem ersten Kirmesmontagsfrühschoppen vor 2 Jahren, vom Vorstand der Frauengemeinschaft und befreundeten Helferinnen und Helfern. Das zeugt von einer guten freundschaftlichen Verbundenheit innerhalb der Ortsvereine. Ein guter, wenn auch im Vergleich zu 2019 deutlich reduzierter Besuch der Veranstaltung ließ für viele Ochtendungerinnen und Ochtendunger wenigstens ein bisschen Normalität und auch Feierlaune einkehren.
Wie nah Freud und Leid beieinanderliegen, konnte der Chor am gleichen Tage ebenfalls erfahren. So fand zeitgleich zum Kirmesfrühschoppen im Foyer der Wernerseckhalle nachmittags die Beerdigung unseres Ehrenmitgliedes Willibald Hammes statt. Der ursprüngliche Plan, zu Ehren unseres langjährig Aktiven Mitte Dezember im Sechswochenamt zu singen, muss corona-bedingt nunmehr leider verschoben werden. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und das Andenken an Willibald Hammes ist uns Verpflichtung und Ehre zugleich.
