Liederkranz Andernach
Chormusik in der Andernacher Kulturnacht
Andernach. „Wer ein Teil der Andernacher Kulturlandschaft sein möchte, sollte sich bei der Kulturnacht zeigen“ sagte Chorleiterin Barbara Nöst-Butz anlässlich der Auftritts ihrer drei Chöre im Mariendom. „Jedes Jahr beenden wir die Sommerferien früher um uns auf diesen Auftritt vorzubereiten. Bedauerlicherweise war der Termin um eine Woche vorgezogen worden“.
Dennoch fanden sich wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Mariendom ein, um den Vorträgen der Chöre zu lauschen. Zu Beginn sang der Frauenchor „Singiora“ im Liederkranz zwei Volksliedsätze aus der Jugendbewegung des 20. Jahrhunderts und zwei schwungvolle alte Lieder aus Renaissance und Barock. Zum Schluss führten sie zwei Popsongs von Hanne Haller und Udo Jürgens auf, deren stimmungsvolle Texte besonders gut in die augenblickliche Zeit passten. Der Chor hat eine sehr gute Entwicklung genommen und trotz Corona immer wieder neue Sängerinnen finden können.
Als zweiter Chor sang die „Chorgemeinschaft Liederkranz- Andernach und MGV Miesenheim“. Sie erwiesen zuerst mit zwei geistlichen Liedern dem ehrwürdigen Mariendom die Ehre. Danach sangen sie die bekannten Songs „Weit, weit weg“ und die „Rose“, deren schöne Stimmung sich auf das Publikum übertrug. Das Schlusslied „Welch ein Geschenk ist ein Lied“ von Reinhard Mey hatten die Sänger neu einstudiert. Der wunderschöne Text bringt zum Ausdruck, warum Singende sich immer wieder aufraffen in ihre Chorprobe zu gehen.
Zum Abschluss trat der Frauenkammerchor „SoprAlto“ auf. Sie sangen zum ersten Mal eine „Kyriemeditation“ von Alwin Schronen, die der Komponist extra für sie als Frauenchor gesetzt hatte. Danach machten Sie eine musikalische Reise nach Finnland und Schweden.
Die besondere Klangfarbe skandinavischer Musik gefiel dem Publikum besonders gut.
Auch sie brachten zu Abschluss ein bekanntes Poplied: „May it be“, den bekannten Filmsong aus „Herr der Ringe“. So zeigten alle drei Chöre eine große Vielfalt an Werken aus mehreren Jahrhunderten. „Es ist unsere Aufgabe als Kulturschaffende wertvolle Musik aus allen Epoche zu bewahren und zu Gehör zu bringen. Das dient der Ausbildung der Chöre und verhindert Einseitigkeit.
Wenn die Sängerinnen und Sänger die Musik erstmal kennengelernt haben, haben sie oft Freude daran.“ Dieser Aufgabe widmet sich Chorleiterin Barbara Nöst-Butz mit großem Engagement.
