Allgemeine Berichte | 20.07.2021

Lesung im Hof des Sozialpsychiatrischen Zentrums in Meckenheim

Christiane Wirtz schildert Vorurteile und Stigmatisierung im Alltag

Christiane Wirtz diskutiert über die verschiedenen Sichtweisen auf eine Psychose und stellte ihre Bücher vor. Foto: privat

Meckenheim. Christiane K. Wirtz, Jahrgang 1966, Autorin, Journalistin, systemische Beraterin und Coachin, hat selbst fünf Psychosen erlebt, und kennt sowohl die gängigen Erklärungsmuster als auch die der psychiatrischen Welt. Darüber hinaus hat sie Zeit mit der Erforschung ihrer eigenen mentalen Annahmen verbracht.

Christiane Wirtz hat bereits zwei Bücher geschrieben, das erste, „Neben der Spur“, war 2018 auf der Bestseller-Liste des „Literatur-Spiegel.

Im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) in Meckenheim trug Christiane Wirtz aus ihrem gerade im Entstehen befindliche Buch mit dem Arbeitstitel „Brauchen wir das, oder kann das weg?“ vor.

Sie diskutiert über die verschiedenen Sichtweisen auf eine Psychose. Aus Sicht von Betroffenen aus psychiatrischer Sicht aber auch aus der Sicht der Gesellschaft.

Vorurteile wie „Psychotiker sind gefährlich“ oder auch die Haltung, das nur Medikamente helfen können kam dabei zur Sprache, aber auch die damit verbundene Stigmatisierung von Betroffenen.

Christiane Wirtz schilderte eindrucksvoll wie ihr Vorurteile und Stigmatisierung im beruflichen und privaten Alltag begegnen und wie sie versucht, einen Umgang damit zu finden.

Deutlich wurde in ihren sehr persönlichen Statements, wieviel Kraft diese Begegnungen kosten können und das es noch weite Wege zu gehen geht bis eine psychische Erkrankung genauso bewertet und akzeptiert wird wie beispielsweise ein Beinbruch oder eine andere somatische Diagnose.

Etwa 25 Besucherinnen und Besucher verfolgten die zweistündige Veranstaltung und verschafften sich einen kleinen Einblick in das Seelenleben einer Betroffenen.

Christiane Wirtz diskutiert über die verschiedenen Sichtweisen auf eine Psychose und stellte ihre Bücher vor. Foto: privat

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