Allgemeine Berichte | 20.04.2023

Ökumenischer Austausch in Heilig Kreuz

Christsein in Neuwied

Karin Rasbach, die den Gottesdienst leitete, zusammen mit Superintendent Detlef Kowalski.  Foto: J. Freise

Neuwied. Die Offene Gemeinde hatte Superintendent Detlef Kowalski am Weißen Sonntag zur sonntags:zeit in die Kirche Heilig Kreuz eingeladen. Er sprach zur „Freiheit eines Christenmenschen – Christsein in Neuwied“ und ging von Martin Luthers Schrift aus dem Jahr 1520 aus, mit der die Rechtfertigungslehre verbunden ist: Der Mensch muss nicht erst gute Taten vollbringen, um von Gott anerkannt zu werden. Er ist – so wie er ist – von Gott geliebt. Die Erfahrung der unbedingten Liebe Gottes drängt den Menschen dann wie von selbst dazu, diese Liebe weiterzugeben und anderen zu dienen.

Im Anschluss an die Ansprache gab es ein Rundgespräch unter den etwa dreißig Teilnehmenden:

Es ist gut zu wissen, dass ich mir die Liebe und die Anerkennung auch in der Gemeinde nicht erst durch ehrenamtliches Aktivsein erarbeiten muss. Ich habe die Freiheit, mich für ein Engagement zu entscheiden und auch „nein“ zu sagen.

Wie auf diesem Hintergrund ökumenisches Christsein heute in Neuwied aussieht, das sorgte für ausgiebigen Gesprächsstoff. Zwei Frauen betonten, dass sie als gemischtkonfessionelles Paar seit zwanzig Jahren sowohl zum evangelischen Abendmahl, als auch zur katholischen Eucharistiefeier gehen – die ökumenische Trennung sei für sie überwunden.

Als früher die Gottesdienste stärker besucht waren, gab es in Neuwied auch mehr ökumenische Initiativen, aber dafür ist ökumenische Zusammenarbeit heute viel selbstverständlicher und es wird gar nicht mehr gefragt, wer katholisch oder evangelisch ist. Auch das Kolumbarium in Heilig Kreuz zur Aufbewahrung von Urnen soll, wenn es denn kommt, für alle Konfessionen in der Neuwieder Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen offen stehen.

Leider sind in den Kirchengemeinden, so Detlef Kowalski, derzeit die Kapazitäten vieler Hauptamtlicher durch den Umbau ihrer Strukturen und die Konsequenzen beispielsweise für die Immobilien beschäftigt. „Wir brauchen nicht mehr alle Kirchen und Gemeindehäuser, aber wie können sie sinnvoll genutzt werden?“

Das sind, so die allgemeine Auffassung der Gesprächsrunde, nicht nur innerkirchliche Fragen. Am Ende des lebendigen Austausches stand die Idee, als Kirchen gemeinsam an die Stadt Neuwied heranzutreten, um in großer Runde zu überlegen, wie sich die Kirchen in Neuwied zum Wohle der Stadt in Zukunft einbringen können.

Pressemitteilung

Offene Gemeinde Heilig Kreuz

Karin Rasbach, die den Gottesdienst leitete, zusammen mit Superintendent Detlef Kowalski. Foto: J. Freise

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • K. Schmidt: Das "Sicherheitskonzept" überzeugt. Ein Polizeieinsatz, "geringe Anzahl" Rettungsdienst, keine Feuerwehr nötig. Im Haushaltsplan 2025 hatte Boppard 10.000 Euro für ein Sicherheitskonzept vorgesehen, in...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Rolf Hohmann: Leider gehen die Rotmilane alle über kurz oder lange kaputt; sie bleiben an den scheußlichen Windkraftanlagen hängen (die ja wie Pilze aus dem Boden schießen!)
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige 2026
Maifest in Gönnersdorf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Verwaltung Immobilien
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Das Team des Freibads Andernach freut sich darauf, allen Besucherinnen und Besuchern eine schöne und erlebnisreiche Freibadsaison zu bereiten.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
23

Andernach. Mit dem 1. Mai 2026 startet das Freibad Andernach in die neue Saison und lädt alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste herzlich zum Schwimmen, Entspannen und gemeinsamen Erleben ein. Auch in diesem Jahr soll das Freibad wieder ein Ort der Begegnung für Jung und Alt sein – ein Platz, an dem Freizeit, Bewegung und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.

Weiterlesen

Foto: privat
112

Die „Häcker 60 Plus“ sind eine engagierte Gruppe Ehrenamtler und Teil der Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“, die mit den fundierten Vorkenntnissen der „Alten Hasen“ den digitalen Herausforderungen der Neuzeit begegnen. Wenn ein Smartphone, Tablet oder Laptop anwendungstechnisch rätselhaft erscheint, stehen die Häcker mit Geduld und viel Leidenschaft seit 2014 zur Seite. „Vielleicht hat man Ihnen...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die „Jaadeporz“ von Wershofen Garten ist für ihre einzigartige Atmosphäre bekannt und beliebt. Fotos: DU
8

- Anzeige -Wershofen Garten begeistert erneut mit der „Jaadeporz“

Vielfalt rund um Garten, Genuss und Gestaltung

Ahrweiler. Wenn inspirierende Ideen für Garten, Haus und Wohnung auf Beisammensein, entspannte Atmosphäre und regionalen Genuss treffen, dann hat die „Jaadeporz“ von Wershofen Garten – Nomen es Omen – ihr (Garten)-Tor geöffnet. Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit und der Besucherzuspruch aus nah und fern bestätigte einmal mehr, wie beliebt dieser einzigartige Event seit vielen Jahren ist.

Weiterlesen

Die Weinmajestäten von Altenahr, Rech und Dernau (von links) eröffneten gemeinsam mit Ingrid Näkel-Surges und Helmut Fischer (WeinKulturDorf Dernau e.V.) auf dem Dernauer Weinfestplatz den Weinfrühling Mittelahr. Fotos: DU
9

Weinfrühling zwischen Dernau und Altenahr verbindet Natur, Genuss und direkte Begegnung mit den Winzern

Gemeinschaftsprojekt der Mittelahr-Orte weiter auf Erfolgskurs

Dernau/Rech/Mayschoß/Altenahr. Was einst als „Dernauer Weinfrühling“ begann und am vergangenen Wochenende seine 17. Auflage erlebte, hat sich als erweitertes Gemeinschaftswerk der Mittelahr-Orte Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr längst auch als „Weinfrühling Mittelahr“ fest etabliert. Eben jener findet 2026 schon zum vierten Mal statt und ist ein unbestrittener Frequenzbringer, auch über die Mittelahr...

Weiterlesen

26

Gremium diskutierte lange über Neubau, Sanierung oder Abriss der Grundschule Stromberg

Bendorf: Rat machte Weg frei für 4 riesige Windräder im Wald

Bendorf. Zehn Jahre lang hat er selbst Hausaufgaben gegeben und jetzt hat er selbst ein dickes Paket an Aufgaben vom Bendorfer Stadtrat bekommen. Denn Bendorfs Bürgermeister Christoph Mohr war von 2010 bis 2020 zweiter Stellvertreter des Schulleiters am Wilhelm-Remy-Gymnasium.

Weiterlesen

Imageanzeige
Dienstleistungen
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
Minijob
Angebotsanzeige (April)
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenschaltung zur Praxisschließung
Maifest in Dedenbach
Veranstaltung
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr