Carneval Comité Oberlahnstein e. V. - CCO

„Cinema Carnevalis“ CCO bietet karnevalistische Theatersitzung

Neues Veranstaltungsformat in Zeiten von Corona

„Cinema Carnevalis“
CCO bietet karnevalistische Theatersitzung

Helmut Hohl Eva Bonn und Markus Krapf präsentierten am CCO-Vereinsheim das neue Veranstaltungsformat des CCO die karnevalistische Theatersitzung „Cinema Carnevalis“. Foto: CCO

18.09.2020 - 09:53

Lahnstein. Noch nie hat eine Situation die Menschheit so verunsichert wie das Corona-Virus. Die Pandemie beherrscht das Leben der Menschen nun schon seit über einem halben Jahr. Unter Corona-Bedingungen leben heißt zurzeit in Deutschland: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Mund-Nasenschutz tragen. Auch nach einigen Lockerungen bleiben große Veranstaltungen verboten und es zeichnet sich ab, dass Karneval, so wie alle ihn kennen, im kommenden Jahr wohl erst mal nicht gefeiert werden kann. Karnevalsvereine in ganz Deutschland sind dabei, zu überlegen ob und wie Karneval trotz Corona gefeiert werden kann. Auch beim Carneval Comité Oberlahnstein (CCO) rauchen seit Wochen die Köpfe beim Vorstand und in der eigens gegründeten Arbeitsgruppe um den Vorsitzenden Helmut Hohl und seine „Vize“ Eva Bonn sowie Elferratspräsident Markus Krapf. So wurde ein „Plan B“ entwickelt, der jetzt in ein neues Veranstaltungskonzept mündet. Das Schlüsselwort lautet „Cinema Carnevalis“. Klingt etwas seltsam, ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil. „Ob Piccolos, Tanzgarde, Elferrat, Sitzungspräsident, CCO-Narren, Vorstand oder Wagenbauer – unsere rund 300 Aktiven beim CCO, die seit Monaten nicht wussten, wie es während und nach Corona mit dem närrischen Brauchtum weitergehen soll, brauchten endlich wieder ein gemeinsames Ziel, für das alle arbeiten und trainieren“, sagt Eva Bonn. „Und wir glauben, mit „Cinema Carnevalis“ ein Format gefunden zu haben, das alle begeistert.“ Erste Reaktionen aus der Aktivenschaft zeigen, dass sie damit richtig liegt. Helmut Hohl erläutert die Entstehung des „Cinema Carnevalis Projekts“ wie folgt:


Keine Sitzungen und kein Tollitätenpaar


„Dass wir keine Trockensitzungen in der gewohnten Form anbieten werden können, ist wohl jedem klar, und es wird 2021 auch kein Tollitätenpaar in Lahnstein geben, weil auch der Straßenkarneval mit den großen Umzügen wegen der gebotenen Abstandsregeln nicht durchgeführt werden kann. Auch das CCO-Männerballett-Festival und die Kinderparty können aus diesem Grund nicht stattfinden.“ Und Eva Bonn ergänzt: „Dass wir uns auch dazu entschieden haben, unter diesen Umständen keine Tollitäten zu proklamieren, zum ersten Mal seit 1935 in unserer Vereinsgeschichte, ist uns sehr schwer gefallen und die Entscheidung erfolgte in gemeinsamer Absprache mit den Betroffenen, die bereits in den Startlöchern standen. Es war hier quasi schon alles vorbereitet, um theoretisch in wenigen Wochen die bereits terminierten Fototermine wahrzunehmen.“ Das sollte aber keineswegs bedeuten, dass jedwede Form von Karnevalsveranstaltungen im kommenden Jahr nicht möglich wird, denn immerhin hat die Landesregierung Saalveranstaltungen mit aktuell bis zu 250 Personen und unter bestimmten Hygiene- und Abstandsregeln erlaubt. Also wurde das CCO kreativ, und herausgekommen ist mit „Cinema Carnevalis“ eine karnevalistische Theatersitzung. Und die hat es durchaus in sich, denn sie ist eine Mischung aus virtuell dargebotenen Einspielfilmen aus den einzelnen Aktivengruppen des CCO und Live-Auftritten. „Alles was bis dahin „live“ möglich ist, soll auch so rüberkommen“ sagt Elferratspräsident Markus Krapf. Die Redner aus den Trockensitzungen werden also in jedem Fall auf der Bühne stehen. Gardetänze, Showballett und alle anderen Darbietungen, bei denen viele Menschen aktiv sind, werden in Form von Einspielfilmen über die Großbildleinwand zu sehen sein. Verpackt wird „Cinema Carnevalis“ in eine Handlung, in der Markus Krapf als Moderator zwischen Leinwand und Bühne hin- und herspringt. Mit Matteo Müller, einem Lahnsteiner Jungunternehmer, der mit seinem „Cinclip-Studio“ schon einige Filmpreise und Auszeichnungen abgeräumt hat, wurde genau der richtige Partner gefunden, um die filmischen Teile von „Cinema Carnevalis“ professionell „in den Kasten“ zu bringen. Die Dreharbeiten haben schon begonnen. „Wir betreten mit diesem Projekt karnevalistisches Neuland“, so Markus Krapf, „aber die Begeisterung bei den einzelnen Aktivengruppen, die wir mit dem Filmteam nach und nach besuchen werden, ist jetzt schon so groß und es gibt so viele tolle Ideen, wie wir die Aktivitäten beim CCO rüberbringen können, dass ich sicher bin, dass wir mit diesem Format einen Volltreffer landen können.“


Sessionsmotto 2021 lautet „Zusammen sind wir Heimat


Das Sessionsmotto 2021 lautet „Zusammen sind wir Heimat“ (wir berichteten). Und genau dies wird auch mit dem Projekt „Cinema Carnevalis“ zum Ausdruck kommen. Und so hoffen die CCO-Aktiven, dass ihre Arbeit mit guten Besucherzahlen belohnt wird. Wann der Vorverkauf startet, wird nach der Jahreshauptversammlung, die am 1. Oktober stattfindet, bekannt gegeben. Dargeboten wird „Cinema Carnevalis“ an den bekannten Sitzungsterminen am 16., 23. und 31. Januar im Großen Saal der Lahnsteiner Stadthalle, so der Plan.

Pressemitteilung CCO

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Mit Panikmache und Drohungen kommt niemand weiter. Diese Berichte sind weder sinnvoll, noch bringen sie etwas.
Jean Seligmann:
Eine Expertengruppe von enommierten Medizinern und Gesundheits-Fachleuten warnt Bund und Länder davor die Bevölkerung mit immer neuen Drohungen darunter einen Lockdown zur Disziplin zwingen zu wollen. Sie fordern einen Kurswechsel. Es überwiege der Eindruck, „dass die Verantwortlichen auf den immergleichen Vorgehensweisen beharren und Maßnahmen sogar noch verstärken, an deren Wirksamkeit und Akzeptanz es aus wissenschaftlicher Sicht größte Zweifel geben muss“. Das führe zur „Abwendung und Flucht in falsche Heilslehren, aber nicht zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen bzw. angeordneten Maßnahmen“.
Karsten Kocher:
Eine hochnotpeinliche Pressemitteilung der AfD.
Stefan Knoll:
Wieder eine dieser lächerlichen Pressemitteilungen von Jan Bollinger. Wieviele Schulklassen gibt es in der Stadt Neuwied und wieviele Schulklassen im Landkreis Neuwied? Und wieviele Kino- und Theatersääle gibt es in Neuwied und Ungebung?
S. Schmidt:
Ihr "Superhelden", gegen die demokratische USA könnt ihr demonstrieren, aber wo ist eure Stimme für die vielen, Frauen und Männer, die im Namen der Religion im Iran hingerichtet werden? Wo eure Stimme für die, zumeist männlichen, Uiguren, die in chinesischen Lagern (Konzentrationslager) ihr Dasein fristen müssen? Wo für all die Hingerichteten, angeblichen Kollaborateure, im Gazastreifen oder "sonstigen" palästinensischen Gebieten?
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