Allgemeine Berichte | 06.03.2020

Koblenzer Friedenskinder e.V. unterstützen Malteser Integrationsarbeit

Circusprojekt für traumatisierte Kinder

Scheckübergabe Friedenskinder Koblenz an Malteser Integrationsdienst. Von links: Bernd Wangelin (1.Vors.) und Sabine Brunke (Malteser Integrationsdienst).Foto: Frey

Koblenz. Die „Malteser Manege International“ hat einen neuen Sponsor gefunden. „Wir sind so dankbar, dass unser Integrationsprojekt an der Balthasar-Neumann-Grundschule in Koblenz-Pfaffendorf weiter sicher finanziert ist“, sagt Sabine Brunke, Ehrenamtskoordinatorin des Malteser Integrationsdienstes bei der Scheckübergabe.

Bernd Wangelin und Petra Schmidt-Sauer des Koblenzer Friedenskindern e.V. haben sich gemeinsam mit dem Vorstand ihres 2010 gegründeten Vereins entschieden, die Arbeit des Malteser Integrationsdienstes zu unterstützen. „Angesprochen wurden wir von einem Mitglied unseres Vereins. Sie hatte die Galavorstellung zum Abschluss des Projektes Ende letzten Jahres besucht, war begeistert und gleichzeitig bestürzt darüber, dass Schluss sein sollte mit diesem Engagement“, berichtet Bernd Wangelin.

Die „Malteser Manege International“ ist eines der Projekte, die vom Integrationsdienst der Malteser seit 2017 an der Grundschule initiiert, begleitet und betreut werden.

Neben der gezielten Sprachförderung, den musisch-kulturellen und künstlerischen Angeboten sowie den Sport und Tanz AGs, ist das Zirkusprojekt ein sehr beliebtes Highlight der Arbeit.

„An unserer Schule sind viele unterschiedliche Nationen vertreten. Viele geflüchtete Familien sind in den ehemaligen Wohnungen der Bundeswehrangehörigen hier auf der Pfaffendorfer Höhe untergebracht. Eine große Herausforderung für unsere Grundschule aber auch für den Stadtteil insgesamt“, erklärt Esther Rube, die Rektorin der Schule.

Die Integrationsarbeit der Malteser ist hier von Anfang an eine großartige Unterstützung. „Damit Kinder Kinder sein dürfen“, getreu diesem Motto des Friedenskinder e.V. wurden für die Weiterführung des Projektes wieder Kinder mit Fluchterfahrung, Migrationshintergrund oder sozialer Benachteiligung angesprochen und schnell für die artistischen Übungen begeistert. „Neben dem Erwerb von Fähigkeiten, wie dem Jonglieren, dem Auf-dem-Seil-Gehen, dem Tellerdrehen, Keulenschwingen und weiteren Kunststücken, steht der vorurteilsfreie Umgang miteinander im Focus unserer Arbeit“, erklärt der ausgebildete Artist und Clown, Christoph Heiner, der das Projekt mit seinem Team leitet.

Es geht um Akzeptanz, Sozialkompetenz und Teamverhalten und natürlich um Spaß. Und den haben die Kinder während des Trainings. Während Ayla aus Syrien begeistert ihre Fähigkeit auf dem Seil unter Beweis stellt, leistet ihr Lina aus Deutschland Hilfestellung. Mustafa und Ahmed proben zusammen eine Nummer mit dem Rola Bola und Arash aus Afghanistan präsentiert stolz seine Künste auf dem Einrad.

Auch Kinder aus Russland und der Türkei gehören zur aktuellen Truppe. Gesprochen wird ausschließlich Deutsch. Darauf wird geachtet. Denn Sprache ist der Schlüssel zur Integration; ein Leitsatz der Malteser Arbeit. „Das ist Völkerverständigung im besten Sinne, hier können Freundschaften entstehen, die Hoffnung schenken“, sagt der 1. Vorsitzende der Friedenskinder, Bernd Wangelin. Er weiß ebenso wie die Ehrenamtskoordinatorin Sabine Brunke, dass Kinder, die an den Folgen von Flucht, Armut und vielleicht sogar Kriegshandlungen leiden, viel Zeit brauchen, um wieder zuversichtlich zu sein. In diesem Bestreben, Kindern eine neue Heimat ohne Angst zu ermöglichen, ihre Lebenssituation zu verbessern und eine nachhaltige Integration zu fördern, sind die Friedenskinder e.V und der Integrationsdienst der Malteser Koblenz gemeinsam aktiv. PSM

Scheckübergabe Friedenskinder Koblenz an Malteser Integrationsdienst. Von links: Bernd Wangelin (1.Vors.) und Sabine Brunke (Malteser Integrationsdienst).Foto: Frey

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