Allgemeine Berichte | 19.09.2018, 12:06 Uhr

Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz zum Thema „Wasser ist Leben“ an Projekt aus Winningen verliehen

Clean River Project ausgezeichnet

Höfken: „Ausgezeichnete Projekte mit innovativen Umwelttechnologien, ehrenamtlichem Engagement und viel Herzblut“

Umweltministerin Ulrike Höfken mit Pirmin Spiegel und den Umweltpreisträgern 2018. Foto: © MUEEF
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Kempfeld/Winningen. „Unsere Gewässer erfüllen als wesentliche Elemente des Naturhaushaltes unverzichtbare ökologische Funktionen. Sie zu bewahren, zu entwickeln und vorsorgend zu schützen gehört zu unseren wesentlichen Aufgaben. In ihren Projekten haben die Preisträger dies auf unterschiedlichen Wegen in vorbildlicher Weise umgesetzt“, betonte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Kempfeld. Dort überreichte sie im WasserWissensWerk an der Steinbachtalsperre den Umweltpreis Rheinland-Pfalz 2018, in dessen Mittelpunkt in diesem Jahr herausragende Leistungen aus dem Bereich der Wasserwirtschaft in ihrer ganzen Vielfältigkeit standen. Ausgezeichnet wurden von der Ministerin der Verein „Clean River Project e.V.“ aus Winningen, die Versorgungs-GmbH der Stadtwerke Trier und ein Gemeinschaftsprojekt in der Verbandsgemeinde Rhaunen.

Der Preis, der seit 1991 verliehen wird, ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. Er geht zu gleichen Teilen an die drei Gewinner, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden. „Mit dem Umweltpreis Rheinland-Pfalz zeichnen wir Einsatz und Leistungen aus, die dazu beitragen, in vorbildlicher Weise nachhaltig die ökologischen und ökonomischen Grundlagen der Menschen und ihre sozialen und kulturellen Bedürfnisse jetzt und in Zukunft zu sichern. Der Umweltpreis Rheinland-Pfalz steht jedes Jahr unter einem eigenen Motto. In diesem Jahr lautet es: „Wasser ist Leben“. Und alle drei Gewinnerprojekte machen deutlich, wie viele Facetten dieses Thema hat und dass es Menschen und Projekte in Rheinland-Pfalz gibt, die sich mit viel Engagement und der Übernahme von Verantwortung dem wichtigen Thema Wasser widmen, hob die Ministerin weiter hervor.

Als Festredner begrüßte Höfken Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des katholischen Werks für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR. Dieser wies auf die globalen Herausforderungen bei der Wasserversorgung hin und betonte: „Es gibt einen kausalen Zusammenhang zwischen Wasser und Überleben.“ Spiegel richtete den Blick auf die Bevölkerung der Fidschi-Inseln, bei denen es zu Selbstverständnis und Kultur gehöre, dass Wasser Teil des Gemeinwohls sei und nicht zum Spielball bloßer Einzel- und Gruppeninteressen werden dürfe. Der MISEREOR-Chef lobte die Träger des rheinland-pfälzischen Umweltpreises für ihre nachhaltigen Beiträge zur Schaffung eines neuen Bewusstseins für die Ressource Wasser auch in Deutschland. Nur wenn hierzulande der Wert des Wasser wieder stärker geschätzt werde, könne es gelingen, eine wirksame Brücke zu Regionen der Welt mit Wasser-Problemen zu schlagen.

Als Festredner begrüßte Höfken Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des katholischen Werks für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR. Dieser wies auf die globalen Herausforderungen bei der Wasserversorgung hin und betonte: „Es gibt einen kausalen Zusammenhang zwischen Wasser und Überleben.“ Spiegel richtete den Blick auf die Bevölkerung der Fidschi-Inseln, bei denen es zu Selbstverständnis und Kultur gehöre, dass Wasser Teil des Gemeinwohls sei und nicht zum Spielball bloßer Einzel- und Gruppeninteressen werden dürfe. Der MISEREOR-Chef lobte die Träger des rheinland-pfälzischen Umweltpreises für ihre nachhaltigen Beiträge zur Schaffung eines neuen Bewusstseins für die Ressource Wasser auch in Deutschland. Nur wenn hierzulande der Wert des Wasser wieder stärker geschätzt werde, könne es gelingen, eine wirksame Brücke zu Regionen der Welt mit Wasser-Problemen zu schlagen.

Die Preisträger des Umweltpreises Rheinland-Pfalz 2018

Clean River Project e.V. – „Paddeln und Fotokunst für saubere Flüsse und Meere“

Das gemeinnützige Umwelt-, Kunst- und Bildungsprojekt setzt sich für saubere Flüsse und Meere ein und möchte die Plastikmüllverschmutzung der Gewässer durch aktives Aufräumen und Aufklärung senken. Durch kreative Inszenierungen des beim Paddeln gesammelten Plastikmülls will das Projekt Aufmerksamkeit erregen und das Bewusstsein für die Problematik fördern. Darüber hinaus halten die Mitglieder Vorträge und veranstalten CleanUp Events, bei denen sie mit freiwilligen Helfern paddeln gehen und gemeinsam Flussabschnitte aktiv vom Plastikmüll befreien. Sie realisieren Schulprojekte und sensibilisieren damit Kinder und Jugendliche für die Problematik der Plastikmüllverschmutzung der Gewässer.

Stadtwerke Trier, Versorgungs-GmbH – „Optimaler Einsatz erneuerbarer Energie in der Trinkwasserversorgung mithilfe Künstlicher Neuronaler Netze (KNN)“

Durch den Einsatz eines Künstlichen Neuronalen Netzes sollen der Energieeinsatz für die Trinkwasserversorgung der Stadt Trier optimiert und flexibilisiert werden. Ziel ist es, die Trinkwassersparte mit selbst erzeugtem, regenerativem Strom zu versorgen, um eine energieneutrale Trinkwasser- Versorgung zu erreichen. Möglich wird dies durch die Ausnutzung von Energieeffizienzpotentialen wie neuen energiesparenden Pumpen, durch die Steigerung der Eigenerzeugung, z.B. dem Einsatz von Pump-Turbinen im Trinkwassernetz und durch die vorausschauende, bedarfsoptimierte Steuerung der Anlagen und Netze.

Verbandsgemeinde Rhaunen, Ortsgemeinde Rhaunen, Ingenieurteam Günter Retzler, Stadt- und Planungsamt BBP – „Natur I Sozial I Raum – Rhaunelbach“

Das Projekt der ökologischen Aufwertung und naturnahe Gewässerrenaturierung des Rhaunelbaches in Verbindung mit der Schaffung eines Kommunikationsraumes auf der Freifläche „In den Mühlenbitzen“ umfasst gleich mehrere Themen: die des Naturschutzes, der Innenentwicklung, des Tourismus und des Hochwasserschutzes. Dazu dient der umgestaltete Raum Schulen und Kindergärten geeignete Bereiche als außerschulischen Lernort und zeichnet sich aus als richtungsweisendes Bürgerprojekt. Bei dem von den ersten Überlegungen, über den Bau bis hin zur nachhaltigen Unterhaltung alle Altersgruppen angesprochen und einbezogen werden und wurden.

Pressemitteilung Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz

Umweltministerin Ulrike Höfken mit Pirmin Spiegel und den Umweltpreisträgern 2018. Foto: © MUEEF

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