Ortsgemeinde Ochtendung
„Corona hat uns (noch) fest im Griff“
Ochtendung. Das Jahr 2020 Revue passieren zu lassen und dabei das bestimmende Thema dieses Jahres zu übergehen, wäre zu kurz gesprungen. Führte das Ende des vergangenen Winters mit Macht auftretende Pandemie doch zu Einschränkungen, die wir in dieser Form in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nicht erleben mussten. Nicht nur, dass alle urplötzlich in puncto der Freiheit, sich jederzeit mit jeder beliebigen Zahl an Menschen treffen zu dürfen, äußerst eingeschränkt wurden. Nein, Behördengänge, die Absage von Ausschuss- und Ratssitzungen, der Ausfall von Veranstaltungen und Festen, wie dem Seniorennachmittag, der Kirmes, des Weihnachtsmarktes und - bereits angekündigt - auch der GOK-weiten Karnevalsveranstaltungen bedeuteten und bedeuten Einschnitte in nie gekanntem und nie geahnten Ausmaß. Und, auch wenn ein Impfstoff ganz aktuell greifbar nah ist, holte die Ochtendunger Bürger noch aktueller ein starker Corona-Ausbruch, von der die Bewohner und die Mitarbeiter des Alten- und Seniorenheims „St. Martin“ betroffen waren, ein und belegt, dass wir noch nicht „über den Berg“ sind. Einen deutlicheren Beweis, als den erneuten intensiven Lockdown mit den vielen Einschränkungen auch das Weihnachtfest über, kann es gar nicht geben.
Großer Gemeinschaftssinn
Gut, dass Ochtendungerinnen und Ochtendunger in Gemeinschaftsfragen zusammen rückten. Große Teile der Bevölkerung legten Hand an, nicht nur, wenn es um die Dorfgemeinschaft an sich ging, sondern auch, um Nicht-Ochtendungern „anonymen“ Personen zu Hilfe zu eilen, in dem z. B. der Mangel an industriell gefertigten Masken über viele Stunden Heimarbeit bekämpft wurde.
Risikobehaftete Personen jeden Alters wurden und werden über Bringdienste mit Einkäufen unterstützt und es wird so dafür gesorgt, dass sie sich nicht in Ansteckungsgefahr begeben müssen. Eine ausgefallene Klepperaktion wurde durch dorfweites „Heimkleppern“ ersetzt. Eine nicht stattfinden könnende Umweltaktion wurde über private Sammelaktionen in Fußwegen im Wohnumfeld oder rund um die Ortslage von Vereinsgruppierungen ausgeglichen.
Und der Einsatz der Maskennäherinnen endete nicht mit ihrer Not-Nähaktion, den Überschuss aus den Spenden für ihre Heimarbeit investierten sie in Spielgeräte für den Spielplatz „Im Linnerich“, sie bewiesen so ein zweites Mal großen Gemeinschaftssinn.
Der Nette-Romantikpfad wurde eröffnet
Vordergründig wenig, aber beim näheren Hinsehen doch viel hat die Eröffnung des Ochtendunger Traumpfädchens mit der Abwehr von Coronafolgen zu tun. Bietet „Wandern vor der Haustür“ doch den Ersatz von entfallenden Fernreisemöglichkeiten. „Naturidylle zwischen Nette und Maifeld“ betitelt der nagelneue Traumpfädchen-Flyer der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik die Kurzbeschreibung des Ochtendunger Premiumwanderwegs ‚Nette-Romantikpfad‘, der seit 2. Oktober 2020 offiziell eröffnet ist.
Daher gibt es eigentlich kein berechtigtes Zögern, den Weg zum Startpunkt an den Parkplätzen des Ochtendunger Jakob-Vogt-Stadions etwa nicht anzutreten, um die insgesamt 7,5 km lange Wegstrecke „in Angriff“ zu nehmen. Wer es kürzer mag, verzichtet auf den über 2,8 km verlaufenden, vom Hauptverlauf abzweigenden Rundweg. Aber: er verzichtet quasi auf „das Herz“ des Ochtendunger Traumpfädchens mit den Netteauen, dem Engelsbachtal und den Nettetalblicken. Und ganz nebenbei: die für ein Traumpfädchen außergewöhnlich lange Route entschädigt vieler Orten mit Sitzgelegenheiten, die ausruhen lassen - und, quasi als Belohnung für die „lange Mühe“ mit abwechslungsreichen Landschaftsblicken entschädigen.
Licht am Ende des Tunnels
„Ich bin mir sicher, dass es noch eine ganze Zeitlang solcher geschilderter Gemeinschaftsaktionen und solcher Rückzugs- und Bewegungsmöglichkeiten in der Natur bedarf, bis der Impfstoff allen, die ihn nutzen möchten, zur Verfügung steht und wieder „normales und gewohntes Leben“ einkehren.“
Pressemitteilung Lothar Kalter
Ortsbürgermeister
