Die Tiere befanden sich auf einer Weide, die nicht den Anforderungen zum Schutz vor Wolfsübergriffen entspra
DNA-Probe bestätigt: Wolf reißt vier Ziegen im Westerwald
VG Rennerod. Nach einem Nutztierriss in der Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis) hat eine genetische Untersuchung den Verursacher eindeutig identifiziert. Wie das Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) mitteilt, wurden am Donnerstag, 2. Juli 2026, im Rahmen eines Schadensfalls DNA-Proben von vier verendeten, einem aufgrund der Verletzungen notgetöteten sowie einem verletzten Schaf beziehungsweise einer Ziege entnommen und zur Analyse an das Senckenberg Institut übermittelt.
Die Untersuchung bestätigte einen Wolf als Verursacher. Nachgewiesen wurde der Haplotyp HW01, der der Mitteleuropäischen Flachlandpopulation zugeordnet wird. Die Individualisierung der Proben ergab zudem, dass es sich um das männliche Tier GW2478m handelt. Der Rüde gehört zum Greifensteiner Rudel.
Nach Angaben des KLUWO befanden sich die Tiere auf einer Weide, deren Einzäunung noch nicht den empfohlenen Anforderungen zum Schutz vor Wolfsübergriffen entsprach. Gemeinsam mit den Tierhaltenden soll die bestehende Zäunung nun kurzfristig an die empfohlenen Standards der Wolfsprävention angepasst werden, um das Risiko weiterer Übergriffe zu verringern.
Der Schadensort liegt innerhalb des Präventionsgebiets Westerwald, in dem besondere Empfehlungen und Fördermöglichkeiten für den Herdenschutz gelten. BA
Symbolbild. Foto: pixabay.com