Allgemeine Berichte | 20.04.2023

Offener Austausch bei Andernacher Trauer-Café „Horizonte“

Da sein, zuhören und Bei-Stand leisten

Die Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte Andernach, Stefanie Lange (links), Pastoralreferentin Birgitt Brink (rechts) und Pia Eibel (Mitte stehend) sowie Magret Schmitz (sitzend links) sind Teil des „Horizonte“-Teams.  Foto: Haus der Familie/Lisa Scharrenbach

Andernach. „Es ist ein Thema, das irgendwann alle trifft“, sagt Stefanie Lange, Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS) in Andernach. Sie spricht vom Verlust eines lieben Menschen. Den Trauernden werde von Familie und Freunden eine gewisse Zeit eingeräumt, „nach dem Sechs-Wochen-Amt wird schon erwartet, dass es langsam bergauf geht“, berichtet Pastoralreferentin Birgitt Brink von ihren Erfahrungen. Doch was tun, wenn der Schmerz anhält, die Menschen weiterhin über ihre Gefühle und den Verstorbenen sprechen möchten? Eine Möglichkeit für einen Austausch mit anderen Betroffenen und ausgebildeten Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleitern bietet das Trauercafé „Horizonte“. Diesen monatlichen Treffpunkt bietet eine Kooperation zwischen FBS, Pastoralem Raum Andernach und der Stadt Andernach in den Räumen des „Hauses der Familie“ (Stadthausgalerie, Gartenstraße 4) an - das nächste Mal am Dienstag, 2. Mai von 16 bis 18 Uhr.

Das Angebot wird gut angenommen: zwischen zehn und 15 Personen finden sich jedes Mal ein. „Willkommen sind alle Menschen, unabhängig von Alter, Wohnort oder einer Religionszugehörigkeit“, betont Birgitt Brink. Zudem sei es nicht relevant, ob der Verlust eines nahen Angehörigen vor ein paar Wochen oder Jahren geschehen sei. „Da sein, zuhören und dabeibleiben, Bei-Stand leisten“, fasst die Pastoralreferentin die Zielrichtung des Angebots zusammen.

Erfahrene und geschulte Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter

Das Team, bestehend aus Haupt- und Ehrenamtlichen, bereitet jedes Mal Gutes für Leib und Seele vor. Margret Schmitz und Pia Ebel sind zwei der fünf Ehrenamtlichen, die trotz ihrer beruflichen und privaten Erfahrungen mit „Tod, Trauer und Sterben“ im Vorfeld noch eine spezielle Schulung durchlaufen haben. „Man darf sich öffnen, gerade dann, wenn vielleicht im Bekanntenkreis keiner mehr zuhören kann oder will“, so Ebel. Doch die Treffen seien nicht per se traurig. „Es werden auch Tipps zum Rosenschneiden oder Kochen ausgetauscht oder über die Musik von Roland Kaiser gesprochen“, berichtet Brink, „es ist ein Kontaktort.“ Beiläufig komme dann oft der Bezug zum verstorbenen Partner oder zur verstorbenen Partnerin, da man manche Dinge nun alleine bewerkstelligen müsse.

„Die Menschen gehen gut gestimmt aus dem Café“, lautet der Eindruck von Schmitz. „Kommen Sie einfach mal vorbei und schauen Sie, ob es etwas für Sie ist“, lädt Ebel ein.

Die Treffen sind kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Nähere Informationen erhalten Interessierte bei der FBS Andernach unter Tel.: 02632-250350, auf www.fbs-andernach.de oder bei Birgitt Brink unter Tel.: 02632 30979-3.

Pressemitteilung

Bischöfliche Pressestelle Trier - Redaktion Koblenz

Die Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte Andernach, Stefanie Lange (links), Pastoralreferentin Birgitt Brink (rechts) und Pia Eibel (Mitte stehend) sowie Magret Schmitz (sitzend links) sind Teil des „Horizonte“-Teams. Foto: Haus der Familie/Lisa Scharrenbach

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