Bei den Daubacher Eulen zählt der Zusammenhalt
Daheim im Daubach – 675-Jahr-Feier vom Dorf für’s Dorf
Attraktives Programm erwartete die Besucher der Jubliläumstage
Daubach. Samstagabend in Daubach. Wie vielerorts in Deutschland waren die Straßen wie leer gefegt, denn die Menschen fieberten mit der deutschen Nationalmannschaft im Spiel gegen Schweden. Auch die Daubacher drückten Neuer, Rudy, Draxler und Co. ganz, ganz fest die Daumen und verfolgten gespannt das Spiel der Nationalelf, für das sie im Rahmen ihrer Jubiläumsfeierlichkeiten im Zelt auf dem Dorfplatz eine riesige Leinwand zum Public Viewing aufgebaut hatten. Bei Spielanpfiff lag der erste der beiden Festtage bereits hinter den Dorfbewohnern und man hatte es sich im Zelt gemütlich gemacht.
Rabatz auf’m Dorfplatz erfreut sich großer Beteiligung
Unter dem Motto „Daheim in Daubach“ hatten die Bewohner der 470-Seelen-Gemeinde mit einem Orga-Team ehrenamtlich und voll Elan mehr als ein Jahr geplant und ein wirklich tolles sowie abwechslungsreiches zweitägiges Programm auf die Beine gestellt. So hieß es am Samstagnachmittag: Auf zum „Rabatz auf’m Dorfplatz“, wo rund um das Beachvolleyballfeld Spiele für die großen und kleinen Gäste angeboten und rege angenommen wurden. Der älteste Teilnehmer war 79 Jahre alt und hatte dabei genauso viel Spaß wie die Kleinsten.
Ergänzt wurde das Programm des Samstagnachmittags durch das Traktortreffen der Traktorfreunde Buchfinkenland, die es auf dem Dorfplatz knattern ließen. Zufrieden mit dem ersten Tag zeigte sich Ortsbürgermeister Thorsten Hahn am Samstagabend: „Bei unserem Spiele-Wettkampf haben viele Leute mitgemacht. Es war ein sehr schöner Nachmittag. Wenn jetzt Deutschland noch gewinnt, dann kann nichts mehr schiefgehen.“, lächelte er verschmitzt.
Kunst- und Handwerkermarkt lockt Besucher
Nachdem Kroos den Ball kurz vor dem Schlusspfiff unhaltbar ins lange Eck gezirkelt hatte, war der Jubel groß und die Daubacher Eulen ließen den Abend mit guter Musik, leckeren Cocktails oder dem ein oder anderen Bierchen beschwingt und stimmungsvoll ausklingen, um am nächsten Tag voll motiviert in den zweiten Tag ihrer 675-Jahrfeier zu starten.
Bereits am Samstag wurden rund um den Ortskern Straßensperrschilder aufgestellt, damit am Sonntag ab 11 Uhr Korbflechter und Holzschnitzer sowie andere Gewerke den Besuchern auf dem Kunst- und Handwerkermarkt einen Einblick in alten Berufe geben konnten. Daubachs Straßen luden ein zum Bummeln, Staunen und Schlendern und lockten nicht nur die heimischen Bewohner an.
Köstliches Brot aus dem Backes und weitere Attraktionen
Ein besonderes Highlight hatten die Organisatoren sich für den Nachmittag einfallen lassen. Natürlich wurde der Backes auf dem Dorfplatz angeheizt und zog die Besucher mit dem Duft von frisch gebackenem knusprigem Backesbrot an. Mit den Vorführungen spanischer Rassepferde durch ihre Reiter stand der Dorfplatz mitten im Geschehen.
Für Interessierte ging es mit Hans-Dieter Wolf auf einer geführten Wanderung zur Häusgesmühle, der auch von dort stammt. Damit die müden Beine, dort angekommen, nicht wieder den ganzen Weg zurücklaufen mussten, brachte sie eine Kutsche entspannt zurück in den Ort. Die Organisatoren hatten also an alles gedacht. Hans-Joachim Ehlgen bot eine rund zweistündige geologische Wanderung an, in dem er seinen Mitwanderern sehr aufschlussreich einen Überblick über die Daubacher Erdgeschichte erzählte.
Kinderherzen schlagen hoch und höher
Die besonders zahlreich angebotenen Aktionen ließen die Kinderherzen an diesen beiden Tagen höher schlagen. Langeweile war gestern. So konnten die Kleinen am Erlebnismobil „Wald und Wild“ der heimischen Pflanzen- und Tierwelt ganz nah sein. Überall sah man bunt geschminkte und fröhliche Kindergesichter. Für jede Fähigkeit und Neigung war also etwas dabei und die Kinder hatten jede Menge Möglichkeiten, mal etwas Neues auszuprobieren.
So lud das Blasorchester in das Musikprobierzelt ein, wo die Kinder Musikinstrumente anschauen, anfassen und ausprobieren konnten. Daneben gab es eine Ecke zum Malen und Basteln und außerdem einen Luftballon-Wettbewerb. Konzentration war angesagt beim Bogenschießen und auf der Hüpfburg konnten die kleinen Gäste nach Herzenslust springen, hüpfen und toben.
Wer es zwischendurch mal etwas ruhiger haben wollte, nutzte die Gelegenheit bei der Märchenlesung im Heimathaus, wo am Sonntagnachmittag ein Daubacher Mäusemärchen vorgelesen wurde. Die Ferien hätten wohl nicht besser beginnen können als mit diesem Spiele- und Familienfest.
Bürgermeister ist begeistert
Nachdem schon die vorangegangene Jubiläumskirmes im Mai ein grandioser Erfolg war, hatte das Dorf im Windschatten des Stelzenbachforstes, oberhalb des Gelbachtales, am vergangenen Wochenende also erneut einiges zu bieten und bot Groß und Klein viele Freizeitangebote und Attraktionen für ein abwechslungsreiches, geselliges Wochenende.
Auch, wenn der Wettergott es nicht ganz so gut mit den Daubacher Eulen meinte und die geplante Beachparty den Temperaturen zum Opfer fiel, so zeigte sich Bürgermeister Thorsten Hahn begeistert über die bereits im Vorfeld rege Beteiligung an der Organisation der beiden „Feiertage“. „Die Ideen kamen von den Leuten selbst. Das ist das Schöne daran. Das war wirklich super.“,
freute er sich über die Eigeninitiative der Dorfbewohner. Besonders hob er auch den Zusammenhalt und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen im Ort hervor. So berichtete er, dass für die Kirmes und die 675-Jahrfeier individuelle Shirts und Sweatjacken angeschafft wurden. Stolz nannte er die Zahl von 350 Teilen.
Dank den vielen freiwilligen und engagierten Helfern gingen am Sonntagabend zwei außergewöhnliche und wundervolle Tage zu Ende, die den Daubachern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben werden.
Bereit zum Public Viewing – Daumen drücken für Deutschland! Foto: MIH Foto: MIH
Spaß beim Bogenschießen hatten Groß und Klein. Foto: Ortsgemeinde Daubach
Tolle Vorführung der spanischen Reiter auf dem Dorfplatz. Foto: Ortsgemeinde Daubach
Die Daubacher schlenderten über den Kunst- und Handwerkermarkt. Foto: Ortsgemeinde Daubach
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Auch Bürgermeister Thorsten Hahn (Mitte) drückte der Nationalmannschaft die Daumen und verfolgte das Spiel. Foto: MIH Foto: MIH
Gemeinschaftlich fieberten die Daubacher Eulen mit der Nationalelf. Foto: MIH Foto: MIH
