Allgemeine Berichte | 05.06.2019

Studienreise der VHS Remagen führte nach Kroatien und Montenegro

Dalmatien-Tour bot zahlreiche Höhepunkte

Die Remagener VHS-Reisegruppe vor der durch das rund 2000 Meter hohe Lovcen-Gebirge eingerahmten Bucht von Kotor.Fotos: VHS Remagen

Remagen. Zauberhafte Hafenstädte, jede Menge Weltkulturerbe und atemberaubende Naturschönheiten bei herrlichem Frühlingswetter – das alles erlebten die Teilnehmer der Frühjahrsstudienreise der Volkshochschule Remagen, die jüngst ins südöstliche Europa führte. Per Flugzeug ging es zunächst nach Split, später ins Biokovo-Gebirge, die Stadt Šibenik, in den Nationalpark Krka, nach Mostar, nach Dubrovnik und – nach einer ereignisreichen Woche – zurück nach Deutschland. Als Reisebegleiter fungierten die VHS-Vorständler Wolfgang Proft, Klaus Brück und Martin Tillmann.

Dabei präsentierte sich Dalmatien den Teilnehmern von seiner besten Seite: Die Nationalparks Krka und Biokovo boten einmalige Naturschauspiele, während pittoreske Städte wie Split und Dubrovnik mit architektonischen Meisterwerken aus vielen Jahrhunderten, mit wunderschönen Altstadtgässchen und mediterranem Flair aufwarteten. Dies aber war längst nicht alles, denn die spannende Reise führte über die Grenzen Dalmatiens hinaus bis nach Bosnien und Montenegro.

Nach der Ankunft in Split ging es für die Teilnehmer zunächst per Bustransfer zum Hotel an der Makarska Riviera, einem rund 60 Kilometer langen Küstenabschnitt zwischen Brela und Gradac mit herrlichen Stränden, kleinen, malerischen Küstenorten und dem imposanten Biokovo-Gebirge im Hintergrund. Am Morgen nach der Ankunft startete eine Exkursion in zwei einzigartige Städte. Zunächst ging es nach Trogir, dessen pittoreske Altstadt mit unzähligen verwinkelten Gässchen auf einer künstlich angelegten Halbinsel liegt, die schon zu griechischer Zeit durch einen Kanal vom Festland getrennt wurde. Das überwiegend aus Renaissance-, Barock- und Romanikgebäuden bestehende Städtchen hat sich seinen mittelalterlichen Charakter derart gut bewahrt, dass die Besucher glauben könnten, durch eine Museumsstadt zu schlendern. Die Teilnehmer besichtigten die dreischiffige St.-Laurentius-Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert mit drei halbrunden Apsiden, deren betont wuchtige Steinmassen, hängende Bögen, ein Zahnfries und verdickte Blätter erkennbare Merkmale der romanischen Baukunst sind. Auch der im Renaissancestil errichteten Kapelle des Heiligen Johannes statteten die Besucher aus Remagen einen Besuch ab und genossen noch einen herrlichen Blick vom Glockenturm, bevor es Zeit war für ein wenig Erholung in einem der örtlichen Straßencafés.

Nächstes Ziel an diesem Tag war Split, die lebhafte Hafenstadt mit einer annähernd 2000-jährigen Geschichte. Die gesamte Altstadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird überragt vom imposanten Palast des Kaisers Diokletian, den die Gäste aus Remagen natürlich besichtigten. Besucht wurden zudem die Altstadt, der Jupiter-Tempel und die Kathedrale. Anschließend war noch ausgiebig Zeit für einen Bummel durch die malerischen Gassen.

Besonderes Highlight

Am folgenden Tag stand für die Naturfreunde ein besonderes Highlight auf dem Programm. Die Teilnehmer fuhren zu einer Wanderung in das nahe gelegene Biokovo-Gebirge, das aufgrund seltener heimischer Pflanzen- und Tierarten sowie seiner einzigartigen Naturschönheit 1981 zum Naturpark erklärt wurde. Unterwegs zeigte Guide Ivo die einzigartige Flora und Fauna. Ein kleines Mittagspicknick mit Spezialitäten der Region sorgte für eine köstliche Stärkung. Am Nachmittag wurde – bei strahlendem Sonnenschein – noch eine Panoramabootsfahrt entlang der bildschönen Riviera Makarskas unternommen.

Ein weiterer Tagesausflug zu einmaligen Sehenswürdigkeiten Dalmatiens führte am nächsten Tag zunächst in das hübsche Šibenik, berühmt für seine einzigartige Baukunst. Hier gab es eine knapp zweistündige Führung durch die malerische Altstadt, die mit ihren verwinkelten Gassen, schönen Palästen und Bauwerken aus Gotik und Renaissance zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Besucher besichtigten die sehenswerte Kathedrale St. Jakob mit ihrer beeindruckenden Dachkonstruktion. Im Anschluss ging es in den Nationalpark Krka – ein Muss für jeden Dalmatienbesucher. Der rund 111 Quadratkilometer große Park ist bekannt für seine zahlreichen schönen Wasserfälle, Stromschnellen und Kaskaden, die sich teils über einzigartige Kalkterrassen talwärts stürzen. Für die Gäste aus Remagen gab es am Nachmittag einen geführten Rundgang durch den Park.

Richtung Süden ging es am nächsten Morgen. Unterwegs legten die Teilnehmer einen Zwischenstopp in Bosnien-Herzegowina – im hübschen Mostar – ein, dem ehemals mächtigen Handels- und Handwerkszentrum. Die Besucher trafen eine örtliche Führerin zur Besichtigung des Altstadtkerns mit der weltbekannten steinernen Brücke, die den Fluss Neretva mit einem einzigen kühnen Bogen überspannt. Weiter führte der Spaziergang bis zur Handwerksstraße im alten orientalischen Handelsviertel der Stadt, in dem sich zahlreiche Goldschmiede, kleine Läden und traditionelle Restaurants befinden. Die Kosik-Mehmed-Pascha-Moschee wurde ebenso besucht wie ein altes osmanisches Wohnhaus und die historischen Gassen. Im Anschluss erfolgte die Weiterfahrt nach Dubrovnik, zweifellos einer der schönsten Städte der Welt.

Die Erkundung Dubrovniks stand am sechsten Reisetag auf dem Programm. Die Stadt, mitunter auch „Perle der Adria“ genannt, erhebt sich stufenweise, von mächtigen Mauern und Bastionen umgeben, aus dem Meer. Die gesamte Stadt wurde zum UNESCO-Kulturerbe erklärt. Ein Führer, der die Besucher aus der Römerstadt vormittags begleitete, vermittelte einen Überblick über die Geschichte Dubrovniks. Als ausgesprochen sehenswert empfanden die Gäste aus Remagen den mächtigen Rektorenpalast, die Kathedrale und das Franziskanerkloster mit wunderschönem Kreuzgang und einer der ältesten, noch im ursprünglichen Zustand erhaltenen Apotheken Europas aus dem frühen 14. Jahrhundert. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. So konnte jeder durch die malerische Altstadt bummeln, einen Rundgang über die 2,4 Kilometer lange historische Altstadtmauer machen oder von einem der vielen Straßencafés aus das geschäftige Treiben auf der Flaniermeile Stradun beobachten.

Ausflug nach Montenegro

Ein örtlicher Reiseleiter begrüßte tags darauf die VHS-Reisenden zu einem Ausflug nach Montenegro, wo sie eine einmalige Landschaft erwartete: Die Bucht von Kotor wird von der Kulisse des etwa 2000 Meter hohen Lovcen-Gebirges eingerahmt. Die Fahrt führte zunächst nach Perast und von dort mit dem Boot zur Insel „Gospa od Škrpelja“. Auch die fast 2000 Jahre alte Stadt Kotor – berühmt für ihren mittelalterlichen Stadtkern – lud zu einem Besuch ein. Zu den bekannten Bauwerken gehören hier die St.-Tryphonius-Kathedrale, die romanische St.- Lukas-Kirche und der Uhrenturm im Renaissance-Stil. Einen weiteren Höhepunkt stellte die Fahrt über den Lovcen-Pass dar. Es ging zum Dorf Njeguši, bekannt für seinen geräucherten Schinken und erstklassigen Käse. Natürlich konnten die Teilnehmer eine Kostprobe bei einem kleinen Imbiss genießen. Während der Rückfahrt nach Dubrovnik erfolgte noch ein Zwischenstopp in der mittelalterlichen Stadt Budva, mit einzigartiger Architektur, bevor in einer schönen Steinmühle zu einem gemeinsamen Abschiedsabendessen eingekehrt wurde. Regionaler Wein sowie die typisch dalmatinischen Köstlichkeiten sorgten hier für ein lukullisches Erlebnis der ganz besonderen Art. Bis zum Transfer Richtung Flughafen war dann am folgenden achten Reisetag noch ein bisschen Zeit, ein letztes Mal das besondere Flair der Hafenstadt an der Adriaküste auf sich wirken zu lassen.

Die weltbekannte steinerne Brücke von Mostar, die den Fluss Neretva mit einem einzigen kühnen Bogen überspannt.

Die weltbekannte steinerne Brücke von Mostar, die den Fluss Neretva mit einem einzigen kühnen Bogen überspannt.

Im Krka-Nationalpark gab es zahlreiche Wasserfälle zu sehen.

Im Krka-Nationalpark gab es zahlreiche Wasserfälle zu sehen.

Die Remagener VHS-Reisegruppe vor der durch das rund 2000 Meter hohe Lovcen-Gebirge eingerahmten Bucht von Kotor.Fotos: VHS Remagen

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