Allgemeine Berichte | 08.07.2021

CJD Berufsförderungswerk Koblenz

Dank Ökoprofit fit für die Zukunft

Biodiversität und Energie sparen in Vallendar

Heumulchen auf dem Gelände des Berufsförderungswerkes – das Mähgut einer wildblumenreichen Wiese wird auf neue Flächen übertragen. Hierdurch werden die Wildblumensamen verbreitet. Foto: Kreis MYK

Kreis MYK. Bereits seit 2011 ist das CJD Berufsförderungswerkes (BFW) in Vallendar Teil des Ökoprofit-Netzwerkes und engagiert sich damit seit vielen Jahren im Bereich der Energieeinsparung und dem Schutz der Biodiversität. Träger des Projektes Ökoprofit sind neben dem Landkreis Mayen-Koblenz die Landkreise Mainz-Bingen und Bad Kreuznach sowie die Stadt Koblenz. Ökoprofit hilft beim Einstieg in ein Umwelt- und Energiemanagement. Teilnehmende Betriebe durchlaufen in der Einsteigerrunde acht themenbezogene Workshops und vier Vorort-Termine sowie eine Kommissionsprüfung zum Projektende. Verbrauchswerte werden erfasst und analysiert. Hierauf aufbauend werden im Unternehmen konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. So wird das Unternehmen dabei unterstützt, dauerhaft Einsparungen in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall zu erzielen und damit gleichzeitig einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Einsteigerrunde können Unternehmen am Ökoprofit-Klub teilnehmen. Hier werden aktuelle Fragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit in Unternehmen behandelt. „Bei jeder weiteren Klub-Runde haben wir neue Impulse für unsere Arbeit im Berufsförderungswerk erhalten. Wertvoll ist für uns auch der Austausch mit den anderen Unternehmen, so können wir gegenseitig von den gemachten Erfahrungen lernen“, sagt Lutz-Eckhard Jores, Kaufmännischer Leiter des BFW, das bereits an der siebten Klub-Runde teilnimmt.

Im Rahmen von Ökoprofit wurde in den vergangenen Jahren im Berufsförderungswerk eine Vielzahl kleiner und großer Maßnahmen umgesetzt, um die Nachhaltigkeit am Standort Vallendar weiter zu entwickeln. Einer der ersten Schritte zur Steigerung der Energieeffizienz war die Installation eines Blockheizkraftwerks, das durch die Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Wärme als auch elektrische Energie produziert. Durch das Kraftwerk und eine zusätzlich installierte Photovoltaik-Anlage kann ein Teil des eigenen Energiebedarfs gedeckt werden.

Parallel dazu gab und gibt es zahlreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung: So wurden unter anderem die Lüftungsanlagen in der Mensa durch effizientere Geräte ersetzt. Mit Förderung des Bundesumweltministeriums fand ein Austausch von 446 Lampen auf hocheffiziente LED-Technik im Ausbildungsgebäude statt. In einem weiteren Projekt sollen weitere 1.400 Leuchtstofflampen gegen LED-Röhren und auch die Außenbeleuchtung ausgetauscht werden.

Zum Ausbau der Elektromobilität wurden im BFW im Rahmen einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und des Bundesumweltministeriums fünf Ladepunkte auf dem Gelände errichtet sowie fünf Pedelecs und zwei E-Autos angeschafft. Die Elektrofahrzeuge stehen sowohl den Mitarbeitern als auch den Teilnehmern der Bildungsangebote zur Verfügung.

Seit 2019 beteiligt sich das Berufsförderungswerk auch am Projekt „Mehr als nur Grün“, das der Landkreis Mayen-Koblenz gemeinsam mit der Stadt Koblenz durchführt. Dabei soll die Biodiversität durch eine Anpassung der Pflege der großen Grünflächen rund um die Gebäude gesteigert werden. „Dazu wurden einzelne Flächen mit artenreichem regionalem Saatgut angelegt. Auf zahlreichen anderen Flächen wurde die Mahd auf ein bis zwei Mal jährlich reduziert, wodurch sich das schon vorhandene Pflanzenpotential des Bodens entwickeln kann und so Insekten und anderen Tieren neuen Lebensraum bietet.“, erklärt Rüdiger Kape, Projektverantwortlicher in der Kreisverwaltung. Um den Teilnehmern der Bildungsangebote und den eigenen Mitarbeitern die Bedeutung der Ressourcenschonung näher zu bringen, fand im April erstmals eine Umweltwoche statt, bei der anhand der umgesetzten Maßnahmen zu Umwelt- und Klimaschutz informiert und für Nachhaltigkeit im eigenen Alltag sensibilisiert wurde.

Weitere Informationen zu Ökoprofit gibt es bei Rüdiger Kape, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Tel. 02 61/108-4 20, ruediger.kape@kvmyk.de

Pressemitteilung Kreis MYK

Heumulchen auf dem Gelände des Berufsförderungswerkes – das Mähgut einer wildblumenreichen Wiese wird auf neue Flächen übertragen. Hierdurch werden die Wildblumensamen verbreitet. Foto: Kreis MYK

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