Allgemeine Berichte | 07.12.2016

Dekanat Cochem

Dankeschön-Abend

Dank an ehrenamtlich Aktive der Flüchtlingsinitiative

Valwig. Zu einem Dankeschön-Abend kamen elf Ehrenamtliche der Flüchtlingsinitiative Moselkrampen aus Valwig, Bruttig-Fankel, Ernst, Bremm, Senheim und Sehl in Valwig zusammen. Veronika Raß, Pastoralreferentin mit Auftrag zur Begleitung Ehrenamtlicher im Flüchtlingsbereich in der Pfarreiengemeinschaft Beilstein-Moselkrampen, leitete den Dank aus Politik und Kirche an die Ehrenamtlichen weiter: „Das Land steht zur humanen Flüchtlingspolitik angesichts des aufkommenden Rechtspopulismus in Europa. Wir gehen keinen einfachen Zeiten entgegen. Bitte lassen Sie sich nicht vom Engagement für Flüchtlinge abbringen. Das Land dankt für Mut, Menschlichkeit und Einsatz. Den Einsatz kann man nicht hoch genug einschätzen.“ Zitat Ministerin Anne Spiegel anlässlich des Fachtags „Nachhaltigkeit im Ehrenamt“. „Bischof Dr. Stephan Ackermann dankt dafür, dass das Evangelium glaubwürdig im Alltag umgesetzt wird.“ Zitat Stephanie Nickels, Abteilungsleiterin Gesellschaft und Politik im Bistum Trier anlässlich der 4. Flüchtlingskonferenz. Der Aufbau einer Kleiderkammer im ländlichen Raum des Moselkrampens, das Angebot eines kostenlose Alphabetisierungskurs durch die ehemalige Grundschulleiterin in Bruttig, der ehrenamtliche Einsatz der Reparaturwerkstatt von Radsport Schrauth, der bis zu 100 Räder ehrenamtlich fachmännisch verkehrstüchtig in Stand gesetzt hat, das sind einige Beispiele für professionell geleistetes Ehrenamt im Mokselkrampen. Man spricht über die guten Erfahrungen und erzählt Geschichten des Gelingens: So die Geschichte des scheuen Kleinkindes geboren in Vorderasien, das beim Anblick eines Moselschiffes laut ausruft: „Fisch“, die Mutter korrigiert: „Schiff“. Das Kind wiederholt: „Fisch“. „Schiff“. „Fisch“. Bis das Kind zum ersten Mal das Wort „Schiff“ sagt. Dann schaut das Kind die Mutter an und sagt in breitestem Moselfränkisch: „Ey, Mama!“ Man erzählt die Geschichte einer jungen Familie und der Freude des Vaters über die Geburt des jüngsten Kindes. Der Vater konstatierte: „In unserem Herkunftsland wäre dieses Kind nicht zur Welt gekommen. Es ist ein Mädchen.“ Oder der junge Afrikaner, der vor wenigen Monaten noch kein einziges Wort Deutsch herausbrachte, und nun wie selbstverständlich sagt, er wolle im kommenden Jahr die Prüfung Sprachniveau B1 ablegen. Motiviert hat ihn ein viertägiges Praktikum in einem Autohaus im Moselkrampen. Oder die Geschichte von drei Kindern, die stolz sind auf ihre Eltern, Analphabeten aus Afghanistan, weil sie sich der Mühe unterziehen, sich in der deutschen Sprache alphabetisieren zu lassen. Oder die Geschichte von denen, die inzwischen soweit inkulturiert sind, dass sie eigenständig und ohne ehrenamtliche Begleitung bei Radsport Schrauth persönlich vorsprechen und in ganzen Sätzen besprechen, welche Reparaturen durchzuführen sind: „Das Rad ist kaputt. Bitte… Danke.“ In gastfreundlicher Atmosphäre im Restaurant Fisch Fritz bei einem köstlichen Dinner blickte man gemeinsam auf ein Jahr zurück. „Sie gehören zu den Menschen, die zu einem Zeitpunkt, als die Wirklichkeit über Deutschland hereingebrochen ist und das Land sich quasi im Katastrophenmodus befand, also in einer Situation, die nicht vorauszusehen war, mit angepackt haben. Sie gehören zu denen, die ehrenamtlich Ihre „Profession“ einbringen und Strukturen im Flüchtlingsbereich aufbauen.“ bescheinigte Veronika Raß den ehrenamtlich Aktiven. Die Profession lautet: Menschlichkeit.

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