Eichendorff-Gymnasium entließ 89 Abiturienten
Das Abi-Motto: „BABICUE – Wir sind heiß und brauchen Kohle“
Koblenz. „Nach 13 oder mehr Jahren auf Sparflamme ist es nun endlich so weit: Wir sind gar und bereit für die Weiterverarbeitung. Doch egal, ob wir in die weite Welt verschifft, in der Uni zu Hackfleisch oder zu einer leckeren Gemüsepfanne verarbeitet werden, erinnern wir uns noch einmal an die vergangene Schulzeit, die uns stets begleiten wird.“ Mit diesen Worten und dem Motto „BABICUE“ verabschiedeten sich die diesjährigen Abiturienten von ihrem Eichendorff-Gymnasium. In seinen Abschiedsworten ging Schulleiter Hans-Georg Meier auf die Zeit am Eichendorff-Gymnasium ein, dort, wo neun Jahre „die Schulbank gedrückt wurde“. Doch wie ist das mit dem Schulbankdrücken? Eine Erklärung liefert der Germanist Dr. Rolf-Bernhard Essig: „Die Drückeberger, die sich verdrücken, machen klar, dass auf den letzten Drücker viel passieren kann. Im Ernst, die Schulbank zu drücken, das verwundert zu recht, freilich nur, wenn man a) den Spott dahinter nicht ahnt, b) die Drückbank nicht kennt. Bei a) geht es darum, dass jemand die Bank zwar drückt, und zwar mit dem Gewicht seines Sitzfleisches, aber offenbar zu wenig bis gar nichts lernt. Der Druck, der in der Schule auf die Schüler ausgeübt wird, kommt noch dazu. Bei b) geht es um Metallumformverfahren, bei denen die Drückbank zum Einsatz kommt. Dieses traditionelle Stück Umformtechnik konnte als Vergleich zur Schulbank sehr gut herangezogen werden, weil ja in beiden Fällen durch Druck etwas geformt werden sollte mithilfe einer Bank: einmal Metallteile, das andere Mal Schüler.“ Dazu nahm Oberstudiendirektor Meier direkt an die Abiturienten gerichtet Stellung: „Schülerinnen und Schüler durch Druck verformen? Wenn wir den Vergleich mit der Drückbank näher betrachten, bedeutet das ja, dass Ihr in den letzten Jahren in eine vorgegebene Form gepresst wurdet, dass Ihr alle aus diesem Prozess gleichgeformt herausgekommen seid. Wenn ich mir Euch so ansehe, so stimmt das sicher nicht. Jede und jeder von Euch ist glücklicherweise immer noch ein Individuum, hat sich eigenständig, manchmal auch eigenwillig entwickelt. Und das ist auch gut so. Diese Individualität ist für uns als Eure Lehrerinnen und Lehrer nicht immer leicht auszuhalten. Doch ist das Ziel unseres Schulsystems und insbesondere hier an unserm Eichendorff-Gymnasium nicht die Gleichschaltung der uns anvertrauten Kinder.“ Der Abiturgottesdienst in der Lahnsteiner St. Martin-Kirche stand unter dem Psalmvers „Du stellst meine Füße auf weiten Raum. In deinen Händen ruht meine Zukunft.“ Es folgte der traditionelle Abiball in der Stadthalle Lahnstein, bei dem bis tief in die Nacht der erfolgreiche Abschluss der Schulzeit gefeiert wurde.
Auszeichnungen
Auch in diesem Schuljahr gab es wieder etliche Preise zu vergeben. Den Buchpreis der Ministerin für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule ging an Clara Schwaab, die Preise des Vereins der Freund und Förderer des Eichendorff-Gymnasiums für besonderes Engagement in der Schule erhielten Sabine Wolfermann und Anna Ashraf, Preise für die Mitarbeit in der Schülerverwaltung gingen an Leonie Weiß, Arif Mohamed und Sarah Künster und für den besonderen Einsatz in der UNESCO-AG an Jan Binz, Mona Warnecke-Brühl sowie Nicola Keuser. Für den Traumnotendurchschnitt von 1,1 ehrte der Förderverein Nicola Deller, die auch den Preis der Gesellschaft Deutscher Biologen bekam. Weitere fachwissenschaftliche Preise gingen an Isabel Ackermann (Chemie), Hardi Lang und Florian Schlüter (Physik), Paula Sturm (Mathematik), Raphael Böhler und Lea Knipp (Sozialkunde) und Tabea Unkel (Philosophie).
Die Abiturienten (alphabetisch mit Wohnort)
Isabel Ackermann Bassenheim, Sarah Alberth Koblenz, Anna Ashraf Koblenz, Maurice Sean Bauer Trimbs, Jan Binz Winningen, Julian Boehnhardt Koblenz, Raphael Böhler Koblenz, Sören Boomgaarden Koblenz, Jennifer Buch Mülheim-Kärlich, Yosra Chawki Koblenz, Robin Chen Koblenz, Svea Christ Oberfell, Maja Christin Coors Lehmen, Medea Courbier Koblenz, Matthew Cowen Dieblich, Theo Damm Weitersburg, Nicola Katharina Deller Koblenz, Lennart Derdzinski Koblenz, Semen Dobroborskiy Koblenz, Hanna Dötsch Koblenz, Lena Dürr Koblenz, Lindsay Ediale Koblenz, Simon Endres Waldesch, Melanie Flohr Koblenz, Jana Hafermann Waldesch, Christoph Haussmann Koblenz, Denise Hellwig Mülheim-Kärlich, Felix Hodina Koblenz, Marius Hoffart Koblenz, Lars Hoffecker Lonnig, Noemi Jung Boppard, Natalie Kalinowski Dieblich, Berenike Kaul Koblenz, Nicola Keuser Koblenz, Alexander Klaß Alken, Lea Knipp Koblenz, Josua Kreuzmann Koblenz, Kristina Krey Koblenz, Marius Stefan Nikolaus Kühn Urbar, Marit Künster Alken, Sarah Künster Niederfell, Patricia Alexandra Landgraf Neuhäusel, Hardi Lang Koblenz, Simon Christoph Lerchen Höhr-Grenzhausen, Emily-Paula Liesenfeld Boppard, Cara Lindner Thür, Dominik-Oliver Linke Rhens, Jelena Meinen Lahnstein, Lisa Meyer Koblenz, Arif Mohamed Koblenz, Jana Morjan Koblenz, Paul Felix Müller Koblenz, Marie Luisa Müller Winningen, Julius Müller Koblenz, Klara Müller Kobern-Gondorf, Jonas Münch Vallendar, Luisa Murschall Boppard, Sadef Nadiri Koblenz, Jana Nikolaus Koblenz, Juliana Okechukwu Koblenz, Jan Philippsen Nörtershausen, Alina Pitsch Ney, Mehraj Raoufi Koblenz, Elena Reh Koblenz, Emma Reimann Koblenz, Lea Rüdell Urbar, Christin Sackenheim Koblenz, Michèle Sartorius Dieblich, Sarah-Maria Scheid Koblenz, Florian Schlüter Koblenz, Maximilian Schneider Brey, Melina Schuchmann Koblenz, Clara Schwaab Koblenz, Frederic Sihler Koblenz, Lucy Spenthof Koblenz, Berit Spieß Koblenz, Hanna Spohr Burgen, Paula Sturm Winningen, Annika Syrbe Dieblich, Sebastian Alexander Thon Simmern, Tabea Unkel Wolken, Moritz Sebastian Vismann Koblenz, Mona Warnecke-Brühl Koblenz, Annika Weber Wolken, Leonie Weiß Koblenz, Jacob Witzler Koblenz, Sabine Wolfermann Dieblich, Laura Wösting Koblenz, Gizem Mahide Yaman Vallendar.
