Allgemeine Berichte | 16.09.2016

Unfallkasse Rheinland-Pfalz wirbt für den „Zu Fuß zur Schule“-Tag

Das Eltern-Taxi hat Pause

Kinder auf dem Weg zur Schule. Ein Aufdruck auf dem Straßenbelag weist daraufhin, dass hier mit Kindern zu rechnen ist.DVR

Andernach. Die Teilnahme am Straßenverkehr ist und bleibt ein Risiko – besonders für Kinder. Verkehrssicherheitstraining sollte deshalb möglichst früh für sie zum Alltag gehören. Ihr Können vertiefen Kinder am besten, wenn sie regelmäßig zu Fuß unterwegs sind – anfangs unter Anleitung der Eltern oder in der Kitagruppe. Die Möglichkeit, allein den Schulweg zu meistern, haben viele Kinder nicht, da sie mit dem „Eltern-Taxi“ zur Schule gebracht werden. So verpassen sie die Chance, das richtige Verhalten an Ampel und Zebrastreifen zu üben und zu vertiefen. „Darauf macht der Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ aufmerksam, der am 22. September stattfindet.

Mit Aktionstagen und Projekten Unfällen begegnen

Die Zahl der Unfälle auf dem Kita- oder Schulweg lag in Rheinland-Pfalz im Jahr 2015 bei 5.420 Meldungen. „Und genau hier steuern wir mit dem „Zu Fuß zur Schule-Tag“ sowie unseren Schulungsprojekten entgegen. Gezielt setzen wir uns dafür ein, die Unfälle mit Kindern drastisch zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und damit auf ‚Null‘ zu setzen“, betont Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Doch Aktionstage oder Projekte allein reichen nicht aus, um Kindern Sicherheit im Straßenverkehr zu geben. Regelmäßiges Üben und das Sammeln eigener Erfahrungen schützt Kinder vor Unfällen. Das Training sollte spätestens im Vorschulalter beginnen. „Wenn ein Kind stets vom ‚Eltern-Taxi‘ in die Schule gebracht wird, lernt es die Gefahren im Straßenverkehr nie selbst kennen“, spricht Manfred Breitbach bewusst die Eltern an. „Ihnen obliegt die Vorarbeit bei der Verkehrserziehung Ihrer Kinder. Und dazu gehört auch das eigene Verhalten“, so der Geschäftsführer weiter. Niemand dürfe sein Vorbildverhalten unterschätzen, denn Kinder lernen durch Nachahmen. Das sollte jedem bewusst sein. Breitbach warnt zudem vor den nicht zu unterschätzenden Gefährdungen durch das hohe Verkehrsaufkommen zur Rushhour an Schulen und Kitas.

Bewegung hat einen positiven Effekt

Die Schulung der Verkehrssicherheit ist nicht das einzige Argument für einen möglichst autofreien Schulweg. „Die Bewegung an der frischen Luft kurbelt Kreislauf und Stoffwechsel mit vielen positiven Folgen an. Deshalb sollte für das Thema am 22. September bewusst sensibilisiert und auf das ‚Eltern-Taxi‘ möglichst verzichtet werden“, wirbt Manfred Breitbach für den autofreien Schulweg. Zudem macht es Kinder selbstbewusster, wenn ihre Eltern ihnen etwas zutrauen und sie ihren Schulweg – natürlich nach ausreichendem Üben – alleine meistern dürfen. Rund 850.000 junge Menschen genießen als Kita-Kinder und in der Schule sowie später im Studium gesetzlichen Unfallversicherungsschutz durch die Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Der Versicherungsschutz ist für sie kostenfrei. Die Unfallkasse informiert auf ihrer Internetseite www.ukrlp.de zum Versicherungsschutz unter Webcode b253 und zu Verkehrssicherheitsprojekten sowie kostenfreien Medien unter Webcode b251.

Pressemitteilung Unfallkasse

Rheinland-Pfalz

Kinder auf dem Weg zur Schule. Ein Aufdruck auf dem Straßenbelag weist daraufhin, dass hier mit Kindern zu rechnen ist.Foto: DVR

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