Eifelverein Remagen war rechtsrheinisch unterwegs
Das Gipfelkreuz war abgesägt
Remagen. Auch rechtsrheinisch lässt sich gut wandern. Und man muss dafür auch gar keine großen Anfahrtswege in Kauf nehmen. Gleich gegenüber Kripp, in Linz, starteten die Remagener Eifelfreunde ihren Rundweg über die Rheinhöhen, zunächst Richtung Dattenberg. Ein gutes Stück im Wald bergauf, und schon wurde man für die kleine Mühe oberhalb eines Weinbergs bei klarem Wetter reich belohnt mit einer Fernsicht bis weit hinein ins Ahrtal und über die Eifelhöhen. Ein Berg mit Turm am Horizont gab ein Rätsel auf. Ob das die Hohe Acht sein könne? Natürlich nicht, das war vielmehr der Krausberg oberhalb Dernau, der sich aus dieser ungewohnten Perspektive als isolierter Bergkegel zeigte. In Dattenberg erläuterten eine Schautafel und eine massive, ehemals auf Schienen geführte Holzlore, wie beschwerlich die gefahrvolle Arbeit im Steinbruch in früheren Zeiten war. Die Basaltvorkommen sind ausgebeutet, übrig geblieben ist unter anderem der Schwarze See, geheimnisvoll blaugrün dunkel schimmernd tief unten am Grund eines ehemaligen Basaltbergbaues.
Oberhalb Leubsdorf war das bekannte, gut sechs Meter hohe hölzerne Koppe-Kreuz das eigentliche Ziel der Wanderung. Aber wo war es? Einfach weg, spurlos verschwunden. Nein, doch nicht ganz spurlos, am Boden fand sich noch reichlich Sägemehl. Und so steht zu hoffen, dass hier nicht blinder Vandalismus am Werk war, sondern dass dieses Kreuz im Lauf der Jahre so morsch geworden war, dass es abgebaut werden musste und alsbald durch ein neues ersetzt wird. Auch von dort gab es wieder einen höchst reizvollen Ausblick über Rhein und Eifel und auf den unten im Tal liegenden, verträumten Ort Leubsdorf. Für den Rückweg wählten die Wanderer den Rheinsteig, ließen sich den großartigen Blick auf Remagen von der Linzer Aussichtsplattform natürlich nicht entgehen und nahmen auch gerne die Gelegenheit wahr für eine Einkehr im Winzerhaus auf halber Höhe am Linzer Kaiserberg.
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