Allgemeine Berichte | 08.12.2017

Weihnachten steht vor der Tür

Das Jesuskind weint

Das Krippenspiel im Kindergarten. Privat

Kreisstadt. Oh Du fröhliche Weihnachtszeit! Überall duftet es nach Plätzchen und ein reges Treiben ist im Gange. Es fallen auch keine „bösen“ Wörter; denn bald ist Weihnachten und das Christkind bringt nur den braven Kindern was! Anno 1989 wird ein Weihnachtsmärchen wahr: Der Stolz jeder Mutter und Oma ist eingetreten: Sonja hat die Hauptrolle im Krippenspiel! Sie, die immer so fröhlich lacht und vor Freude strotzt, spielt die Maria! Sie nahm das - für uns unverständlich - ganz gelassen hin und überließ uns das Lampenfieber! Zur Aufführung sitzen wir alle mit feuerroten Wangen im Pfarrheim zwischen den Zuschauern: Papa, Mama, Kerstin, die mittlerweile schon zur Schule geht und Oma! Sonja ist in der Garderobe und wir bekommen vor Aufregung keinen Bissen von dem leckeren Kuchen runter. Das Glöckchen ertönt und augenblicklich senkte sich der Geräuschpegel. Die Kinder singen mit Inbrunst ein Weihnachtslied. Der Vorhang öffnet sich und dann sehen wir sie in einem weißen Kleid und darüber ein königsblauen Schleier, der sie Kopf bis zu den Füßen einhüllt: unsere Sonja-Maria! Wie würdevoll sieht sie aus und nimmt die Rolle ganz ernst! Neben ihr trottet, einen Arm untergehakt und auf einen dicken Knüppel gestützt, der Alexander (Kallert) -Josef. Man sieht ihnen die Not und die Armut an. Sie ziehen von Haus zu Haus, und bitten um eine Herberge.

Überall werden sie abgewiesen und verschwinden schließlich von der Bühne. Der Verlauf des Stück geht weiter und jeder kennt ihn: den Hirten erscheint der Engel und Herodes hat Böses im Sinn. Im dritten Akt ist der eigentliche Akt schon vorüber, denn Maria hat schon ihr Kind! Und was für ein Prachtexemplar: Nicht Die aus der Spielecke, die während der Proben als Double oder Dummy her halten musste! Nein! Hier war Qualität angesagt! Im Nacken das Markenzeichen einer Schildkröte und das Kind war richtig schwer! Maria sitzt so kurz nach der Geburt auf dem Stuhl und Josef steht gelangweilt schräg dahinter. Auf dem Kopf ein Hut, der viel zu groß ist und immer noch den schweren Stock in der linken Hand. Die Gäste kommen und bringen Geschenke für das Jesuskind, das just in dem Moment der Mutter Maria aus den Händen gleitet und mit einem „Mama“ zu Boden stürzte!

Nun ist es rum mit Demut und Dankbarkeit wegen der Geschenke! Bei Maria ist mit einem Schlag der Sinn fürs technische geweckt und das Jesuskind wird an den Füßen hochgezogen. In Windeseile geht es ihm an die Wäsche, um die Herkunft des „Mama“ zu klären!

Josef interessiert das nicht die Bohne - auch nicht, was die Gäste da an Geschenken anschleppten: Brot, Myrre von der Spielwiese, Weihrauch aus dem Sandkasten, Silber in Form von Blechdosen und Gold - was immer es sein mochte! Wären es wenigstens „Goldbären“, die treffen nämlich eher seinen Geschmack! Mit einer stoischen Gelassenheit stülpt er seinen viel zu großen Hut auf den Stock und stellt im gleichen Moment fest, dass er sich da oben wunderbar drehen lässt! Damit hat sich das Krippenspiel gewandelt: Maria hat mittlerweile herausgefunden, dass das Jesuskind plärrte, wenn man es auf den Kopf stellt und dann wieder auf die Füße holt und machte nix anderes mehr. Josef lässt mit Begeisterung seinen Hut tanzen und nur die Engelchen stehen ganz brav außen herum und halten die Ärmchen auseinander, damit die Flügel in voller Entfaltung zur Geltung kommen. Dazwischen wuseln noch ein paar Hirten - ansonsten eine ganz begeisterte Maria und ein aktiver Josef. Schnell noch ein Lied; denn das ist das Einzige, was noch zu einem würdigen Abschluss führt. Ich bin so stolz auf meine Sonja die so souverän ihren Part spielt und dem Papa gefällt der Schluss, wobei er seine Leidenschaft als Talent bei Sonja entdeckt! Wie heißt es so schön: Schwenk de Hoot on maach et jood!

Das Krippenspiel im Kindergarten. Foto: Privat

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