Dritte Neuauflage des Sinziger Weihnachtsmarkts / Adventsmarkts sorgte erneut für positive Reaktionen
Das Kind heißt jetzt Adventsmarkt
Sinzig. Das Kind hat einen neuen Namen und heißt jetzt Adventsmarkt. Seis drum: Auch die dritte Auflage des neuen Sinziger Adventsmarktes/Weihnachtsmarktes begeisterte. Die Veranstaltung sorgte für eine selten erlebte positive Resonanz. Das vorweihnachtliche Marktgeschehen hat sich vom unscheinbaren Entchen zum strahlenden Schwan gewandelt. Der Markt zu Weihnachten in Sinzig hat in den vergangenen Jahren auch und gerade wegen der Coronapause viele sehr positive Entwicklungen genommen. Da ist zum einen die Mittelalterabteilung des Marktes und zum Zweiten machte sich in diesem Jahr sehr positiv bemerkbar, dass man mit dem Weihnachtsmarkt bereits am Freitagabend begann.
Da ist an erster Stelle immer noch der Sternenzauber zu nennen. Die Stadt Sinzig und die Aktiv-Gemeinschaft haben da über Jahre hinweg gemeinsam ein einmaliges und atmosphärisch sehr dichtes weihnachtliches Beleuchtungskonzept für die gesamte Innenstadt entwickelt. Die hochmoderne LED-Beleuchtung sorgte an allen Ecken für sehr heimelige Weihnachtsstimmung und allerbeste Weihnachtsmarktgrundlagen. I-Tüpfelchen sicherlich das als großer Adventskalender illuminierte Rathaus. Dies wurde in diesem Jahr noch einmal besonders deutlich. Und natürlich zeigt die Balkontür des Bürgermeisterzimmers das Törchen Nummer 24.
Aber auch das Angebot auf dem Markt selbst hat sich in den vergangenen Jahren zum Positiven gewendet. Viel Kunsthandwerk und vorweihnachtliches nicht nur in Sachen Krippen und Weihnachtsschmuck war zu bestaunen und natürlich auch zu kaufen. Und so präsentierte sich der Markt mit einem vielfältigen und großen Angebot, das in der Region so wohl seinesgleichen sucht.
Als ein in den vergangenen Jahren mehr und mehr gewachsenes Hüttendorf präsentierte sich der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz.
Grundlage beim Markt: Wie immer wurde erneut Wert auf ein rein vorweihnachtliches Warenangebot gelegt. Baumschmuck, Krippen und viele Accessoires rund um die Festtage konnten bewundert und natürlich auch gekauft werden. Ergänzt wurde dieses um ein durchgängiges Adventsprogramm, das auf der Bühne vor dem Rathaus präsentiert wurde.
Gemütliches Hüttendorf
Und zu Füssen von Sankt Peter entwickelte sich im Hüttendorf vor allem nach dem Hereinbrechen der Dunkelheit eine ganz besondere Atmosphäre. Dabei behält dieser Teil des Weihnachtsmarktes seine Ursprünglichkeit. Denn wie in den Anfängen waren auch wieder viele Sinziger Vereine und Institutionen mit von der Partie. Bei der CDU gab es roten Glühwein und bei den Jusseps-Jonge, dem ältesten Sinziger Verein aus dem Jahr 1300 wurde erneut die Variante „Weißer Glühwein“ gepflegt. Die SG Westum-Löhndorf, Sinziger Möhnen und der TV Sinzig boten ebenfalls süße bis deftige Küche.
Einen begeisterten und freudigen Empfang gab es auch für die Mittelalterabteilung des Weihnachtsmarktes. Dieses Marktangebot des Vereins „Wir helfen“ ist nach einigen Jahren des Asyls in Remagen bereits zum dritten Mal wieder nach Sinzig zurückgekehrt. Rund um Sankt Peter gab es nicht nur für die Pänz einen kleinen Abenteuerparcours unter anderem mit Bogenschießen zu entdecken. Der Verein selbst betrieb einen großen Punschstand.. Vor allen Dingen die großen Feuershows der Mittelalterabteilung sorgten Abends für Abwechslung und Stimmung im lebhaften Lichtermeer des Marktes.
Musik und mehr
Beim Sinziger Teil der Weihnachtsmärkte am Rhein hatte die Stadt vor allem auf dem Kirchplatz für ein umfangreiches Kultur- und Unterhaltungsprogramm gesorgt. Die begann am Freitag bereits mit einem Auftritt vom Holger Queck. Und in den Abendstunden entwickelte sich die große Feuershow der Mittelalterabteilung zu einem gefeierten Stück Marktgeschehen. Am Samstag wurden die Sinziger Turmbläser in Sankt Peter bejubelt und auch Kirchenmusiker Benedikt Röhn fand die Fans und Besucher beim Weihnachtskonzert. Gefeierter Star, vor allen Dingen bei den kleinen Besuchern, war Kasper der Gaukler. Der fand ebenso viel Zuspruch wie der Nikolaus bei seinem Besuch am Sonntagnachmittag. Aber auch rund um den Weihnachtsmarkt gab es viel zu entdecken.
Auf große Begeisterung stießen auch die musikalischen Platzkonzerte der Remagener Jagdhornbläser und von Batida de Samba. Deren brasilianische Klänge sorgten für beste Stimmung. Ins Unterhaltungsprogramm mischten sich auch mittelalterliche Töne und wiederholt die große Feuershow, die man ja auch vom Barbarossamarkt kennt. Stark mit einbezogen in diesem Jahr auch Sinzigs Wahrzeichen Sankt Peter.
Es war einfach ein vielfältiges und rundes Kulturangebot, das bestens auf das Marktgeschehen abgestimmt war. Das Marktgeschehen in Sinzig war eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit und der Sternenzauber als neue Weihnachtsbeleuchtung fand viele Fans nicht nur bei den Sinzigern, sondern auch bei den Besuchern. Die dritte Neuauflage des Weihnachtsmarktes in Sinzig zeigte, bei aller Begeisterung der Besucher aber auch wie viel Potenzial immer noch in der Veranstaltung steckt. Dies werden Stadt, Aktiv-Gemeinschaft „Wir helfen“ und die Marktbeschicker in Zukunft wohl weiter vorantreiben wollen. Für den längsten Weihnachtsmarkt am Rhein, also für die Weihnachtsmärkte in Sinzig. Bad Breisig und Remagen gab es auch wieder eine Verbindung per Shuttlebus. Für die Härtefans der Weihnachtsmärkte natürlich eine richtig gute Gelegenheit, sich kostenlos zum ganz großen Weihnachtsmarktbummel chauffieren zu lassen. Der Weihnachtsmarkt Pardon Adventsmarkt des Jahres 2024 war einmal mehr eine ganz besondere Veranstaltung. Bleiben zwei kleine Kritikpunkte. Ersten es gab keine Rievkooche. Die Arbeit mit der rheinischen Spezialität, in Sinzig lange Zeit ein Markenzeichen der Weihnachtsmärkte, wollte sich wohl kein Verein und keine Institution antun. Zweitens: Weihnachtliche Hintergrundmusik war kaum zu vernehmen. Kein Versäumnis der Veranstalter, sondern, eine neue GEMA-Regelung. BL
Das Angebot an den Weihnachtshütten ließ keine Wünsche offen. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
Die beeindruckenden Feuershows zogen die Blicke der Marktbesucher auf sich. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
Der mittelalterliche Teil begeisterte die Besucher ebenso. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
