Allgemeine Berichte | 19.07.2023

Informationsveranstaltung des Kreis-Jugendamtes für Tagesmütter zur Stärkung der Frühwarnsysteme

Das Kindeswohl steht im Zentrum

Die Tagesmütter im Kreis Neuwied bildeten sich weiter, um bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung schnell und richtig reagieren zu können.  Foto: Kreisverwaltung Neuwied/Andreas Saal

Kreis Neuwied. Tagesmütter sind oftmals die ersten Menschen außerhalb der Familie, zu denen Kinder eine Bindung aufbauen. Landrat Achim Hallerbach betont: „Sie sind damit wichtige Bezugspersonen, natürlich auch für die Eltern. Manchmal sind sie aber auch die ersten Personen, die Veränderungen im Verhalten der Kinder oder im Familiensystem wahrnehmen und Hinweise auf eine (sich anbahnende) Kindeswohlgefährdung geben können.“ Keine leichte Situation und damit eine sehr verantwortungsvolle Rolle im Zusammenwirken mit den Eltern. Er hob die wichtige Rolle der Tagesmütter im Gesamtkontext Familie, Kitas sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hervor. „Unsere Tagesmütter sind eine wichtige Säule in der Betreuungsstruktur“, so Achim Hallerbach. Mit der erst kürzlich vorgenommenen Erhöhung der Kostenerstattungen für Tagesmütter sei damit im Kreis Neuwied auch eine Wertschätzung für die wichtige Arbeit vorgenommen worden.

„Kinderschutz ist unsere Pflichtaufgabe. Zusammen mit allen Tagespflegepersonen möchten wir unsere Frühwarnsysteme stärken“, machte Landrat Achim Hallerbach den Sinn der Veranstaltung in seiner Begrüßung deutlich.“

Derzeit fördert der Kreis Neuwied rund 130 Betreuungen, meist von sehr jungen Kindern unter drei Jahren. Um deren Tagesmütter zu unterstützen, boten die Fachleute des Kreis-Jugendamtes jüngst eine Informationsveranstaltung zum Thema „Umgang mit Kinderwohlgefährdung“ an. „Wir organisieren diese Veranstaltung für all unsere Tagespflegepersonen. Das ist eine ,Serviceleistung‘, spiegelt aber auch unseren eigenen Anspruch wider, die gesetzlichen Vorgaben möglichst gut umzusetzen“, machte Uwe Kukla als stellvertretender Leiter des Jugendamts deutlich und wies darauf hin, dass das Kreisjugendamt einen eigenen Gefährdungsdienst unterhält, in dem sich mehrere Fachkräfte mit der Prüfung von Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung beschäftigen. Außerdem ist das Kreisjugendamt an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. „Das Kindeswohl steht im Zentrum“, betonte er. Die genauen Abläufe innerhalb des Kreisjugendamts Neuwied bei Meldungen zu möglichen Kindeswohlgefährdungen erläuterte Christina Mehler als Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes nachvollziehbar. Neben ihr referierten Laura Rockenfeller (Netzwerkkoordinatorin Kindeswohl), Jasmin Assadian und Werena Herzog (beide Fachdienst Kindertagespflege) sowie Christina Bode (INSOFA) von der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe in Oberbieber zu den verschiedenen Fachthemen. Fazit: Es ist ratsam, auch bei dem leisesten Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung Kontakt zur „Insoweit erfahrenen Fachkraft“ (INSOFA) aufzunehmen, um den Verdacht –anonymisiert- zu betrachten und gegebenenfalls entsprechende Schritte einzuleiten. Tagesmütter betreuen als familiennahe Alternative - in Ergänzung zum Angebot der Kindertagestätten – bis zu fünf Kinder im eigenen Haushalt. Informationen rund zum Thema Kindertagespflege sowie auch zum og. Thema geben die Kollegen vom Fachdienst Kindertagespflege der Kreisverwaltung Neuwied: Jasmin Assadian, Tel. (0 26 31) 803 334, E-Mail jasmin.assadian@kreis-neuwied.de und Werena Herzog, Tel. (0 26 31) 803-346, E-Mail werena.herzog@kreis-neuwied.de Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

Die Tagesmütter im Kreis Neuwied bildeten sich weiter, um bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung schnell und richtig reagieren zu können. Foto: Kreisverwaltung Neuwied/Andreas Saal

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