Landrat Manfred Schnur eröffnete Prüssen-Ausstellung im Kulturcafé in Cochem
Das Lebenswerk besteht fast ausschließlich aus Landschaftsbildern
Cochem. Großer Bahnhof war im Kulturcafé Germania in Cochem angesagt, als Landrat Manfred Schnur eine Laudatio auf den Landschaftsmaler Clemens Prüssen (1888-1966) hielt, in dessen Gedenken zu seinem 50. Todestag aktuell eine Kunstausstellung mit 50 seiner schönsten Gemälde aus privater Hand präsentiert wird. Gut 50 Ehrengäste hatten sich zur Ausstellungseröffnung eingefunden, zu der auch Staatssekretärin Heike Raab ihre Aufwartung machte. Daneben zahlreiche Kunstliebhaber und Prüssen-Fans, die Ausstellungsleiter und Germania-Geschäftsführer Herbert Budweg begrüßte. Ihm war es auch vorbehalten, den berühmten Maler, der sich zeitlebens überwiegend mit Motiven aus der Eifel beschäftigte, in Form einer kurzen Biografie dem Publikum vorzustellen: Demnach wurde Clemens Prüssen am 18. Juni 1888 in Köln als Sohn der Fabrikantenfamilie Felix Prüssen geboren. Von 1904 bis 1910 besuchte er erfolgreich die Kunstakademie in Düsseldorf, an der später auch der bekannte Cochemer Maler Josef Steib erste Lorbeeren verdiente. Seinen Unterricht genoss Prüssen hier bei dem ebenfalls erfolgreichen Maler Prof. Eduard von Gebhard. In der Folge absolvierte er überdies Studien an der Kunstakademie München bei Prof. Franz Stück sowie an der Kunstakademie in Karlsruhe bei Prof. Ludwig Dill.
Einzigartige Eifel-Bilder
Bis 1928 ging Prüssen seiner Lieblingsbeschäftigung, dem unbeschwerten Malen in der Eifellandschaft nach, da ihn bis zu diesem Zeitpunkt keine finanziellen Nöte drückten. Erst als sein Vater in diesem Jahr starb und der elterliche Betrieb (Maschinenfabrik für die Glasindustrie) mangels Nachfolger schließen musste, änderte sich das Leben von Clemens Prüssen. Er zog nach Köln-Klettenberg, wo er jetzt mit dem Verkauf seiner Gemälde seinen Lebensunterhalt bestreiten musste. In der Folge fiel darunter auch die beträchtliche Sammlung seiner einzigartigen Eifelbilder, die an Beliebtheit immer mehr zunahmen. In dieser Zeit unterhielt er auch freundschaftlichen Kontakt zu Berühmtheiten wie Fritz von Wille und Ernst Inden, mit denen er zusammen die Eifel bewanderte und malte. Der Einfluss von Fritz von Wille ist in Prüssens Gemälden deutlich erkennbar. Für eine offizielle Kunstförderung hielt sich Prüssen 1936 einhergehend mit einem Malaufenthalt in Mayen auf. Darauf folgten zahlreiche Ankäufe seiner Bilder durch die Stadt Köln. Nach dem Krieg, ab 1945, widmete sich der Künstler dann wieder dem Malen von Eifellandschaften, die dann auch immer wieder im Kunsthandel zum Verkauf auftauchten. Am 24. Oktober 1966 erlag Prüssen einem schweren Herzleiden. Danach löste der Sohn aus erster Ehe den Haushalt auf und es konnten aufgrund dieser Tatsache leider keine persönlichen Unterlagen mehr gesichert werden. Das Lebenswerk von Clemens Prüssen besteht fast ausschließlich aus Landschaftsbildern. Hierbei überwiegen deutlich jene aus der Eifel, von denen die meisten Motive, angelehnt an die Freundschaft mit Ernst Inden und Fritz von Wille, in der Nordeifel im Raum Schleiden anzutreffen sind. Aber auch die Vulkaneifel mit ihren Maaren im Raum Daun spielen in den Gemälden von Prüssen eine wichtige Rolle. Daneben gibt es noch Rheinansichten und Motive aus dem Ahrtal. Meist ist es unberührte Natur, die der Maler in seinen Werken festgehalten hat, und die sind einfach authentisch und wunderschön.
In Erinnerung an die Künstler
Mit der aktuellen Ausstellung, die im Kulturcafé noch mehrere Wochen zu sehen ist, will man von offizieller Seite erreichen, dass durch die Präsenz in der Öffentlichkeit solche Künstler, wie auch der Cochemer Maler Josef Steib, auch künftig nicht in Vergessenheit geraten. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich.
Einzigartige Bilder des berühmten Eifelmalers Clemens Prüssen gibt es derzeit im Kulturcafé Germania zu sehen.
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