Allgemeine Berichte | 12.05.2020

2020 ist alles anders: Der Weihnachtsmann rettet den 1. Mai

Das Maibaum-Wunder von Adenau

oder: Das Märchen vom „Mainachtsmann“

An der Fatima-Kapelle in Breidscheid las der „Mainachtsmann“ die Messe zum 1. Mai. Fotos: privat

Adenau. Schon im Dezember 2019 sah ein besorgter Adenauer Bürger, wo es 2020 hinführt. Er schrieb an den Weihnachtsmann und bat ihn um Hilfe, was dieser sofort zusagte, da der Bittsteller fromm und unbescholten war. So gingen die Monate ins Land und jede Woche kamen schlimmere Meldungen. Kontaktverbote, Arbeitsverbote, Ausfall von Ostern, Maibaum-Verbot. Doch stopp: jetzt löste der junge Mann seine Bitte beim Weihnachtsmann ein. Dieser packte sofort riesige Geschenke, Baum und Wintersportgeräte ein (wie er halt so ist) und startete sofort durch. Aber o weh, der Schlitten brach aufgrund der großen Last entzwei und der Weihnachtsmann brach sich ein Bein. Was jetzt? Das kann doch nicht sein. Die armen Adenauer!

Im Krankenbett überlegte der Weihnachtsmann genau und kam zu dem Entschluss: „Mein Schwager, die dumme Nuss, einer der heiligen Nothelfer, muss ran“. Und so wurde er zum „Mainachtsmann“. Kleiner Schlitten, kleiner Baum. So kam der tapfere „Mainachtsmann“ in Adenau an. Viel zu spät, es wird bald hell, schnell alles hingestellt, ein Foto noch und fast schon wieder weg. Halt! Nach Breidscheid noch, an die Fatima-Kapelle. Sonst fällt die Heilige Messe am 1. Mai aus. Nicht mit uns. Um 6 Uhr aus der Bibel vorgelesen, Kerze aufgestellt, geschafft! Und jetzt zu meinen Freunden auf den Blocksberg zum Tanz in den Mai. Endlich Feierabend…

PS: Leider kam die Mitteilung erst so spät, da der „Mainachtsmann“ auf dem Blocksberg noch versackte und als Letzter die Fluggenehmigung zur Abreise bekam.

Mit freundlichen Grüßen

vom „Mainachtsmann“

Sein Schlitten brach entzwei, doch der Weihnachtsmann trug Sorge dafür, dass die Adenauer auch dieses Jahr einen Weihnachtsbaum bekommen – oder zumindest etwas Ähnliches.

Sein Schlitten brach entzwei, doch der Weihnachtsmann trug Sorge dafür, dass die Adenauer auch dieses Jahr einen Weihnachtsbaum bekommen – oder zumindest etwas Ähnliches.

„Normalerweise steht hier ein edler Baum, Maibaum auch genannt, 25m hoch, schön geschmückt, und sehr gelaunt. Doch das Virus kam dazwischen. Verbot! Verbot! Der Maibaum, der ist tot! Brauchtum hin und Brauchtum her, ein Weihnachtsbaum muss her, noch nicht verboten, aber schön, das muss für dieses Jahr gehn. Ist das Virus noch so schlimm und seine Folgen tragisch, ohne Spaß hat das Leben keinen Sinn, sag ich euch wahrlich!“, steht auf der Tafel geschrieben.

„Normalerweise steht hier ein edler Baum, Maibaum auch genannt, 25m hoch, schön geschmückt, und sehr gelaunt. Doch das Virus kam dazwischen. Verbot! Verbot! Der Maibaum, der ist tot! Brauchtum hin und Brauchtum her, ein Weihnachtsbaum muss her, noch nicht verboten, aber schön, das muss für dieses Jahr gehn. Ist das Virus noch so schlimm und seine Folgen tragisch, ohne Spaß hat das Leben keinen Sinn, sag ich euch wahrlich!“, steht auf der Tafel geschrieben.

An der Fatima-Kapelle in Breidscheid las der „Mainachtsmann“ die Messe zum 1. Mai. Fotos: privat

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