Blühende Oasen helfen den Bienen und auch den Menschen
Das Maifeld wird bunter
Münstermaifeld. Das Maifeld wird bunter. Zwei Beispiele: In Münstermaifeld sind circa 35.000 Quadratmeter (3,5 Hektar) Bienenweide entstanden. Die Stadt stellte den Samen zur Verfügung, die Bürger nahmen das Angebot begeistert an. Beispiel zwei: Entlang von Bächen, Feldern und Straßen haben unsere Landwirte weit über zehn Hektar Blühinseln geschaffen. Diese bunten Oasen geben Insekten und damit auch den Vögeln Nahrung und bescheren dem Niederwild Rückzugsräume. Gleichzeitig erfreuen sie den Spaziergänger, der selten gewordene Pflanzen und Tiere beobachten kann.
„Ertrag ist das Wichtigste; die Menschen müssen ernährt werden. Das haben wir noch in der Schule gelernt“, berichtet Franz Gilles aus Gappenach. Heute dagegen werde den Bauern ein schlechtes Gewissen eingeredet, wenn sie konventionell arbeiten.
„Aber Bio geht nicht überall und nicht jedes Jahr“, sagt der Landwirt, der zusammen mit seinem Sohn Stefan den Hof Neumühle betreibt. Auf insgesamt sechs Hektar ihrer Fläche haben die beiden insektenfreundliche Blühstreifen eingesät. „Und wir sind nicht die Einzigen. Die meisten Gappenacher und viele andere Maifelder Landwirte machen mit und leisten ihren Beitrag für die Umwelt.“ Unterstützt werden sie dabei von Agrarumweltprogrammen der EU.
In den neu geschaffenen bunten Ecken ist jede Menge Leben. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Mücken schwirren um Ringelblumen, Klee, Malven und Sonnenblumen. Spatzen, Meisen, Kleiber, Schwalben, auch Falken und Milane gehen auf die Jagd. Sogar Schwarzstörche wurden schon gesehen.
Bis zu zwei Meter hoch werden die Blumen und geben damit auch Hasen, Feldhühnern, Rehen und Wildschweinen Schutzräume. Um einer unkontrollierten Verbuschung entgegenzuwirken, werden die Parzellen im Winter gepflügt und im Frühjahr neu eingesät mit bienenfreundlichen Pflanzen. Vielleicht kommen im nächsten Jahr ja noch mehr Blühoasen entlang der Felder, auf öffentlichen und privaten Flächen, dazu. Jeder Grundstücks- und Gartenbesitzer kann seinen Beitrag dazu leisten, indem er zugunsten von blühenden Stauden und Sträuchern auf die derzeit beliebten toten „Steingärten“ verzichtet. Die Natur wird es danken.
Pressemitteilung der
Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld
