Allgemeine Berichte | 06.06.2019

Vom Supermarkt bis tief unten im Meer:

Das Problem mit dem Plastik und was jeder Einzelne tun kann

Plastik wird an vielen Orten der Welt an den Strand gespült. Der Werkstoff ist omnipräsent, lässt sich aber wenigstens teilweise vermeiden.Foto: pixabay.de/kakuko

Bis zu 11.000 Meter tief ist der sogenannte Marianengraben. Er gilt damit als tiefster Punkt der Weltmeere. Mit einem Unterseeboot ist kürzlich ein Abenteurer bis fast auf den Grund getaucht - und fand eine Plastiktüte. Plastik ist im Alltag beinahe überall präsent: Einkaufstaschen, Verpackungen und vieles mehr nutzen wir ständig. Für die Umwelt wird das zunehmend zum Problem. Denn Plastik ist praktisch nicht abbaubar und reichert sich gerade in den Meeren und Ozeanen immer mehr an.

Wie so oft gilt auch hier: Umweltschutz fängt im Kleinen an. Auch im Haushalt kann jeder zur Plastikvermeidung beitragen. Wo sich überall leicht ein bisschen Plastik einsparen lässt, erklärt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Ahrweiler (AWB):

Für den Einkauf im Supermarkt genauso wie für den Bummel in der Stadt empfiehlt es sich, statt der Plastiktüte eine wiederverwendbare Tasche, zum Beispiel einen Jutebeutel oder ein Einkaufsnetz, zu verwenden. Wer gerne spontan einkauft, kann sich Taschen im Kofferraum des Wagens oder in der Handtasche deponieren. Immer mehr Supermärkte bieten mittlerweile loses Obst und Gemüse an, das ist wieder mindestens eine Verpackung weniger. Die kleinen Plastikbeutel, mit denen man das Gemüse nach Hause transportiert, lassen sich als Müllbeutel zum Beispiel im Kosmetikeimer im Bad wiederverwenden.

Unterwegs gilt: So wenig „To Go“-Produkte wie möglich. Besser als beim Bäcker einen Kaffee im Pappbecher mit Plastikdeckel zu kaufen ist, sich von zu Hause einen Kaffee im Mehrwegbecher mitzubringen. Und wer sich für die Mittagspause einen selbst gemachten Salat in einer Schüssel mitbringt, spart nicht nur Plastik, sondern auch bares Geld. Gleiches gilt auch für Durstlöscher: Getränke sollte man nach Möglichkeit in einer Glasflasche transportieren.

Was wäre die Kindheit ohne Spielzeug? Der Handel bietet viele schöne und pädagogisch wertvolle Spielzeuge aus Holz an. Die sorgen für Spaß im Kinderzimmer und schonen zugleich die Umwelt. Und wenn die lieben Kleinen nicht mehr damit spielen wollen, lässt es sich einfach weiterverkaufen. Noch nachhaltiger: Gleich gut erhaltenes, gebrauchtes Holzspielzeug kaufen.

Auch bei der Körperpflege lässt sich Plastik vermeiden: Statt Flüssigshampoo und -seife in der Plastikflasche bietet sich hier der Griff zur Naturseife an. Die Hersteller haben den Trend der Zeit erkannt und erweitern ihr Sortiment an Naturprodukten nach und nach. Es muss also nicht unbedingt die gute alte Kernseife sein: Mittlerweile gibt es unterschiedlichste Produkte für beinahe alle Anwendungsbereiche. Weiterer Pluspunkt: Die Produkte sind nicht nur plastikfrei verpackt, sie enthalten auch kein Mikroplastik, also winzig kleine Plastikpartikel. Die wurden zwischenzeitlich auch im menschlichen Körper nachgewiesen. Wie gesundheitsschädlich sie sind, ist noch unklar.

Natürlich lassen sich nicht alle Konsumgewohnheiten von einem Tag auf den Nächsten umstellen. Aber schon wer nur einen der oben genannten Tipps ausprobiert, trägt nachhaltig zum Erhalt der Umwelt bei.

Pressemitteilung

der Kreisverwaltung Ahrweiler

Plastik wird an vielen Orten der Welt an den Strand gespült. Der Werkstoff ist omnipräsent, lässt sich aber wenigstens teilweise vermeiden.Foto: pixabay.de/kakuko

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Kommentare
06.06.201917:58 Uhr
Uwe Klasen

Vollkommener Unsinn, wenn mehr als 95& des Plastikmülls in den Meeren aus Asien und Afrika stammt und wir in Deutschland eine Kunststoff-Recyclingquote von an die 98% erreichen, warum werden die vorbildlichen Menschen hier noch ermahnt mehr zu tun? Die waren Übeltäter werden mal wieder nicht genannt!

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