Allgemeine Berichte | 04.04.2022

Das Wilhelm-Remy-Gymnasium gegen Blutkrebs!

Bereits zum zweiten Mal organisierte die Schülervertretung des Wilhelm-Remy-Gymnasiums eine schulische Registrierungsaktion.  Foto: privat

Bendorf. Für Betroffene ist die Diagnose „Blutkrebs“ ein Schock, denn mit ihr beginnt in der Regel ein Wettlauf gegen die Zeit: ohne eine lebensrettende Stammzellenspende können viele Patientinnen und Patienten nicht überleben, und nur in etwa 30 Prozent der Fälle lässt sich eine passende Spende innerhalb der Familie finden.

Mit dem Ziel, möglichst vielen Betroffenen eine zweite Lebenschance zu geben, wurde deshalb im Jahre 1991 die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gegründet. Als internationale gemeinnützige Organisation widmet sie sich hauptsächlich der Registrierung potentieller Stammzellenspender. Voraussetzung für eine Stammzellenspende ist nämlich die nahezu vollständige Identität der Gewebemerkmale, die Suche nach einem passenden „Match“ gleicht also der sprichwörtlichen Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Aus diesem Grund arbeitet die DKMS daran, ihre Datei potenzieller Stammzellenspender kontinuierlich zu erweitern. Sie ist dabei auch auf die Unterstützung öffentlicher Einrichtungen angewiesen.

Bereits zum zweiten Mal organisierte die Schülervertretung des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums deshalb im März eine schulische Registrierungsaktion. Zielgruppe war vornehmlich die Jahrgangsstufe 12, da eine Registrierung ab dem 17. Lebensjahr, eine Stammzellenspende mit Erreichen der Volljährigkeit möglich ist. Eine Referentin der DMKS informierte die Schülerinnen und Schüler zunächst über das Thema Blutkrebs und die Arbeit der DKMS, zudem berichtete ein mehrfacher Stammzellenspender von seinen beeindruckenden Erfahrungen. Pandemiebedingt war eine „bequeme“ Registrierungsaktion in der Schule leider nicht möglich, die zahlreichen Interessenten konnten sich aber ein Registrierungsset mit nach Hause nehmen. Schülersprecher Nils Frisch zeigte sich erfreut über die positive Resonanz in seinem Jahrgang und betonte: „Die Bereitschaft, sich als Spenderin oder Spender registrieren zu lassen, ist bei vielen vorhanden. Aktionen wie diese tragen aber sicherlich dazu bei, dass ein guter Vorsatz auch umgesetzt wird.“

Für die Schülervertretung des WRG steht bereits fest, dass die Aktion im kommenden Jahr wiederholt werden soll, denn jeder neue Datensatz in der Spenderdatei erhöht die Chancen Erkrankter auf das lebensrettende „Match“.

Alle nötigen Informationen findet man unter https://dkms.de/wrg.

Bereits zum zweiten Mal organisierte die Schülervertretung des Wilhelm-Remy-Gymnasiums eine schulische Registrierungsaktion. Foto: privat

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