Allgemeine Berichte | 21.12.2016, 10:24 Uhr

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Das waren die Highlights 2016

Überwältigende Bilanz der Mühen und Erfolge des ganzen vergangenen Jahres macht Mut für neue Aufgaben

Rhein-Sieg-Kreis. Kurz vor Weihnachten sei es erlaubt, sich zu besinnen und gleichermaßen entspannt wie gespannt auf das zu blicken, was die Zukunft bringen wird. Man darf sich aber auch ein klein wenig auf den Lorbeeren der vergangenen Monate ausruhen und die Jahresernte, die die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) eingebracht hat, betrachten. Es war auf den jeden Fall ein ereignisreiches Jahr. Hochschulpräsident Hartmut Ihne fällt es schwer, nur ein einzelnes wichtiges Ereignis zu nennen: „Es ist die überwältigende Bilanz der Mühen und Erfolge des ganzen vergangenen Jahres insgesamt, die uns alle sehr beschwingt macht und ganz viel Energie für die Zukunft gibt.“ Mit der Nominierung der Informatikstudenten Sebastian Stenzel und Tobias Hagemann für den CeBIT-Innovation-Award begann das Jahr 2015 vielversprechend. Darüber hinaus konnten sie ihr Projekt Cryptomator bei der CeBIT auf dem Stand des Bundesforschungsministeriums (BMBF) präsentieren. Bei der Gelegenheit fand das BMBF auch Gefallen an beyondSPAI von Informatikprofessor Norbert Jung im Kontext von Industrie 4.0. Im Sommer konnte somit das Forschungsvorhaben zum Aufdecken von Fälschungen bei der Personenerkennung am Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin erneut einem großen Publikum gezeigt werden. Überhaupt waren die Wissenschaftler der H-BRS im zu Ende gehenden Jahr sehr erfolgreich. Das Land NRW bewilligte die Anschaffung mehrerer Großgeräte für Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler. Geräte, die von einer größeren Zahl an Professoren interdisziplinär und auch über die geplanten Projekte hinaus genutzt werden können. Auf zwei Projekte des Instituts für Visual Computing (IVC) der Hochschule sei gesondert hingewiesen: Epicsave trainiert mit Mitteln der virtuellen Realität (VR) Rettungssanitär für Notfalleinsätze, im Projekt „VR und Therapie“ soll ein Prototyp für den therapeutischen Einsatz entwickelt werden, um Patienten mit psychischen Erkrankungen wie etwa einer Angststörung zu behandeln. Einen Erfolg ganz besonderer Art verzeichneten die BRS-Motorsportler der Hochschule: Sie schlossen die diesjährige Rennsaison in der Elektrikklasse auf Platz acht der Weltrangliste ab. Zudem möchten sie ihre Arbeit verstetigen und haben dazu die „BRS Motorsport Academy“ gegründet. Hier werden die nächsten rennsportbegeisterten Studierenden des Teams geschult, damit das Rad nicht immer neu erfunden werden muss. Auf einer internationalen Konferenz in Dublin stellten Teamleiter und -betreuer sowie die Vizepräsidentin die Academy vor. Besonders erfreulich ist auch, dass das erfolgreiche Projekt Pro-MINT-us auch 2017 nahtlos weitergeht. Im Herbst überbrachte BMBF-Staatssekretär Thomas Rachel persönlich die Förderzusage. Davon profitieren besonders Studierende in der Studieneingangsphase. Da liegt es fast auf der Hand, dass die H-BRS im CHE-Ranking der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge und bei der Alumni-Befragung sehr gut abschneidet.

Engagement in der Flüchtlingshilfe

Die gesellschaftlichen Entwicklungen haben auch in der H-BRS ihren Niederschlag gefunden. Zahlreiche Studierende und Beschäftigte engagieren sich in der Flüchtlingshilfe, geben Kurse und entwickeln Ideen, die dann auch in der Lehre Eingang finden wie etwa der Spielzeugbau für Flüchtlingskinder oder einen Sprachkurs für studierfähige Flüchtlinge. Und der Tannenbaum auf den Campus in Rheinbach und Sankt Augustin wurde als Wunschbaum für zahlreiche vorerst heimatlose Kinder. Was die H-BRS tut, ist eine Sache. Eine andere, wo sie arbeitet. Und hier werfen die Dinge ihre Schatten bis in den Herbst 2017. Dann sollen nämlich die Neubauten sowohl am Campus Rheinbach als auch in Sankt Augustin bezogen werden. Die Meilensteine in diesem Jahr dazu waren erster Spatenstich in Sankt Augustin, Grundsteinlegung in Rheinbach und Richtfeste an beiden Standorten. Im November hat dann aber allen eine Sache missfallen: Der Unternehmenstag, die wichtigste Karrieremesse der Region für Studierende und Absolventen, muss zur Sicherheit von Ausstellern und Besuchern am Morgen der Veranstaltung abgesagt werden, weil eine unbekannte Person Buttersäure in der Hochschule verspritzt hatte. Wenigstens konnte durch organisatorische Maßnahmen die internationale Afrika-Konferenz zwei Tage später trotzdem stattfinden. Und auch der Nachholtermin für den Unternehmenstag steht mit dem 11. Januar 2017 fest. Damit beginnt das neue Jahr wieder sehr vielversprechend. Es bleibt festzustellen, dass sich die Erfolge nicht zufällig eingestellt haben, sondern Ergebnisse kontinuierlich guter strategischer Arbeit sind. Das alles ist im Hochschulentwicklungsplan 2016 - 2020 (HEP 2) nachzulesen. Er ist Ergebnis eines langen Prozesses, in dem alle Hochschulangehörigen eingebunden waren, Studierende ebenso wie Verwaltungs- oder wissenschaftliches und nicht-wissenschaftliches Personal. H-BRS legt im HEP 2 ihre Strategie und ihre Ziele bis 2020 fest und hat damit eine Messlatte und Orientierung für die nächsten Jahre.

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