Karfreitag am Nürburgring
Dauerregen und viele polizeiliche Tätigkeiten bei weniger Besuchern
Nürburg. Am Nürburgring trafen sich am heutigen Karfreitag bei mäßigen sechs Grad und Dauerregen rund 12.000 Besucher.
Nach behördenweiter Abstimmung wurden in diesem Jahr zur Erhöhung der Sicherheit Verkehrssperrungen, insbesondere auf der B 412, eingerichtet. Mitarbeiter des Nürburgrings und der Polizei verhinderten zudem seit Mittwoch durch Präsenz und Ansprachen weitgehend das „Wilde Campen“ rund um die Nordschleife.
Die Besucherparkplätze wurden am Freitagmorgen kurz nach 5 Uhr geöffnet. Zu diesem Zeitpunkt staute sich der Anreiseverkehr bereits entlang der B 412. Die Parkplätze waren schnell belegt, die Besucher wichen in den Start-und-Ziel-Bereich, in das Gewerbegebiet Meuspath und in das Stadtgebiet Adenau aus. Den gesamten Vormittag herrschte entlang von Start und Ziel auf der B 258 „Stop and Go“.
Mit den umfangreichen Verkehrssperrungen sowie polizeilicher Präsenz und konsequenter Ahndung von Verkehrsverstößen wurden die riskanten und gefährlichen Fahrmanöver auf der B 412 unterbunden.
Am frühen Nachmittag setze eine größere Abreisewelle ein. Mangels interessanter Aktionen im Bereich der Nordschleife verlagerten sich Besucher in das Stadtgebiet Adenau zur dortigen Nordschleifenzufahrt. Alle Parkplätze rund um die Nordschleifenzufahrt in Breidscheid waren belegt. Die B 257 in Adenau, Bereich Nordschleifenzufahrt, musste am Nachmittag kurzzeitig, nachdem die Präsenz der Polizei und Ansprachen keinen Erfolg zeigten, gesperrt werden, da sich die Zuschauer dort an der Fahrbahn sammelten und Fahrer zu Burnouts animierten. Nach einer Sperrung der B 257 und Ausbleiben des Fahrzeugverkehrs löste sich die Menschenansammlung sofort auf.
Die Nordschleife war von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet. Größere Unfälle, die ein Tätigwerden der Polizei hätten erforderlich werden lassen, blieben aus. Der Schwerpunkt der polizeilichen Maßnahmen lag in der Verkehrsüberwachung. Sechs Fahrzeugführern, die deutlich über die Stränge schlugen, wurde ein Platzverweis für den heutigen Tag erteilt. Einige Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Zwei „gute Kumpels“ gerieten nach reichlich Alkohol in Streit und verletzten sich gegenseitig. Ein Kontrahent wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Fahrzeugführer wurde dabei ertappt, als er ein Halteverbotszeichen am Straßenrand abriss, um das Fahrzeug dann kostenlos dort zu parken. Jetzt muss er sich mit einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und deren Folge auseinandersetzen.
Bei Verkehrskontrollen und im Rahmen von Geschwindigkeitskontrollen wurden 197 Fahrzeugführer verwarnt, gegen 52 Fahrer wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen vorgelegt. Zwei Fahrzeugführer waren so schnell, dass sie demnächst vier Wochen auf den Führerschein verzichten werden müssen. Pressemitteilung der
Polizeiinspektion Adenau
