Julius-Wegeler-Schule erhält Präventionspreis der Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Daumen hoch für eine fürsorgliche Schulkultur
Koblenz. Prüfungsstress, Leistungsdruck oder Mobbing: Viele Schüler haben Angst davor, in die Schule zu gehen. Die Julius-Wegeler-Schule in Koblenz, eine der größten berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz, tut etwas gegen diese besorgniserregende Entwicklung. Um den modernen Herausforderungen zu begegnen und ihre Schülerinnen und Schüler resilienter gegen Stress zu machen, setzt sie auf das Projekt „feelgood@school“. Dieses Engagement in Sachen Prävention hat die Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP) jetzt mit einer Auszeichnung bei ihrem Präventionspreis belohnt.
Für die UK RLP ist sicheres und gesundes Arbeiten und Lernen schon lange beispielgebend: Seit 2009 zeichnet sie mit ihrem Präventionspreis Einrichtungen aus, die Sicherheit und Gesundheit auf ihre ganz eigene Weise verwirklichen. So wie die BBS in Koblenz, eine der prämierten Einrichtungen der jüngsten Wettbewerbsausgabe. Zur Förderung der psychischen Gesundheit an der Schule wurde hier schon vor Jahren für das Berufliche Gymnasium das Programm „MindMatters“ eingeführt – ein gemeinsames Projekt der Krankenkasse Barmer, der UK RLP, der rheinland-pfälzischen Ministerien für Bildung sowie Wissenschaft und Gesundheit, des Pädagogischen Landesinstituts und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung.
„MindMatters“ wurde an der Julius-Wegeler-Schule zu „feelgood@school“ weiterentwickelt. Mit einer Webseite, einem Instagram-Kanal und einer Wandzeitung wird regelmäßig über das Projekt informiert. „Die Klassenleitungen und Lehrkräfte erhalten fundierte MindMatters-Materialien. Zudem bieten immer mehr externe und interne Experten Workshop-Stunden zu vielseiteigen Themen an, zum Beispiel Yoga, Gesunde Ernährung, ‚Lernen lernen‘ oder Lampenfieber“, erklärt Aaron Willems, Beauftragter des „feelgood@school“-Teams.
Mittlerweile profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums davon: Das Projekt wird auf weitere Bildungsgänge – insbesondere Berufsvorbereitungsjahr, Berufsschule und Höhere Berufsfachschule – ausgeweitet. Seit dem Schuljahr 2022/23 findet alljährlich der „JWS-macht-stark“-Tag statt, an dem die Schülerinnen und Schüler Workshops in Resilienzförderung besuchen. Auch die Lehrergesundheit ist eine wichtige Säule von „feelgood@school“.
„Ziel unseres Programms ist es, im Rahmen einer fürsorglichen Schulkultur das Lehren und Lernen zu verbessern und die Bildungsqualität zu steigern“, so Willems. Mit Erfolg: „Wir beobachten in allen Klassen – bei allen individuellen Unterschieden – eine Verbesserung hinsichtlich von Prüfungsstress und Leistungsdruck.“ Ganzheitlich betrachtet erlernten die Schülerinnen und Schüler wichtige Kompetenzen für die Lebens- und Berufswelt, in der neue Herausforderungen als Chance begriffen werden und Gesundheit als wichtigste Ressource gilt.
Bei der UK RLP rennt „feelgood@school“ offene Türen ein. Vor Ort in der BBS hat sie den Projektverantwortlichen jetzt eine Prämie von 500 Euro und als äußeres Zeichen der Anerkennung die Präventionspreis-Plakette überreicht. Der von der Unfallkasse ausgelobte landesweite Wettbewerb richtet sich übrigens an alle Mitglieder der UK RLP – von der Kita bis zur Universität, von der Gemeinde bis zum Ministerium.
Die Größe der Einrichtung spielt dabei keine Rolle. Für alle lohnt die Teilnahme am Präventionspreis, weil sie den Einrichtungen Gelegenheit zur Bestandsaufnahme und Reflexion der eigenen Maßnahmen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bietet. Mit attraktiven Geldprämien – jährlich werden bis zu 20.000 Euro vergeben – möchte die Unfallkasse darüber hinaus alle Beteiligten dazu motivieren, ihr Engagement nachhaltig fortzuführen und stetig zu verbessern. Unter https://www.ukrlp.de/sicherheit-gesundheitsschutz/praeventionspreis gibt es alle Informationen zur Teilnahme am Präventionspreis.
