Allgemeine Berichte | 07.10.2024

Ensemble Musici di Sayn mit großen Barockmomenten in der Abteikirche Bendorf-Sayn

Dem Werk Bachs mit zwei Cembali gehuldigt

Ein seltenes Klangerlebnis ließ das Ensemble Musici di Sayn mit den beiden Cembali in der Abteikirche Bendorf-Sayn Wirklichkeit werden. Foto: Eberhard Thomas Müller

Bendorf-Sayn. „Bach ist Anfang und Ende aller Musik“, ein Zitat zum Werk des berühmten Komponisten, das man auch über diesen Konzertabend in der Abteikirche Bendorf-Sayn stellen konnte. So spielte das Ensemble Musici di Sayn ausschließlich Werke von Johann Sebastian Bach. Mit drei Kantatensätzen aus der Kantate BWV 182 „Himmelskönigin sei willkommen“ und aus der Kantate BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ stellte sich für Johannes Geffert, der auch als Moderator durch den Abend führte, die Frage, „was darf man mit einer Komposition machen?“ So hatten die Musiker den Orchestersatz von Adolf Hoffmann ausgewählt, der an Stelle der Chorstimmen Instrumentalstimme gesetzt hat. Glücklicherweise steht Hoffmann damit in einer guten Tradition, hatte sich doch Bach selbst immer wieder eigener Kirchenkantaten bedient, so auch für seine acht Cembalikonzerte, die er für sein Collegium Musicum im Café Zimmermann in Leipzig komponierte. Besonders berühmt ist das Konzert für 2 Cembali in c-Moll, in Bendorf dargeboten von Bernd Kämpf und Johannes Geffert, Cembali, sowie von den Barock-Musici – Konzertmeisterin Hendrike Steinebach und Birgitta Winnen, Violinen, Friederike Trove, Viola, der Cellistin Bettina Hagedorn und Eberhard Maldfeld, Kontrabass. Im Largo des Doppelkonzerts in d-Moll BWV 1043 trat die barocke Traversflöte von Ulrike Friedrich in den Vordergrund und zeichnete im Zusammenspiel mit der Violine die zarte Melodie. Den glanzvollen Schlusspunkt bildete das Konzert für 2 Cembali in C-Dur BWV 1061. Bach selbst hatte eine Violinen-Stimme und eine Oboen-Stimme auf zwei Cembali umgeschrieben, damit auch seine Söhne solistisch brillieren konnten, in Bendorf an Stelle der Söhne taten dies Bernd Kämpf und Johannes Geffert.

Die 90 Zuhörerinnen und Zuhörer dankten den Musici mit großem Applaus, die als Zugabe ein Stück des Bachsohnes, Johann Christian Bach, darboten. Das Ensemble Musici di Sayn hatte an diesem Abend nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen für diese großartige Musik geöffnet.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, hat am Dienstag, 31. Dezember 2024, wieder die Gelegenheit. Dann wird das Ensemble Musici die Sayn ab 18 Uhr das alte Jahr mit einem festlichen Silvesterkonzert verabschieden.

Ein seltenes Klangerlebnis ließ das Ensemble Musici di Sayn mit den beiden Cembali in der Abteikirche Bendorf-Sayn Wirklichkeit werden. Foto: Eberhard Thomas Müller

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