Allgemeine Berichte | 05.02.2020, 11:40 Uhr

Veranstaltung der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. in Meckenheim

Demenz – ein Symptom macht noch keine Krankheit

Brigitta Lengsholz gab Informationen zum Umgang des persönlichen Umfelds mit Erkrankung und Erkrankten

Dieter Engels begrüßte Brigitta Lengsholz im Namen der Hospizgruppe. Fotos: privat
84

Meckenheim. Sprachschwierigkeiten? Orientierungsstörungen? Verhaltensveränderung? Gedächtnislücken sind – besonders im Alter – normal. Und da die Bevölkerung immer älter wird, gibt es auch immer mehr Menschen mit Gedächtnisstörungen. Alle Symptome einer Demenzerkrankung können auch andere Ursachen – zum Beispiel Stress – haben. Daher ist eine umfassende Diagnostik notwendig. Leider gibt es bisher keinen isolierten „Demenztest“. Wenn der Verdacht aufkommt, dass eine Demenzerkrankung vorliegt, ist es wichtig, möglichst schnell Klarheit zu bekommen, denn wer früh handelt, hat gute Chancen, den Verlauf zu verzögern.

Die häufigste Art einer Demenz ist mit 50 Prozent die Alzheimer-Erkrankung. Die Risikofaktoren sind unter anderem Übergewicht, Ernährung, Bewegungsmangel und mangelnde soziale Kontakte. Die Behandlung zielt auf die Symptome ab. Es fließen außer Medikamenten auch Maßnahmen wie Ergotherapie und Gedächtnistraining ein, denn es ist sinnvoll, Kompetenzen zu erhalten. Ziel jeder Behandlung ist es auch immer, „den Tagen mehr Leben“ zu geben. Eine solche Erkrankung hat nicht nur Auswirkungen auf den Erkrankten, sondern auch auf das soziale Umfeld. Immer wieder das Gleiche zu erklären, gefährliche Situationen, weil der Erkrankte keine Orientierung mehr hat und mit falschen Anschuldigungen umzugehen kann auf Dauer zermürbend sein. Aber wer sich auf Spurensuche und in die Erlebniswelt des Erkrankten begibt, findet manchmal überraschend gute Erklärungen und Lösungen. So können Spiegel den Eindruck erzeugen, es sei ein fremder Mensch in der Wohnung, wenn der Erkrankte sich selbst nicht mehr erkennt, weil sein Erinnerungsvermögen gerade in seiner Jugend liegt und er keine Verbindung zu dem Gesicht eines alten Menschen findet. Da ist die Lösung noch einfach. Aber was ist, wenn der Betreute nicht mehr essen oder trinken möchten? Magensonde und Flüssigkeitstropf sind keine gute Lösung. Es macht Sinn, zunächst zu klären, ob der Körper überhaupt noch etwas verwerten kann. In der Pflege eines Angehörigen sollte es immer mehr darum gehen eine schöne gemeinsame Zeit zu haben und nicht für gesteckte Ziele, wie zum Beispiel zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, zu kämpfen.

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. hatte Brigitta Lengsholz, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie stellvertretende Leiterin der Ambulanz der gerontopsychiatrischen Abteilung der LVR-Klinik Bonn, zu dem Thema „Was Sie immer schon mal über Demenz wissen wollten“ nach Meckenheim in den Pfarrsaal von St. Johannes der Täufer eingeladen. Dieter Engels (stellvertretender Vorsitzender) begrüßte Lengsholz und stellte den Anwesenden die Arbeit der Hospizgruppe vor. An die 120 interessierte Besucher gingen mit der Referentin in eine rege Kommunikation und spenden am Ende reichlich Applaus. „Ein toller Vortrag. Die Frau ist spitze“, fasste es ein Besucher zusammen.

Informationen zum Verein unter www.hospiz-voreifel.de.

Die Referentin erläutert die Auswirkungen einer Demenz-Erkrankung im Gehirn.

Die Referentin erläutert die Auswirkungen einer Demenz-Erkrankung im Gehirn.

Dieter Engels begrüßte Brigitta Lengsholz im Namen der Hospizgruppe. Fotos: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Erik Blum und Nicole Krystkowiak mit Finisher-Medaille nach ihrer erfolgreichen Teilnahme.
0

Anfang Oktober stand für zwei Mitglieder der LG Laacher See ein sportliches Highlight auf dem Programm: die 28. Ausgabe des Generali Köln Marathon. Mit insgesamt 40.990 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnete die Veranstaltung einen neuen Rekord und bot eine beeindruckende Kulisse in der Domstadt. Für die LG Laacher See gingen Erik Blum und Nicole Krystkowiak an den Start. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Beim symbolischen Spatenstich für den neuen Hochbehälter oberhalb von Welschneudorf trafen sich die Projektbeteiligten: (v.l.) der stv. Werkleiter der VG Höhr-Grenzhausen Mario Orlovic, Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich, Projektleiter Johannes Stahlhofen und Werkleiter Andreas Klute von den VG-Werken Montabaur, Ortsbürgermeister Ralf Heibel, der Erste Beigeordnete der VG Montabaur Tobias Panne, Geschäftsführer Paul Heibel von der Firma Paul Heibel Tiefbau, Justin Hoerster vom Ingenieurbüro Berthold Becker sowie Klaus Jacoby von Landesforsten und Revierleiter Gebhard Klein vom Forstrevier Elbert-Augst.
0

Die Verbandsgemeindewerke Montabaur haben ein bedeutendes Projekt zur Neugestaltung der Wasserversorgung im südlichen Versorgungsgebiet gestartet. Dieses umfasst die Orte Welschneudorf, Oberelbert, Niederelbert sowie Gackenbach, Horbach und Hübingen. Ein neuer Hochbehälter entsteht oberhalb von Welschneudorf und wird als zentraler Knotenpunkt im Leitungsnetz fungieren. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Mick Schmidt auf der Strecke.
0

Die Motorsportsaison 2026 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Für die Fahrer:innen des ACV OC Lahnstein e.V. standen im Oktober noch einmal drei besondere Veranstaltungen auf dem Programm – mit Erfolgen im Geschicklichkeitsturnier, der Deutschen Jugendkart-Slalom-Meisterschaft und beim Nachtkartslalom. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Proklamation Kinderprinzenpaar
Konfetti & Ahoi
Innovatives aus Andernach
Anzeige zu Video "Betrugsmaschen: So erkennst und schützt du dich!"
Innovatives aus Andernach
Weitere Artikel
Eddie und Arvid
763

Junge Kater gemeinsam vermitteln

Verspielte Kater Eddie und Arvid suchen Zuhause

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zwei junge Kater suchen gemeinsam ein liebevolles Zuhause. Eddie und Arvid, zwei etwa fünf Monate alte Brüder, suchen gemeinsam ein liebevolles Zuhause. Die beiden Kater sind verspielt, neugierig und verschmust. Sie verstehen sich gut mit anderen Katzen und Menschen und genießen jede Streicheleinheit. Am liebsten möchten sie zusammen in ein Zuhause ziehen, in dem sie nach Herzenslust spielen, toben und kuscheln können.

Von Thomas Trösser aus Bad Hönningen

Weiterlesen

Bei der Ehrung der Jubilare der Dagernova Ahr Winzer eG (von links): Jörg Röcker (15 Jahre), Markus Maldener (35 Jahre), Frank Weingartz (25 Jahre), Stefan Grisotto (25 Jahre, stellvertretender Kellermeister und Betriebsratsmitglied), Vorstand Dirk Wollersheim, Betriebsratsmitglied Ulrike Peters, Betriebsratsmitglied Gregor Kriechel und Vorstandsvorsitzende Heike Holzapfel.  Foto: Dagernova
383

-Anzeige-100 Jahre Betriebstreue:

Dagernova Ahr Weinmanufaktur ehrt vier Jubilare

Dernau. Zusammen stehen sie für ein Jahrhundert Erfahrung und Verbundenheit: Die Dagernova Ahr Weinmanufaktur / Ahr Winzer eG hat vier Mitarbeiter für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt. Vorstandsvorsitzende Heike Holzapfel und Vorstand Dirk Wollersheim gratulierten gemeinsam mit dem Betriebsrat und dankten den Jubilaren für ihren Einsatz.

Weiterlesen