Jugendoffizier Hauptmann Julian Ströbl besuchte die Freiherr-vom-Stein Realschule plus
Demokratieerziehung einmal anders
Nentershausen.Kindern und Jugendlichen Demokratie näher bringen? Da gibt es pädagogisch gesehen recht eingetretene Pfade, die sich meistens aus einschlägigen Lehrwerken speisen. Doch jeder weiß, dass der sprichwörtliche Prophet im eigenen Land nicht immer der beste Überbringer solcher Inhalte ist. Manchmal tut es Schülerinnen und Schülern gut, diese ja nicht ganz unkomplizierten Inhalte einmal aus anderem - ebenso berufenen - Munde zu hören als dem des herkömmlichen Paukers.
Mit einem diesbezüglich sehr interessanten Angebot tritt die Bundeswehr an Schulen heran: einem Besuch des Jugendoffiziers. Der für den Bereich Koblenz/Rhein-Lahn zuständige Jugendoffizier heißt Julian Ströbl, steht im Range eines Hauptmanns und ist 30 Jahre jung.
Gleich drei Mal besuchte Hauptmann Ströbl die Freiherr-vom-Stein-Realschule plus (Nentershausen) in der vergangenen Woche und unterrichtete zwei Klassen der Qualifizierten Sekundarstufe I sowie eine Berufsreifeklasse.
Dass er selbst früher einmal Lehrer werden wollte, bevor er seine Berufung in der Bundeswehr fand, verwundert nicht. Mit viel Elan und immer darauf bedacht, die Lernenden während seiner Präsentation zu aktivieren und einzubinden, vermittelt Ströbl, wie Deutschland als demokratischer Staat verfasst ist. Die angesprochenen Inhalte sind vielfältig: Wer ist eigentlich das deutsche Staatsoberhaupt? Nicht Angela Merkel und auch nicht Olaf Scholz? Was ist Gewaltenteilung und welchen Job macht Bärbel Bas? Aber auch auf die Bundeswehr als Parlamentsarmee, die Rechtsgrundlage, auf der die Streitkräfte stehen, ihre Aufgaben und auf das Wesen eines Mandats wird eingegangen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wer der ranghöchste deutsche Soldat ist und welche Aufgaben der Wehrbeauftragte der Bundeswehr wahrnimmt.
Wer ist eigentlich die „Chefin“ der Bundeswehr? Na, die Bundesverteidigungsministerin! Das ist doch klar. Ist das immer so? Spoiler Alarm: Nein. Im Verteidigungsfall (im Bundeswehrjargon auch V-Fall genannt) ist es die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler. Und was ist der Verteidigungsfall? Na, wenn Deutschland sich gegen andere Länder verteidigen muss, das nennt man dann den Verteidigungsfall. Und wieder Spoiler Alarm: Einen Angriffsfall kann es nicht geben, weil die Bundeswehr nur die Aufgabe hat, Deutschland zu verteidigen, nicht aber Angriffe gegen andere Staaten zu führen. Das hat natürlich nicht nur viel mit der deutschen Geschichte zu tun, sondern auch mit dem moralisch-ethischen Selbstverständnis einer parlamentarischen (repräsentativen) Demokratie. Der interaktive Vortrag des zweifachen Afghanistanveteranen, der bis einschließlich März 2021 als Journalist und Redakteur beim bundeswehreigenen „Radio Andernach“ tätig war, führt die Schülerinnen und Schüler vom politischen System in Deutschland über die grundgesetzliche Legitimation der Bundeswehr und die Sicherheitspolitik der Parteien bis zu „Aktuellem in der Parlamentsarmee“. Zum Schluss dürfen die Zuhörer/innen ihn fast eine Dreiviertelstunde lang mit Fragen bombardieren. Da immer mit Fragen zu seinen eigenen Einsätzen in Afghanistan zu rechnen ist, hat Ströbl auch Bildmaterial dazu im Gepäck und gibt bereitwillig Auskunft. Natürlich kommen auch Fragen zum Berufseinstieg bei der Bundeswehr. Doch da ist Ströbl sehr konsequent: „Ich bin nicht hier, um Werbung für die Bundeswehr zu machen. Für die Berufseinstiegs- und Karriereberatung ist das Karrierecenter der Bundeswehr zuständig.“
Dennoch lässt der Jugendoffizier die Fragensteller/innen nicht ohne eine allgemein gehaltene freundliche Antwort zurück. Genaueres allerdings müssen die Lernenden dann an geeigneter Stelle erfragen.
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