Allgemeine Berichte | 06.08.2020

Mayener Gemeindereferent wird Diakon in Ehrenbreitstein

Den Einzelnen in den Blick nehmen

Diakon Arulandu Paulraj.Quelle: Bistum Trier/Julia Fröder

Ehrenbreitstein. Am Vormittag berichtet Arulandu Paulraj den Kindern der Ferienfreizeit von seiner Heimat Indien. Dort lebte er nämlich im ländlichen Alavidangan bevor er im Alter von 24 Jahren nach Deutschland zog, um in Vallendar Theologie zu studieren. Anschließend wurde er Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Mayen. Doch die berufliche Reise des 43-Jährigen ist noch nicht zu Ende: Am 27. September wird durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Ständigen Diakon im Hauptberuf geweiht.

Insgesamt war Paulraj zwölf Jahre Gemeindereferent. „Der Beruf fasziniert mich immer noch“. Doch 2016 fällt er die Entscheidung, diesen Beruf aufzugeben und Diakon zu werden. Wie verändern sich dadurch seine Aufgaben? Der private Alltag des Ehemanns und Vaters einer sechsjährigen Tochter wird sich nicht sonderlich umgestalten, glaubt er. „Beten, jeden Tag in die Kirche gehen und meditieren, das war schon in Indien ganz normal für mich“. Doch er spürt, dass sein geistliches Leben durch die Ausbildung zum Diakon noch tiefer geworden ist. So habe sich auch sein Blick auf Hilfsbedürftige, Arme und Kranke geschärft. „Diese Menschen will ich in den Blick nehmen“. Seinen zukünftigen Schwerpunkt sieht er im diakonischen Handeln. Als Gemeindereferent war er für Gruppen wie Kommunionkinder, Messdiener, Schulklassen oder Jugendwallfahrten verantwortlich. Seinen Fokus will er jetzt mehr auf Einzelpersonen und deren individuelles Umfeld richten. „Ich möchte diesen Menschen ganzheitlich helfen“, erklärt er.

Zu seinen zukünftigen Aufgaben zählen darüber hinaus die (Mit-)Feier von Gottesdiensten, das Spenden des Tauf-Sakraments, Trauungen, Kommunionspendung sowie Predigtdienste und Beerdigungen. Einiges davon ist ihm bereits durch seinen Beruf als Gemeindereferent bekannt.

Ein klarer Unterschied zu seiner bisherigen Tätigkeit wird der räumliche Wechsel seines Arbeitsplatzes darstellen: Er wird die Pfarreiengemeinschaft Mayen verlassen und zukünftig in der Pfarreiengemeinschaft Koblenz Rechte Rheinseite wirken; das Pfarrbüro liegt in Ehrenbreitstein. Dieses Gebiet kennt er bereits durch ein einjähriges Orientierungspraktikum vor seiner Ausbildung als Gemeindereferent. Doch dorthin zu ziehen, ist für ihn keine Option. Das Leben im beschaulichen Ort Kehrig genießt er. Dort lebt Paulraj, der in einer Bauernfamilie aufgewachsen ist, seit elf Jahren.

„Ich sehe meine Berufung darin, dass ich die Menschen begeistern kann und dass diese dann wiederum andere begeistern“, erklärt Paulraj. Die Idee geht auf: Kinder, die er auf dem Weg zur Erstkommunion begleitete, engagieren sich heute beispielsweise bei der Ferienfreizeit der Pfarrgemeinde. Am Nachmittag stößt er dann auch wieder zur Gruppe und berichtet den Mädchen und Jungen aus eigener Erfahrung von den großen Unterschieden zwischen einer Kindheit in Deutschland und in Indien.

Derzeit gibt es im Bistum Trier 129 Ständige Diakone (Stand: Dezember 2019), die ihr Amt haupt- oder nebenberuflich ausüben. Die Mehrzahl ist verheiratet und hat Kinder, einige haben den Zölibat als ehelose Lebensform gewählt. Infos gibt es unter Tel. (06 51) 7 10 51 30 oder auf www.wirglaubenandich.de/seelsorgeberufe/diakon/.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Diakon Arulandu Paulraj. Quelle: Bistum Trier/Julia Fröder Foto: Julia Fröder

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