Pfarrei St. Martin in Rheinbach
Den Kirchenraum neu erfahren – (fast) ohne Bänke
Rheinbach.Was lange währt, ist Wirklichkeit geworden: Erste Planungen gab es schon vor mehr als zwei Jahren, aber Corona und das Hochwasser haben immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt aber hat es doch geklappt: Nachdem auch noch eine Gemeindeversammlung zum Thema viel positive Resonanz gebracht und alle Gremien zugestimmt hatten, wurde nun der Kirchenraum in St. Martin in Rheinbach völlig neu gestaltet. Der größte Teil der langen und schweren dunklen Holzbänke wurde in die nach der Flut leere Schützenhalle gebracht. Stattdessen stehen jetzt viele helle Stühle im Kirchenraum, ergänzt um einige der kleineren Bänke an den Seiten. Auch in der Martinskapelle rechts vorne und vor dem Kiruhura-Schaukasten links vorne gibt es weitere Bänke – mit Kniebänken. Und auch das „Spielzimmer“ hinten rechts in der Kirche ist jetzt wieder für Familien mit kleinen Kindern nutzbar, die von dort auch den Gottesdienst mitverfolgen können. Eine erste Andacht nach dem Umräumen und Putzen hat gezeigt, wie flexibel der Gottesdienstraum jetzt genutzt werden kann. Auch in kleineren Gruppen kann sehr viel schneller das Gefühl der Gemeinschaft entstehen. Und der Raum bietet sehr viele zusätzliche Möglichkeiten – neben Gottesdiensten auch für Andachten, Bibelabende, Gebetstreffen, Vorträge, Diskussionen, Filmabende, Gesprächskreise, Ausstellungen oder Konzerte.
Sicher ist das für viele ungewohnt nach so vielen Jahren. Daher lädt die Gemeinde alle ein: „Kommen Sie, schauen Sie sich das an, probieren Sie es aus – und geben Sie auch gerne Rückmeldungen, Anregungen, Ideen weiter. Das Ganze ist ein Experiment und soll mit Leben gefüllt werden.“
Mehr als 60 Mitglieder der Pfarrei haben mitgemacht, Bänke geschleppt, den Kirchenboden gesäubert, die Stühle auf Vordermann gebracht, Kaffee gekocht, Brötchen geschmiert und vieles mehr. Ein besonderer Dank galt der Freiwilligen Feuerwehr und den Schützen für ihre großartige Unterstützung.
