Machtübernahme der Cochemer Karnevalsgesellschaft erfolgreich
Den Rathausschlüssel närrisch an Land gezogen
Cochem. Das gemeinschaftliche Zittern des anwesenden Narrenvolkes, ähnlich dem des beispielgebenden Espenlaubs, war heuer weniger der Erwartungsfreude, als vielmehr den eisigen Minustemperaturen geschuldet. Deshalb waren beim traditionellen Rathaussturm der Cochemer Karnevalsgesellschaft (CKG) auf den Amtssitz von Stadtbürgermeister Walter Schmitz, schon von Beginn des Spektakels an, Glühweingenuss und Warmschunkeln angesagt. Dies zum Spiel des städtischen Musikvereins, der den in dicker Winterkleidung ausharrenden Jecken überdies mit Faschingsliedern zum Mitsingen einheizte. Letztgenannte empfingen den Tross der anmarschierenden rot-weißen CKG-Schwadron mit Stadtsoldaten, Elferrat und Gardemädels mit erkennbar fröhlichen Gesichtern und rhythmischem Beifall.
Hatte man doch die beiden letzten Jahre auf das närrische Cochemer Treiben umständehalber verzichten müssen. Ein wiederholt kräftiges Anklopfen am Rathaustor durch CKG-Präsident Günter Hammes blieb in der Folge dann ungehört und erwies sich als untauglichen Versuch, den offensichtlich selig schlummernden Bürgermeister aufzuwecken. Ergo benutzte man heuer ein Hintertürchen des Verwaltungsgebäudes und konnte kurz danach sämtliche Räume und Fenster des Anwesens in Beschlag nehmen.
Derweil war Walter Schmitz auf das laute Johlen des Narrenvolkes aufmerksam geworden und begab sich neugierig nach draußen auf die Rathausstiege. Darauf hatten die CKG-Offiziellen vorab spekuliert, denn jetzt konnten sie den Stadtobersten aussperren. Der durfte anschließend erst wieder seinen Amtssitz betreten, nachdem er den Rathausschlüssel an die Übermacht der angerückten Narren ausgehändigt hatte. Dafür kam in 2023 ein handbetriebener Seilzug zum Einsatz, mit dem der goldfarbene Türöffner in die Amtsstube des Stadtchefs gehievt wurde.
Im Anschluss war es CKG-Protokoller Stephan Hilken, der zur Machtübernahme in der fünften Jahreszeit elf närrische Paragrafen verkündete. Unter anderem galt für Karnevalsmuffel: „Lauft ihr zum Lachen in den Keller, Pech gehabt unsere Mosel war schneller!“ Für die aktuelle Heizperiode kam die Ansage: „Trotz Nord-Stream-Pleite bleibts uns warm, da reicht das Gas im Eigendarm.“ „Putins Gas wir nicht vermissen, kurz gesagt, darauf geschissen!“
Den ersten Orden der neuen Session erhielt der Stadtbürgermeister aus der Hand von Gardemajorin Marie, der auch in diesem Jahr zusätzlich mit einem Bützchen dotiert war. Dazu Schmitz: „Lasst mein angespartes Geld in der Kasse und die Mosel im Bett, beides fände ich klasse und überaus nett!“ Außerdem stellte sich mit seiner Tollität Prinz Ben (Rinks) von Sport & Akkord und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Louisa (Gründler) von Tanz & Glanz das neue Kinderprinzenpaar des TV Cochem in flotten Reimen vor. Ihr närrischer Wahlspruch: „Erfreut euch an dem Narrentreiben, wir wollen fröhliche Cochemer bleiben!“
Passend dazu präsentiert sich der CKG-Slogan 2023: „Jeder Stadtteil singt und lacht, wir feiern wieder Fassenacht!“ TE
Stadtbürgermeister Walter Schmitz übergab die vorübergehende Regierungsgewalt an die närrische Formation der Cochemer Narrenführung.
Gesellschafts-Protokoller Stephan Hilken verlas zur Machtübernahme der Jecken in der fünften Jahreszeit 11 närrische Paragrafen.
Mittels Seilzug konnten die Offiziellen der CKG-Narrenstreitmacht den Rathausschlüssel an Land bzw. auf den Balkon des Bürgermeisters ziehen.
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