Eifelverein Remagen war in der Eifel unterwegs
Den Römerkanal besichtigt
... aber das Zebra war nicht echt
Remagen. Römerkanal ist die Kurzbezeichnung der großartigen Wasserleitung, die die römische Provinzhauptstadt Köln täglich mit 20 Millionen Liter Wasser bester Qualität aus fernen Quellen in der Eifel versorgte. Zwischen Kall und Mechernich konnten die Remagener Eifelfreunde dieses technische Wunderwerk der Antike an vielen Stellen bestaunen, mit größter Hochachtung vor dem Können der Bauingenieure vor 1900 Jahren. Zahlreiche Originalausgrabungen, daneben sorgfältig unter Verwendung der Trümmer erstellte Rekonstruktionen - die Wanderer erhielten einen ausgezeichneten Überblick über die Funktionsweise und die Raffinessen dieser Wasserversorgung. Gerne wurde daher an mancher Stelle etwas länger verweilt und die auf Tafeln gegebenen Erklärungen studiert, zum Beispiel bei der kleinen Aquäduktbrücke in Vollem, der Brunnenstube Klausbrunnen in Kallmuth und der großen Aquäduktbrücke in Mechernich-Vussem. An einigen freigelegten Original-Teilstücken der Wasserleitung ist noch immer die dicke Sinterschicht an der Innenwand vorhanden, die im Mittelalter als „Eifelmarmor“ vor allem in Kirchen vielfach Verwendung fand. Aber auch Natur und Landschaft machten diese Wanderung höchst reizvoll. Das Königsfelder Tal stand gerade in vollem Schmuck ungezählter großer Holundersträucher, manche waren so groß, dass sie schon eher wie Bäume wirkten. Und später überraschte an einem Hang die Wanderer ein ganzer Teppich der so seltenen großen Knäuel-Glockenblume. Das Zebra allerdings auf einer Weide, das war zwar lebendig, aber nicht echt. Beim Näherkommen entpuppte es sich als Pferd, dem zur Fliegenabwehr eine Decke mit Zebramuster übergestülpt worden war.
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