Freiwilliges Ökologisches Jahr beendet
Den Schwalben im Naturpark Nassau auf der Spur
Simone Held zieht positive Bilanz
Rhein-Lahn-Kreis. Ein äußerst positives Fazit ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres im Naturpark Nassau zog jetzt die 20-jährige Simone Held aus Koblenz-Arenberg: „Es war eine spannende Zeit, in der viel passiert ist, ich viele unterschiedliche Erfahrungen machen konnte und dabei einiges gelernt habe!“ Die „FÖJlerin“ arbeitete in diesem Jahr sowohl bei der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung als auch in der Geschäftsstelle des Zweckverbandes Naturpark Nassau, zu dem große Teile des Rhein-Lahn-Kreises und des Westerwaldkreises gehören. Ein Höhepunkt des Jahres und bleibendes Ergebnis ihrer Arbeit für den Naturpark war die Kartierung von Schwalben. Neben der Erledigung kleinerer Verwaltungsaufgaben gehörten auch anspruchsvollere Arbeiten zu ihrer Tätigkeit. „Ich konnte zum Beispiel dabei helfen, den Exkursionskalender und die Broschüre ,Spinnen im Naturpark Nassau‘ fertigzustellen, und mich in die Neugestaltung der Internetseite des Naturparks einbringen“, berichtet sie. Aber auch ganz praktisch war die junge Frau im Einsatz, half bei Artenschutzmaßnahmen wie der Kontrolle und Säuberung von Fledermaus- und Vogelnistkästen oder der Kontrolle von Fördermaßnahmen wie beispielsweise Obstbaumschnitt oder Biotoppflege.
Eigene Projekte und interessante Einblicke
Im Freiwilligen Ökologischen Jahr verbindet sich Arbeiten mit Lernen, hat Simone Held erkannt. „Bei der Vorbereitung von zwei Fließgewässerexkursionen, der Erfassung von Wasservögeln oder beim Grasfroschmonitoring hat sich mein Verständnis für die Artenvielfalt und die Wechselbeziehungen im Ökosystem erheblich vertieft.“ Und sie konnte einiges mehr über die heimischen Vögel, Fledermäuse, Amphibien und die Lebewesen, die im Gewässerboden leben, lernen. Traditionell erarbeiten die FÖJler im Naturpark Nassau ein eigenes Projekt in Form einer Kartierung. Simone Held kartierte Rauchschwalben an Aussiedlerhöfen und Reitställen im Naturpark Nassau. Außerdem kartierte sie das Mehlschwalbenvorkommen in der Ortsgemeinde Arzbach. Diese Kartierung ist nun offiziell vom Naturpark Nassau veröffentlicht und kann über den Naturpark Nassau angefordert werden. Neben der Vorbereitung von zwei Verbandsversammlungen und einer Präsentation im Kreisausschuss des Rhein-Lahn-Kreises waren die Gespräche mit den Landtagsfraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Umweltministerium Rheinland-Pfalz eine „besondere Erfahrung“. „Wer kommt mit Anfang zwanzig schon mal ins Ministerium nach Mainz?“, so die junge Frau. „Dankbar bin ich auch dafür, dass ich auch bei anderen Organisationen und Institutionen reinschauen durfte.“ Dazu gehörte unter anderem die Mithilfe bei der Weinlese in Obernhof, die Arbeit auf einem Bauernhof oder die Unterstützung einer Försterin. Darüber hinaus standen fünf einwöchige Seminare, an denen alle „FÖJler“ aus Rheinland-Pfalz teilnehmen, auf dem Programm. Für die Koblenzerin ein besonderes „Highlight“ war die einwöchige Exkursion mit dem Laborschiff „Lovis“ auf der Ostsee. Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises und Vorsteher des Zweckverbandes Naturpark Nassau, wünschte Simone Held, die auch in Zukunft eng mit der Natur verbunden sein möchte, „alles Gute für die Zukunft und ihre Berufsausbildung im medizinischen Bereich in Trier. Es ist schön, dass sich junge Menschen für die Natur interessieren und wir dabei helfen können, ihnen eine Orientierung für den weiteren Werdegang mit auf ihren Weg geben zu können“, so Puchtler.
Pressemitteilung des
Rhein-Lahn-Kreises
