Tagesstätte Kloster Ebernach
Den Wald mit allen Sinnen erleben
Bewohner blühen beim Waldprojekt auf
Cochem. Besucher der Tagesförderstätte von Kloster Ebernach erleben jetzt bei einem besonderen Waldprojekt die Natur mit allen Sinnen. In Kooperation mit dem Forstamt Cochem organisiert Jana Zucchet, Heilerziehungspflegerin und derzeit in Kloster Ebernach im Praxissemester im Rahmen ihres Studiums Heilpädagogik B.A. an der Katholischen Hochschule Freiburg, ein waldpädagogisches Angebot für die Besucher der Tagesförderstätte.
Unterstützt wird sie von Ingrid Vaske-Christ, Gesundheits- und Krankenpflegerin in Kloster Ebernach. Gemeinsam startet die Gruppe ihren Ausflug am Lauftreff auf dem Valwigerberg.
Von dort geht es über die verschiedenen Waldwege, aber auch direkt durch den Wald. Ganzheitlich sollen die Bewohner den Wald erleben dürfen. Sie sammeln unter Anleitung Äste, Blätter und Stöckchen.
Danach wird daraus zusammen ein großes Baum-Bild gelegt. Besonderen Spaß hat die Gruppe beim Sägen eines Birkenstammes am Sägebock oder beim gemeinsamen Picknick am selbst gebauten Holz-Lager. Einige Bewohner kennen die Arbeit im Wald auch noch von früher und blühen daher richtig auf.
Beate Werner, Forstwirtin am Forstamt Cochem und ausgebildete Waldpädagogin, betreut das Projekt ehrenamtlich und freut sich, dass sie das besondere Angebot jetzt in seiner Startphase mit unterstützen darf. Durch die regelmäßigen Waldnachmittage wird den Besuchern der Tagesförderstätte die Möglichkeit geboten, einen Ort der Ruhe und Erholung zu erleben.
Der Wald bietet außerdem einen großen Bewegungsraum zum Abbau von Unruhezuständen, auch durch die Bewegung an der frischen Luft.
Gleichzeitig können unter diesen Rahmenbedingungen verschiedene Sinneserfahrungen intensiv wahrgenommen werden. Diese helfen dabei, besser zur Ruhe zu finden und sich zu entspannen. So kann der Lebensraum Wald ganzheitlich erfasst und begriffen werden und unterstützt im Gegenzug ein konzentriertes Arbeiten im Tagesförderstättenalltag.
