Allgemeine Berichte | 25.01.2015

Karla meint: 

Denn wenn et Trömmelche jet...

Denn wenn et Trömmelche jet...

... dann stonn mer all parat! Hach. HACH! H A C H ! ! ! Et iss widder suwait, ähm, ’tschuldigung … Ich wollte sagen, es ist wieder soweit! Fassenacht hat mich erwischt. Voll. Hurra! Als rheinische Frohnatur kann ich ja gar nicht anders. Gut so.

Es gibt quasi nix, was ich ausgelassen habe in meiner Jecken-Karriere. Dachte ich jedenfalls. Spielmannszug, Funkenmariechen, Fastnachtsumzüge per pedes, auf Prunkwagen und als Zuschauer, Sitzungen aller Art aktiv wie passiv, also in der Bütt, beim Gardetanz und sogar schon beim Männerballett habe ich ausgeholfen, weil Schneiders Häns mit gebrochener Hacke kurzfristig ausfiel. Was mir aber bisher nur aus Erzählungen bekannt war: Mädchensitzung in Kölle.

Die stand dann letzte Woche endlich bei mir an. Und Kinder, was soll ich sagen?! Das ist der Hammer in Tüten…naja, besser gesagt: in Flaschen, denn das geht alles recht feucht zu…hüstel…

So ne Mädchensitzung müsst Ihr Euch in etwa vorstellen wie ne Möhnesitzung. Bloß ohne Möhnen. Und sie fängt schon früh an. So halb sieben rum haben wir uns bei meiner Freundin Gisela getroffen. Morgens. Bei Mettbrötchen und Asti wurde sich zünftig geschminkt und kostümiert. Und dann ging’s im Tross mit dem Zug ab nach Köln. Natürlich nicht ohne Sekt im Gepäck. Vom Hauptbahnhof sind wir dann ab ins „Früh“ zu einem „frühen“ Mittagessen ;-) Wer noch konnte, ist dann zum Sartory-Saal gewackelt. Und dann ging es richtig ab!

Es brauchte gezählte fünf Sekunden, da riss es mich, meine Gisela und die anderen Mallorca- und Ischglgestählten Ladies von den Stühlen. Und es sind nur Damen im Publikum. Logisch, wär‘ ja noch schöner, wenn wir uns den Spaß mit Kerlen teilen müssten. Und die Weiber sind, wie sich das gehört, alle bunt kostümiert und raderdoll.

Auf dem Programm stand die gesamte Kölner Prominenz! Ein karnevalistischer Overkill sozusagen: die Paveier, Guido Cantz, Kasalla, Jürgen Becker, die Cologne Tigers und, seufz, die guten alten Bläck Fööss. Höhepunkt war natürlich der Einzug des Dreigestirns, mit jeder Menge Bützjer links und rechts, oben und… nee, das lass ich jetzt, jedenfalls wollten natürlich alle mal ran an den Prinzen.

Und nach dieser kongenialen Sitzung sind wir so gegen sieben noch in die Altstadt. Abends. Da wurde dann bei lecker Kölsch und leckeren Kölschen weitergefeiert. Die meisten von uns sind dann mit dem letzten Zug zurück. Ich hab den ersten genommen. Am nächsten Morgen ;-) Und wie ich zuhause aussteige, sehe ich schon die nächste Truppe am Bahnsteig gegenüber stehen. Schrill, bunt, lustig. Denn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn se all parat!

Habt es gut! Eure Karla

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