Allgemeine Berichte | 14.04.2016

Nachruf

Der 47. Abt des Klosters Maria Laach verstarb mit 95 Jahren

Abt em. Adalbert Franz Kurzeja gestorben

Abt em. Adalbert Franz Kurzeja †.privat

Maria Laach. Am Dienstag, 12. April, verstarb nach schwerer Krankheit Abt. em. Adalbert Franz Kurzeja im 96. Jahr seines Lebens in Andernach. Abt Adalbert wurde am 24. November 1920 in Ratiborhammer (Schlesien) geboren. Seiner schlesischen Heimat ist er bis zuletzt sehr verbunden geblieben und hat in diesem Zusammenhang auch mit großem Einsatz an der deutsch-polnischen Versöhnung nach dem Krieg mitgearbeitet. Dieser Einsatz wurde vielfältig gewürdigt, so mit der Kardinal-Bertram-Medaille der Apostolischen Visitatur Breslau, dem Schlesierschild der Landsmannschaft Schlesien, der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen, der Ehrenbürgerschaft seines Heimatortes Ratiborhammer und zuletzt noch 2015 der Ehrenmedaille der Universität Wroclaw (Breslau). Nach der Aufnahme des Studiums der Theologie in Breslau musste Abt Adalbert zum Reichsarbeitsdienst und war von 1940 bis 1945 Soldat. Am Ende des Krieges geriet er in Italien in englische Gefangenschaft und nahm als Freiwilliger am Wiederaufbau der Abtei Montecassino teil. Ab 1946 studierte er in Rom an der Gregoriana Theologie und war Mitglied des Collegium Germanicum. Am 10. Oktober 1951 empfing er in Rom die Priesterweihe. 1952 trat Abt Adalbert in Maria Laach ein und legte seine zeitliche Profess am 11. Februar 1954 und am 19. August 1956 seine feierliche Profess ab. Er übernahm die innerklösterlichen Ämter eines Bibliothekars und Sakristans, später dann des Zeremoniars und promovierte in Trier bei Prof. Balthasar Fischer in Liturgiewissenschaft, was er 1967 abschloss. Es folgte die Arbeit als wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Fischer und dann am Liturgischen Institut in Trier, bis er am 15. Februar 1977 zum 47. Abt von Maria Laach gewählt wurde. Die Abtsbenediktion erfolgte am 20. März 1977 durch den Trierer Bischof Dr. Stein. Aus Altersgründen legte Abt Adalbert sein Amt als Abt am 4. November 1990 nieder. Zum Zeitpunkt seines Todes war Abt Adalbert vom Lebensalter und vom Zeitpunkt der Priesterweihe her der älteste Mönch von Maria Laach. Bis kurze Zeit vor seinem Tod half er noch tatkräftig in der Sakristei mit, der seine besondere Liebe galt. Die Benediktiner danken Abt Adalbert für all seinen Einsatz, seinen Dienst als Abt in ihrer Gemeinschaft und seine Treue im monastischen Leben und im Gebet. Die Eucharistiefeier und die Beisetzung in Maria Laach finden am Donnerstag, 21. April um 14.30 Uhr statt.

Benediktinerabtei Maria Laach

Abt em. Adalbert Franz Kurzeja †.Foto: privat

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