Allgemeine Berichte | 02.03.2017

Agentur für Arbeit Montabaur

Der Arbeitsmarkt sendet allererste Frühlingssignale

Mehr Menschen gehen in Beschäftigung – Stellenmarkt wird dynamischer – Agentur für Arbeit Montabaur und Jobcenter investieren in die Qualifizierung von Flüchtlingen

Westerwaldkreis/Rhein-Lahn-Kreis. Der wichtigste Eckwert am regionalen Arbeitsmarkt hat sich von Januar auf Februar nicht verändert: Die Arbeitslosenquote im Bezirk Montabaur bleibt bei 3,9 Prozent. Auch die Verbesserung gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Punkte wird gehalten. Die absolute Zahl der Menschen ohne Job ist während des zurückliegenden Monats leicht gestiegen – um 87 auf 6.964 Personen. Gegenüber dem Februar 2016 ist ein erheblicher Rückgang um 570 Arbeitslose zu verzeichnen. Davon profitieren – nach Personengruppen betrachtet - vor allem die Langzeitarbeitslosen und die Älteren über 50 Jahren.

Elmar Wagner, Leiter der Agentur für Arbeit Montabaur, erkennt die allerersten Signale für die Frühjahrsbelebung: „Während der vergangenen vier Wochen mussten sich deutlich weniger Männer und Frauen nach vorheriger Berufstätigkeit arbeitslos melden und zugleich gingen wieder erheblich mehr aus der Arbeitslosigkeit zurück ins Erwerbsleben. Wenn diese Schere sich schließt, baut sich Beschäftigung auf. Das ist die typische Entwicklung, wenn der Winter zu Ende geht.“

Dazu passt die zunehmende Dynamik am Stellenmarkt. Im Februar meldeten die Betriebe dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der beiden Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn 696 Stellen. Das ist ein dickes Plus von 213 Angeboten oder 44,1 Prozent gegenüber dem Januar, jedoch ein leichtes Minus von 63 Stellen bzw. 8,3 Prozent im Vergleich zum Februar vergangenen Jahres. Nahezu identisch und damit sehr hoch geblieben ist der Bestand an Stellen. Mit knapp 3.000 sind es etwa 500 mehr als vor einem Jahr. Fast alle Jobs sind sozialversicherungspflichtig und könnten sofort besetzt werden.

Nach der großen Flüchtlingswelle 2015/16 werden zunehmend die Asylanträge bearbeitet. Für die Jobcenter bedeutet das: Sie haben immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund zu betreuen, die nach dem Verlassen der Erstaufnahmeeinrichtungen in den Kommunen leben und bestrebt sind, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aus den stärksten Asylherkunftsländern (Afghanistan, Eritrea, Iran, Irak, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) waren im Agenturbezirk vor einem Jahr insgesamt 421 Personen arbeitssuchend gemeldet; inzwischen sind es 1.613. „Diese Entwicklung war zu erwarten, und sie birgt durchaus Chancen“, sagt der Agenturchef. „Geflüchtete Menschen können dazu beitragen, unseren dringenden Fachkräftebedarf zu decken. Wir wissen aber, dass das nicht von heute auf morgen funktioniert, sondern einen langen Atem braucht. Nach dem Spracherwerb führt der Weg über die Qualifizierung – und hier engagieren sich die Arbeitsagentur und die Jobcenter gleichermaßen.“

Der Agenturbezirk Montabaur umfasst die beiden Landkreise Westerwald und Rhein-Lahn. Beim „geteilten Blick“ auf den Arbeitsmarkt zeigt sich:

Im Rhein-Lahn-Kreis ist die Zahl der Menschen ohne Job während der vergangenen Wochen stärker gestiegen als bei den Nachbarn, nämlich um 82 auf jetzt 2.755 Männer und Frauen. Hier kletterte die Quote um 0,1 auf aktuell 4,2 Prozent. Vor einem Jahr gab es bei 4,5 Prozent 167 Arbeitslose mehr. Im Westerwaldkreis werden mit 4.209 Arbeitslosen lediglich 5 Personen mehr gezählt als im Januar. Die Quote bleibt bei 3,8 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 4,2 Prozent und 403 Arbeitslose mehr.

Pressemitteilung

Agentur für Arbeit Montabaur

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