Kunstforum Rheinbach
Der Bürgermeister hat den besten Blick
Rheinbach. Die Stadt Rheinbach soll bunter durch Kunst werden: Das ist der Vorsatz, den sich das Kunstforum auf die Fahne geschrieben hat. Hiermit ist Kunst im öffentlichen Raum gemeint und nicht in irgendwelchen Ausstellungen. Und hier wurde nun das nächste Projekt gestartet.
Eine große Freifläche an der Hauswand der Volkshochschule (auf dem Parkplatz am Rathaus) wurde nun zur Kunstausstellung im öffentlichen Raum genutzt. Damit wird auch die Aussicht des Bürgermeisters der Stadt Rheinbach verschönert. Denn die beiden großen Kunstwerke hängen nun unmittelbar gegenüber seines Büros. Die beiden Gemälde wurden aus 60 Vorschlägen von 23 verschiedenen Künstlern des „Rheinbach Kunstforum 99“ von Bürgermeister Stefan Raetz und dem Ersten Beigeordneten Raffael Knauber ausgesucht. „Es hat nicht lange gedauert, dann stand die Entscheidung fest. Die beiden Bilder haben uns auf Anhieb gefallen. Und das wurde in der Mittagspause entschieden“, erinnerte sich Raetz.
Die Stadt lebe von einer lebendigen Außengastronomie, Glasmuseum, vom historischen Stadtbild, kunstvoll gestalteten Häusern sowie vom zukünftigen Römerkanal-Infozentrum. Und von den Menschen, die in der Stadt leben und diese beleben. „Kunst ist überall, wo sich Menschen entfalten“, so Gerd Wiendieck vom Kunstforum 99.
Bei der Präsentation sinnierte Bürgermeister Stefan Raetz über die Kunstwerke: „Zwei Bilder, zwei bunte Flecken in der Stadt. Es ist schön, dass es Künstler gibt, die uns mit ihrem Können so inspirieren.“ Die Idee, Kunst in der Öffentlichkeit an Gebäuden zu präsentieren, kam von Knut Reinhardt, der auch Mitglied im Kunstforum Rheinbach ist. Er hatte schon mehrere Installationen ermöglicht, zum Beispiel an der Grundschule in Odendorf und am Rathaus in Swisttal-Ludendorf. Auch in Rheinbach wurde im vorigen Jahr von Knut Reinhardt eine große Installation „Kunst im öffentlichen Raum“ vorgenommen - auf einer Großfläche an der ehemaligen Tischfabrik Hoffmann.
„Rheinbach könnte zu einer Außengalerie für moderne Kunst werden. Hierzu brauchen wir Bürger, die ihre Häuser mit Freiflächen zur Verfügung stellen. Das würde hier an dem Gebäude der Volkshochschule auch ohne Beschädigung des Gebäudes möglich sein“, erklärte Wiendiek.
Die Gemälde stammen von den Künstlerinnen Gisela Dauster und Eva Vahjen.
Gisela Dauster hat ein abstraktes Bild in quadratischer Form gemalt, das im Original einmal ein Meter groß ist und an der Wand auf dreimal drei Meter vergrößert wurde. Eva Vahjen nennt ihr Bild „Der Skater“. Es ist im Original 1,2 mal ein Meter und wurde auf 2,5 mal drei Meter vergrößert.
Beide Bilder wurden abfotografiert und auf eine wetterfeste Plane von der Rheinbacher Firma XXL Print gedruckt, die dann auf ein Alugestänge gespannt wurde. Das gibt die Möglichkeit, die Kunstwerke später austauschen zu können. Mitarbeiter vom Bauhof hatten die Kunstwerke fachgerecht und sicher angebracht. Was nicht ganz so einfach war, da die Wand mit einer dicken Isolierschicht versehen war, was zu Komplikationen bei der Montage führte.
„Beide Künstlerinnen dürfen als renommiert bezeichnet werden, das sie das künstlerische Handwerk von der Pike auf gelernt und ihre Ausbildung an anerkannten Akademien abgeschlossen haben. Beide haben an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen und ihre Werke präsentiert“, meinte Wiendieck.
„Wir suchen noch Sponsoren, Hausbesitzer und Kunstinteressierte, die diese Idee der Kunst im öffentlichen Raum mittragen und unterstützen. Wir wollen die Stadt gemeinsam bunter und lebendiger machen“, fügte Wiendieck hinzu. Weitere Informationen unter www.Kunstforum-99.de.
Eines der beiden Kunstwerke.
