Allgemeine Berichte | 05.12.2016

Person im BLICK: Alexander Ghabour

Der „Chef der Malteser“ hat noch viele Ideen für Gemeinsamkeit in Bendorf

Ohne Ehrenamt und professionelles Handeln ginge beim Malteser Hilfsdienst nichts

Auch beim Weltjugendtag in Krakau war Alexander Ghabour dabei.

Bendorf-Sayn. Alexander Ghabour wurde jüngst mit der Malteser-Verdienstmedaille des souveränen Malteser-Ritterordens in Silber ausgezeichnet. Ghabour, Jahrgang 1979, ist der Chef der Malteser Bendorf und des Malteser Hilfsdienstes e.V. im Kreis Mayen-Koblenz. Seit dem Jahr 2002 ist er Stadtbeauftragter und seit 2007 Kreisbeauftragter der Malteser im Landkreis Mayen-Koblenz. Sein Leitspruch ist „Verantwortung übernehmen im Dienst am Menschen“.

Inzwischen engagiert er sich bereits seit 21 Jahren im Malteser Ehrenamt. Im Alltag ist er als Gebietsleiter eines amerikanischen Medizintechnikunternehmens tätig. Er hat mittlerweile zahlreiche Ehrungen durch die Malteser-Assoziationen erhalten, darunter auch die Verdienstmedaille in bronze. Für seinen Einsatz bei der Loveparade Duisburg wurde Ghabour durch den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff in Berlin geehrt.

Er ist stolz auf sein Team, das freundschaftlich zusammen steht. „Ehrenamt zu führen ist eine große Herausforderung, das Führen von Mitarbeitern geht in meinen hauptberuflichen Tätigkeiten deutlich einfacher“, weiß er. Und er schwärmt für seine Kollegen im Ehrenamt: „Ich möchte niemanden in meinem Team hergeben, denn so viel Professionalität und Herzblut für einen Verein findet man selten. Das ist echte Berufung und Identifikation mit den humanitären Aufgaben der Malteser.“

Auch wirtschaftlich ist er für den Malteser Hilfsdienst e.V in Mayen-Koblenz verantwortlich. Dies wird ein immer größeres Problem, denn es wird leider häufig nicht gesehen, dass sich auch das Ehrenamt der Malteser selbst finanzieren muss. „Leider wird immer noch oft vermutet, dass die Malteser sich durch öffentliche Zuwendungen oder Finanzhilfen refinanzieren können. Dies ist jedoch nicht der Fall, weshalb eine finanzielle Unterstützung beispielsweise in Form einer Spende für die Arbeit der Malteser Bendorf sehr wichtig ist. Leider wird auch oft nicht wahrgenommen, in welchem Umfang sich die Malteser Bendorf tatsächlich für das Allgemeinwohl der Stadt einsetzen. Oft unentgeltlich oder zumindest nicht kostendeckend, helfen die Malteser Bendorf, ohne zu zögern. Genau da, wo sie gebraucht werden“.

Das Malteserteam aus Bendorf ist bei zahlreichen Veranstaltungen mit am Start, beispielsweise bei „Summer in the City“, beim Burgen- und Parkfest, beim Benefizlauf von „Familie sayn“ oder beim Saal- und Straßenkarneval in Bendorf. Auch beim Weihnachtsmarkt oder „Jedem sayn Tal“ im Wechsel mit anderen Organisationen.

Und Alexander Ghabour hat weitere Ziele für die Malteser in seinem Verantwortungsbereich. Er möchte die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen im Sanitätsdienst weiter ausbauen, auch im Bereich sozialer Hilfsdienste. Im Oktober hat er in der Malteser Kommende Ehreshoven in Köln seinen Zugführerlehrgang erfolgreich absolviert. Sein Team sendete Grüße dorthin: „Wir sind stolz auf dich und bedanken uns für dein großartiges Engagement, das du uns und dem Verein seit Jahren entgegenbringst“.

Bei den Maltesern Bendorf ist hohe Professionalität im Ehrenamt wichtig. „Es macht unseren Teammitgliedern große Freude, diesem wichtigen Ehrenamt nachzugehen. Und das alles neben dem alltäglichen Beruf. Vom Berufsbeamten bis zum Techniker ist bei uns eine große Bandbreite an Berufen vertreten und darauf sind wir sehr stolz“, so Ghabour.

Der bekennende Sayner, der dort auch ein Haus gebaut hat, ist leidenschaftlicher Europaparkbesucher. Mit dem Europark-Team und Freunden bereitete er etwas ganz Besonderes vor und machte

seiner Freundin Alexandra Scholl während einer Show dort im Mai 2016 einen Heiratsantrag, während die Freunde in der Kulisse warteten. Überraschung geglückt: Mit einem freudigen „Ja“. Alexander Ghabour handelt nach dem Leitsatz „Nenn mich verrückt. Aber ich liebe es, andere erfolgreich und glücklich zu sehen. Das Leben ist nämlich ein Abenteuer; kein Wettbewerb“.

Das Malteserteam ist gerade in das ehemalige Verwaltungsgebäude der Cola umgezogen und hat auch dort in Eigenleistung renoviert und umgebaut. Dort können Schulungen und Kurse angeboten werden, dort finden Fahrzeuge und Technik einen guten Standort.

Aktuell läuft ein weiteres Projekt, an dem Alexander Ghabour und das Team beteiligt sind: Die Weihnachts-Wunschbaum-Aktion, bei der Wünsche von Kindern erfüllt werden können, wenn es den Eltern schwer fällt. Der Wunschbaum steht derzeit in der Schlossapotheke in Sayn. Geschenkübergabe ist dort am 17. Dezember.

-PS-

Als Stadt- und Kreisbeauftragter der Malteser ist er für Vieles verantwortlich - eines seiner Ziele ist, dass die Technik auf dem aktuellen Stand ist.

Als Stadt- und Kreisbeauftragter der Malteser ist er für Vieles verantwortlich - eines seiner Ziele ist, dass die Technik auf dem aktuellen Stand ist.

Nenn mich verrückt.Aber ich liebe es,andere erfolgreich undglücklich zu sehen.Das Leben ist nämlichein Abenteuer;kein Wettbewerb.

Nenn mich verrückt. Aber ich liebe es, andere erfolgreich und glücklich zu sehen. Das Leben ist nämlich ein Abenteuer; kein Wettbewerb.

Er hat mittlerweilezahlreiche Ehrungen durchdie Malteser-Assoziationen erhalten,darunter auch die Verdienstmedaille in bronze. Für seinen Einsatz bei derLoveparade Duisburg wurdeGhabour durch den ehemaligenBundespräsidenten ChristianWulff in Berlin geehrt.

Er hat mittlerweile zahlreiche Ehrungen durch die Malteser-Assoziationen erhalten, darunter auch die Verdienstmedaille in bronze. Für seinen Einsatz bei der Loveparade Duisburg wurde Ghabour durch den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff in Berlin geehrt.

Der „Chef der Malteser“ hat noch viele Ideen für Gemeinsamkeit in Bendorf

Alexander Ghabourmit seiner VerlobtenAlexandra Scholl.Fotos: Privat

Alexander Ghabour mit seiner Verlobten Alexandra Scholl. Fotos: Privat

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