Allgemeine Berichte | 09.03.2016

Nachlese des Infoabends des Zehnthaus e.V. und der Ökumenische Hospizgruppe

„Der Demenz begegnen“

Prof. Dr. Lukas Radbruch, Claudia Wilmers, Dr. Sven Holger Brunsch vom Verein Zehnthaus, Andrea Schmidt und Andrea Kleinfeld (von links) informierten über Demenzerkrankte und deren Bedürfnisse. privat

Rheinbach. Der Verein Zehnthaus e.V. bietet seinen Mitgliedern und Interessierten ein breites Kulturangebot. Obwohl der Abend „Der Demenz begegnen“ hiervon abwich, waren über 60 Zuhörer in das historische Gebäude in Swisttal-Odendorf gekommen. Der Verein hatte zusammen mit der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal zu dem Informationsabend eingeladen. Für die Ökumenische Hospizgruppe sprachen der Vorsitzende Prof. Dr. Radbruch, Präsident der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und Direktor der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn sowie die Koordinatorinnen Claudia Wilmers und Andrea Kleinfeld mit Blickrichtung auf lebensbedrohlich Demenzerkrankte und deren Bedürfnisse.

Andrea Schmidt von der Beratungsstelle „ADele“ - mit Alzheimer und Depression leben lernen - informierte über die Probleme und Lösungen im Umgang mit den Erkrankten sowie den möglichen Hilfen für Angehörige, die sich oft in der Pflege erschöpfen. Über 1,4 Millionen Demenzerkrankte mit unterschiedlichem Erkrankungsbild gibt es in Deutschland. 8000 werden für den Rhein-Sieg-Kreis geschätzt. Dabei ist Alzheimer die häufigste Diagnose. In einem Punkt waren sich alle Referenten einig: Die Umgebung muss sich dem an Demenz Erkrankten anpassen – und nicht umgekehrt. Als Präventionsmaßnahme empfahl Prof. Dr. Radbruch körperliche und soziale Aktivitäten, Reduzierung des Gewichts, Verzicht auf Nikotin und mäßigen Alkoholgenuss.

Informationen zu den Vereinen unter www.hospiz-voreifel.de und www.verein-zehnthaus.de sowie zu der Beratungsstelle „ADele“, Tel.: (0 22 25) 9 99 76 23.

Prof. Dr. Lukas Radbruch, Claudia Wilmers, Dr. Sven Holger Brunsch vom Verein Zehnthaus, Andrea Schmidt und Andrea Kleinfeld (von links) informierten über Demenzerkrankte und deren Bedürfnisse. Foto: privat

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