„Internationale Orgelkonzerte Bad Ems 2020“
Der Domorganist und der Bischof im Duett
Eröffnung am Sonntag, 22. März, um 16.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Martin
Bad Ems. Der Trierer Domorganist Josef Still eröffnet die „Internationalen Orgelkonzerte Bad Ems 2020“ am Sonntag, 22. März, um 16.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Bad Ems. Auf dem Programm steht „Der Kreuzweg“ von Marcel Dupré. Die Texte konzipiert und rezitiert der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing, seit wenigen Tagen auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.
Dupré war ein Meister der Improvisation und verstand es, religiöse Ideen musikalisch umzusetzen. Zunächst entstand der Zyklus als eine Improvisation in Brüssel, die er im Februar des Jahres 1931 aufschrieb. Der „Kreuzweg“ ist eine Folge von 14 Charakterstücken, die Dupré einerseits nach den Stationen des Kreuzwegs, der in der Fasten- und Passionszeit, besonders am Karfreitagnachmittag, Gegenstand der Liturgie ist, andererseits nach dem Gedicht „Der Passionsweg“ des französischen Dichters Paul Claudel (1868-1955) verfasst hat. Dabei nehmen die 14 Orgelmeditationen die Stimmung aus dem Gedicht auf und deuten sie musikalisch weiter aus.
Bätzing wurde am 13. April 1961 in Kirchen geboren und wuchs in Niederfischbach an der Sieg, der sogenannten Trierischen Insel im Westerwald (Kreis Altenkirchen), nicht weit von der Limburger Bistumsgrenze, auf.
Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Trier und Freiburg wurde er 1987 zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Klausen und Koblenz, ehe er 1990 die stellvertretende Leitung des Bischöflichen Priesterseminars in Trier übernahm.
Von 1996 bis Januar 2010 war Bätzing dann als Regens für die Priesterausbildung im Bistum Trier verantwortlich und leitete das Priesterseminar. 2005 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Monsignore ernannt. Im November 2007 berief ihn der damalige Bischof von Trier, Dr. Reinhard Marx, zum Leiter der Heilig-Rock-Wallfahrt. Seit dem 1. November 2012 leitet er als Generalvikar das Bischöfliche Generalvikariat in Trier. Papst Franziskus ernannte ihn am 1. Juli 2016 zum 13. Bischof von Limburg. Am 18. September 2016 wurde Georg Bätzing im Hohen Dom zu Limburg zum 13. Bischof von Limburg geweiht. Bischof Dr. Bätzing ist Vorsitzender der Unterkommission für interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz und Mitglied der Kommission Weltkirche. Außerdem ist er katholischer Bischöflicher Vorsitzender des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. Gemeinsam mit Birgit Mock leitet er das Forum „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ im Rahmen des Synodalen Wegs der katholischen Kirche. Zudem ist er Mitglied des Präsidiums des Dritten Ökumenischen Kirchentags 2021 in Frankfurt. Am 3. März 2020 wurde er zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.
Still, geboren 1959 in Deggendorf an der Donau, studierte ab 1979 an der Staatlichen Hochschule für Musik in München die Fächer Katholische Kirchenmusik und Konzertfach Orgel bei den Professoren Gerhard Weinberger und Franz Lehrndorfer. Ein Aufbau-Studiengang Konzertfach Cembalo bei Prof. Hedwig Bilgram schloss sich an. 1983 begann seine Tätigkeit als Kirchenmusiker und Dekanatskantor in Neu-Ulm.
Seit 1994 ist er Domorganist an der Hohen Domkirche Trier und Orgelsachverständiger für das Bistum Trier. Bekannt wurde er auch durch zahlreiche Konzerte als Organist und Cembalist sowie durch Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen.
