Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V.
Der Eifel-Vulkanismus
Glücksfall für die Eiszeit-Archäologie
Mendig. Der Ausbruch des Laacher-See Vulkans vor 13.077 Jahren stellt einen in zweierlei Hinsicht europaweit einmaligen Glücksfall für die Eiszeit-Archäologie dar. Zum einen schützten die flächendeckenden mehrere Meter mächtigen Tephra-Ablagerungen alle älteren unter ihr begrabenen archäologischen Fundplätze. Zum anderen sorgte deren großräumiger industrieller Abbau seit dem 19. Jh. für die Freilegung und Entdeckung eiszeitlicher Siedlungsplätze. Hinzu kam der Abbau der Schlackenkegel zur Basaltgewinnung und anderer Rohstofflagerstätten wie z.B. Tone. Alle diese großflächigen Eingriffe in sehr alte Bodenschichten führen dazu, dass die Dichte archäologischer Entdeckungen hier so hoch wie kaum irgendwo sonst ist.
Der Vortrag von Frau Dr. Martina Sensburg beleuchtet diese Zusammenhänge und zeigt zahlreiche spannende Beispiele für das Leben eiszeitlicher Jäger- und Sammler aus etwa 500.000 Jahren Besiedlungsgeschichte.
Der Vortrag findet am Freitag 6. Oktober um 19 Uhr im Dr. F.X. Michels-Institut, Brauerstr. 5, in Mendig statt.
