Allgemeine Berichte | 07.05.2013

Gefährliche Pflanze wird entfernt

Der Herkulesstaude geht es wieder an den Kragen

Rhein-Sieg-Kreis. Auch in diesem Jahr geht es der Herkulesstaude wieder an den Kragen - das haben die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Der AWO Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg e.V. wird den vor vier Jahren begonnenen Kampf gegen die auch als „Riesen-Bärenklau“ bekannte Pflanze weiter fortsetzen. Unter Anleitung von drei Vorarbeitern werden zwölf Personen der Staude zu Leibe rücken. Durch die lang anhaltende kalte Witterung begann die Vegetationsperiode in diesem Jahr zwar sehr spät, inzwischen sind die Herkulesstauden aber explosionsartig gewachsen. Die rübenförmige Speicherwurzel als großer Energiespeicher ermöglicht es ihnen, vor den meisten anderen Artgenossen durchzustarten, viel Blattmasse zu bilden und somit die Nachbarpflanzen zu verdrängen.

„Eine ungezügelte Ausbreitung der Herkulesstaude würde unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt gefährden, daher ist es wichtig, sie kontinuierlich zu bekämpfen“, erläutert Bernd Zimmermann, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises, die Maßnahme. „Durch die 2009 begonnenen Arbeiten konnten wir eine weitere Vermehrung verhindern und in einigen Bereichen sogar eine Reduzierung der Bestände erreichen.“

Derzeit ist die optimale Jahreszeit, um die noch jungen Pflanzen auszugraben. Bei den Arbeiten sind allerdings besondere Sorgfalt und Vorsicht gefragt, denn der Saft der Herkulesstaude verursacht bei Hautkontakt Verbrennungen; eine besondere Schutzkleidung ist erforderlich. Sämtliche Pflanzen müssen gründlich entfernt werden, denn schon eine einzelne, zur Samenreife kommende Herkulesstaude kann einen neuen Massenbestand hervorbringen. Teilweise schlecht zugängliche Gebiete erschweren die Arbeiten. Viele Flächen müssen außerdem mehrfach bearbeitet werden, da aus noch im Boden vorhandenen Samen immer neue Pflanzen nachwachsen.

Der Wasserverband Rhein-Sieg, die Kommunen und die Straßenbauverwaltung unterstützen die Aktion. Es wird voraussichtlich insgesamt rund zehn Jahre dauern, um die Herkulesstaude zu bekämpfen. Dann sollten nur noch überschaubare Restbestände vorhanden sein, die mit relativ geringem örtlichem Mitteleinsatz dauerhaft beseitigt werden können.

Am stärksten vertreten ist die Herkulesstaude im Rhein-Sieg-Kreis im Überschwemmungsgebiet der Sieg. Die Bekämpfung der Staude wird 2013 rund 100.000 Euro kosten. 75 Prozent der Kosten trägt das Land NRW, die verbleibenden 25 Prozent bringt der Rhein-Sieg-Kreis auf.

Die Herkulesstaude

Die Herkulesstaude stammt ursprünglich aus dem westlichen Kaukasus und wurde bereits 1890 als Zierpflanze in Deutschland eingeführt. Sie setzt sich erfolgreich gegen heimische Pflanzenarten durch, da sie sehr früh im Jahr austreibt, über drei Meter groß wird und mit ihren großen, waagerecht abstehenden Blättern andere Pflanzen überdeckt – so nimmt sie über 80 Prozent des einfallenden Lichts für sich in Anspruch.

Durch ihre rübenartige Pfahlwurzel erholt die Herkulesstaude sich nach dem Mähen immer wieder schnell. Erst nach der Blüte- und Samenbildung stirbt die Pflanze ab. Bis dahin hat sie jedoch 20.000 bis 30.000 Samen produziert, die durch Wind, Wasser, Tiere und den Menschen verbreitet werden und bis zu sieben Jahre keimfähig bleiben.

Pressemitteilung des

Kreises Rhein-Sieg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Daueranzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Ostergruß
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Dauerauftrag 2026
Osteraktion
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Ab 03.04.: Altstadt von Bonn wird gesperrt
159

Bonn. Im Laufe des Osterwochenendes wird es voraussichtlich so weit sein: Die städtischen Baumfachleute rechnen damit, dass die Kirschblüte in der Bonner Altstadt in den nächsten Tagen ihre volle Pracht entfalten wird. Trotz des kühlen Wetters sind bereits jetzt rund 60 Prozent der Knospen geöffnet und locken die ersten Schaulustigen in die Altstadt. Die Straßensperrungen starten wie angekündigt an Karfreitag, 3. April 2026, ab 14 Uhr.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
69

Bonn. In der Nacht zum Mittwoch (01.04.2026), um 00:06 Uhr, wurden Feuerwehr und Polizei zu einem Zimmerband im 1. Obergeschoss einer Notunterkunft auf der Sebastianstraße in Bonn-Endenich alarmiert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2299

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Tag der offenen Tür
Rund ums Haus
Rund ums Haus
SB Standesamt
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige