Der Historische Verein Andernach setzt seine Arbeit im neuen Jahr fort
Andernach. Ende November trafen sich die Mitglieder des Historischen Vereins Andernach zur Jahreshauptversammlung, in der nach den Regularien auch die Neuwahl des Vorstands anstand.
Da sich glücklicherweise alle Mitglieder des Vorstands der Wiederwahl stellten - (es hatte sich auch niemand gemeldet, der hier ein Amt übernehmen wollte) – ging die Wahl mit Hilfe des Wahlleiters Wolfgang Redwanz problemlos vonstatten. Der alte wie neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Günter Haffke (1. Vorsitzender), Thilo Heyl (2. Vorsitzender), Reinhard Gilles (Kassenwart), Claudia Gesell (Schriftführerin), Dr. Sylvia Schwitalla (Beisitzer), Dr. Kai Seebert (Beisitzer) und Dr. Hendrik Ulle (Beisitzer). Ebenfalls wiedergewählt wurden die beiden Kassenprüfer Wolfgang Redwanz und Friedemann Nolte.
Der Historische Verein möchte im neuen Jahr unter dem Motto „Viel Steine gabs und wenig Brot“ den Steinhandel in Andernach und die unterschiedlichen Steinarten mit ihrer spezifischen Verwendung in Exkursionen und Vorträgen erlebbar machen.
Als Auftakt dazu beleuchtete Dr. Kai Seebert im zweiten öffentlichen Teil der Versammlung in seinem Referat die Geschichte Andernachs aus der Perspektive des Steinhandels, der über 2000 Jahre hinweg Triebfeder der Siedlungsgeschichte und des städtischen Wohlstands war. Basaltlava, Tuff, Trass und Bims waren überregional, z. T. sogar europaweit gefragte Produkte, die v.a. über den Andernacher Hafen weithin verschifft wurden. Die mit dem Steinhandel verbundene Infrastruktur und einige Protagonisten des Steinhandels, aber auch die Produkte selbst wurden erläutert. Ein weiteres interessantes Thema an diesem Abend war die derzeitige Situation des Stadtmuseums. Aufgrund der statischen Mängel mussten die Archivbestände ausgelagert werden. Dr. Seebert berichtete, dass diese vorerst einen Platz in der Stadthausgalerie gefunden haben. Hier gibt es nun ein Depot für das Museum. Die neue Sonderausstellung „Andernacher Ansichten-Selten Gesehenes“ kann in den Erdgeschoßräumen der „Bagatelle“ gegenüber dem Stadtmuseum besucht werden. Dazu erklärte Bürgermeister Klaus Peitz, dass die Stadt Andernach die Räume in der „Bagatelle“ für zunächst drei Jahre angemietet hat. Der Plan der Stadt für das künftige Museum, welches dann „Burgmuseum“ heißen könnte, sieht vor, den Parkplatz und den Burggraben mit einzubeziehen. Eventuell auch das ganze Haus „Bagatelle“.
In der mittleren Reihe ein Teil des Vorstands: Dr. Sylvia Schwitalla, Günter Haffke, Reinhard Gilles, Claudia Gesell; es fehlen Thilo Heyl und Dr. Hendriik Ulle.
