Allgemeine Berichte | 30.08.2018

Bad Breisiger Abendmusik

Der „Junge Chor“ sprang in die Bresche

Der „Junge Chor“ brachte sein bemerkenswertes Repertoire zu Gehör.FA

Bad Breisig. Die allmonatliche Veranstaltung „Breisiger Abendmusik in der Kirche Maria Himmelfahrt“ hat einen so guten Ruf, dass sich längst auch von auswärts viele Freunde der besonderen Kirchenmusik die Termine auf das Smartphone (oder ins Notizbuch) schreiben. Auch diesmal waren wieder viele Interessierte zu dem viel versprechenden Programm des angekündigten „Trio Contemporaneo“ mit Musik auf „Orgel, Violine und Schlaginstrumenten“ gekommen, wurden aber zunächst enttäuscht: Die Protagonisten waren unvorhersehbar ausgefallen. Das Programm soll irgenwann nachgeholt werden. In die Bresche gesprungen war der von Kirchenmusikerin Carmen Scheuren geleitete „Junge Chor“ der Pfarreiengemeinschaft „Breisiger Land“. Zweifellos auch eine unerwartete, gern wahr genommene Chance dieser Singgemeinschaft, ihr gesangliches Können vor großem Publikum zu zeigen. Die von Carmen Scheuer am Piano begleiteten und von dort geleiteten Darbietungen umfassten denn auch weitgehend neue, in der katholischen Kirche weniger bekannte Lobpreisungen des Herrn, zum Teil verborgen in durchaus allgemein geltenden Texten; so in dem fröhlichen brasilianischen Auftakt „Ich sing dir ein Lied...“, oder in Titeln wie „Gut genug“ von Bea Nyga, „Du bist das Größte“ von Peter Brugger, oder „Supermarket flowers“ von Ed Sheeran. Eindeutig in ihrem geistlichen Gehalt wurde es bei Liedern wie „Ist da jemand?“ von Alexander Zuckowski, „Du bist heilig“ von Per Harling, „Herr, ich bring dir die Welt“ von der Kommunität Gnadenthal und „Voll Vertrauen gehe ich“ von Hans Waltersdorfer. Absoluter Höhepunkt in diesem Programmteil das Udo Jürgens - Lied „Ich glaube...“ Im zweiten Teil des Konzertes wurden hauptsächlich Musical-Melodien interpretiert. Christel Fassian-Müller sagt dazu: „Die Melodien erzählen vom Leben, von der Liebe und von dem Leben in Fülle, von dem auch Jesus spricht.“ So hörte man Musical - Melodien aus „Phantom der Oper“, aus „Elisabeth“, aus „Tarzan“ und „König der Löwen“, allesamt gut einstudiert von Chorleiterin Carmen Scheuren.

Die musikalischen Darbietungen wurden aufgelockert von den bekannt nachdenkenswerten Wortbeiträgen der Christel Fassian-Müller. Sie fasste zusammen: „Es war ein Abend der Sehnsuchtslieder und Sehnsuchtstexte“. Und es war ein Konzert, das trotz des bedauerlichen Ausfalls des angekündigten Instrumental - Trios nichts zu wünschen übrig lässt. Der Beifall zeigte den Dank der Freunde der „Breisiger Abendsmusik“ dafür, dass der gut geschulte „Junge Chor“ so kurzfristig die entstandene Lücke mit guter Qualität gefüllt hat. FA

Der „Junge Chor“ brachte sein bemerkenswertes Repertoire zu Gehör.Foto: FA

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